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Aber, aber, Taylor Swift! Du motzt über Apple, machst aber mit einem Fotografen genau das Gleiche ...

Sie zwang Apple in die Knie: Taylor Swift erreichte mit einem Appell, dass der US-Konzern Musiker besser bezahlt. Doch jetzt muss sich die Sängerin in Sachen Fairness selbst Kritik anhören.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Es war ein grosser PR-Erfolg. In einem offenen Brief an Apple gerierte sich US-Musikstar Taylor Swift als unerschrockene Kämpferin ihrer Zunft. Der US-Konzern hatte geplant, in einer Testphase den neuen Streamingdienst Apple Music drei Monate kostenlos anzubieten. In diesem Zeitraum sollten auch die Musiker nicht bezahlt werden.

«Wir bitten Sie nicht um kostenlose iPhones», schrieb Swift. «Bitte verlangen Sie von uns nicht, Ihnen unsere Musik ohne Gegenleistung anzubieten.» Der Konzern reagierte prompt – und kippte seine Pläne. Man werde die Künstler auch in der Probezeit bezahlen, erklärte der zuständige Manager plötzlich kleinlaut.

COLOGNE, GERMANY - JUNE 19:  Taylor Swift performs during 'The 1989 World Tour' night 1 at Lanxess Arena on June 19, 2015 in Cologne, Germany.  (Photo by Sascha Steinbach/Getty Images for TAS)

Taylor Swift bei einem Auftritt in Köln im Juni 2015. Bild: Getty Images Europe

«Sie geben meine Arbeit kostenlos weiter»

Doch jetzt meldete sich ein Fotograf, der das Bild des auf Fairness bedachten Idols ankratzt. Der Brite Jason Sheldon machte Bilder während eines Swift-Konzerts 2011 in Birmingham. Nun beschwert er sich, so die BBC, in einem offenen Brief, dass die Musikerin mit zweierlei Mass messe. Sie habe «nicht fair» gespielt, als es um die Fotorechte ging.

Singer Taylor Swift poses backstage with her awards for Top Artist, Billboard Chart Achievement Award, Top Female Artist, Top Hot 100 Artist, Top Digital Songs Artist, Top Streaming Song (Video) for

Preisgekrönt: die Swift. Bild: L.E. BASKOW/REUTERS

Er habe unterschreiben müssen, dass er Swifts Management Langzeit-Rechte für die Wiederverwertung an den Bildern gewähre. «Ich kann die Bilder nicht in meinem Portfolio verwenden, nicht auf meiner Webseite.» Stattdessen dürfe das Swift-Management seine Bilder ohne Kosten verwenden, zum Beispiel in einer PR-Mappe für Journalisten. «Sie geben meine Arbeit kostenlos weiter.»

Swift praktiziere, was sie bei Apple kritisiere, so schimpft der Fotograf. Das Swift-Management widersprach. Bei der Tour für das Album «1989», das 2014 erschien, sehe die Standardvereinbarung vor: Der Fotograf behalte selbstverständlich das Copyright. Und er dürfe die Bilder wiederverwenden – mit Einverständnis des Managements.

Denn natürlich gelte: «Jeder Musiker hat das Recht, die Nutzung seines Namens und seiner Bilder zu schützen. Und das sollte er auch tun.»

(sms)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Luzi Fair 24.06.2015 20:04
    Highlight Highlight Der Vergleich hinkt gewaltig. Es ist ja nicht so, dass sie sind über Apple schreiben würde.
    Das Recht am eigenen Bild ist wohl das wichtigste Urheberrecht allgemein.
  • Nikita Schaffner 23.06.2015 12:13
    Highlight Highlight Vor ihr als Musikerin hab ich sowieso keinen Respekt mehr. Erst hat sie gaaaanz gross angedeutet wie sie ihre Songs selbst schreibt und dann als sie ihre Musik von Spotify runter genommen hat begründete sie das mit "ihre Songwriter verdienen so kein Geld".....
    • Nikita Schaffner 23.06.2015 14:28
      Highlight Highlight Ja, aber trotzdem hat sie im Interview vor erwa nem Jahr erzählt sie schriebe alles selbst. Finde aber leider die Seite nicht mehr...
  • Arthur Gredig (1) 23.06.2015 10:59
    Highlight Highlight Na, er unterschrieb den Vertrag, so what?
    • stadtzuercher 23.06.2015 15:10
      Highlight Highlight öhm, so wie taylor swift auch bei apple unterschreiben hat?
  • iNDone 23.06.2015 09:55
    Highlight Highlight Tailor ... Who?
    • Sivu 23.06.2015 12:27
      Highlight Highlight Ja genau! Wir beiden würden sofort auf diese 2 Mio. (meintest du doch, oder?) verzichten, gell! Äääh, zwar... nein, ich doch nicht (ich geldgeiler Sack!).
    • stadtzuercher 23.06.2015 15:12
      Highlight Highlight Sonja Red4, ist ja fast so wie bei der erbschaftssteuerinitiative. statt 4 nur noch 3 bekommen. gut, zum erben brauchts fleissige arbeit, ist schon noch was anderes...

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