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Handy Mensch Telefonieren Evolution

Vom Schnurtelefon zum Smartphone. Nun sollen die Grenzwerte von Handy-Antennen erhöht werden. bild: shutterstock

Wie gefährlich ist Handy-Strahlung? Die bislang grösste Studie mit Ratten lässt aufhorchen



Der «Tages-Anzeiger» berichtet heute über eine grosse, unabhängige Tieruntersuchung aus den USA. Das (vor allem auch) aus Menschensicht beunruhigende Fazit: Ratten, die während einer gewissen Zeit intensiver Handy-Strahlung ausgesetzt wurden, erkrankten häufiger an Krebs.

Das sind die wichtigsten Fakten:

Die kompletten Erkenntnisse der Ratten-Studie waren eigentlich erst auf Ende 2017 angekündigt. Weil aber in der Öffentlichkeit bereits Gerüchte kursierten, entschied das US-Forscher-Team, erste Befunde vorzeitig publik zu machen.

Der «Tages-Anzeiger» hat einen Schweizer Fachmann für Handy-Strahlung um eine Einschätzung gebeten. Martin Röösli, Forscher am Tropen- und Public-Health-Institut in Basel und Leiter der beratenden Expertengruppe Nicht ionisierende Strahlung des Bundes, sagt, man müsse die Ergebnisse ernst nehmen. Es blieben aber einige Fragen offen.

Die Übertragung der Experimente auf den Menschen sei mit Unsicherheiten behaftet: «In der Studie wurde der ganze Körper der Tiere viel stärker bestrahlt, als es für Menschen erlaubt ist.»

«Möglicherweise krebserregend»

Der «Tages-Anzeiger» erinnert daran, dass bisherige Studien nicht zweifelsfrei ein Krebsrisiko von Mobilfunkstrahlen nachweisen konnten. Im Jahr 2011 habe die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) elektromagnetische Felder als «möglicherweise krebserregend» eingestuft.

Die nun bekannt gewordenen Ergebnisse kommen für die Schweizer Mobilfunk-Branche zu einem ungünstigen Zeitpunkt, wie der «Tages-Anzeiger» festhält:

«Das Timing könnte für Kritiker nicht besser sein: Kurz nach der Veröffentlichung der grössten Tierstudie zu Mobilfunk soll das Schweizer Parlament darüber abstimmen, ob die Vorschriften für Handy­antennen gelockert werden sollen. Eine entsprechende Motion ging in der zuständigen 25-köpfigen Kommission mit nur zwei Gegenstimmen durch. Doch es ist zu erwarten, dass das Lager der Gegner anwächst, bis das Vorhaben voraussichtlich am 13. Juni in den Nationalrat kommt.»

quelle: tages-anzeiger

In dem parlamentarischen Vorstoss werde der Bundesrat aufgefordert, die Grenzwerte für Mobilfunk­anlagen anzuheben. «Zudem sollen die Strahlungsbeschränkungen künftig nicht mehr pro Antenne gelten, sondern pro Antenne und Anbieter.»

Umfrage

Sollen die Grenzwerte für Handy-Antennen erhöht werden?

1,816

  • Ja13%
  • Nein81%
  • Ist mir egal5%

Die einzelnen Antennen sollen stärker strahlen dürfen, damit die Mobilfunknetze ohne zusätzliche Antennen ausgebaut werden können. Und wenn das nicht klappt? Der bürgerliche Zürcher Ständerat Ruedi Noser (FDP) droht: «Ohne höhere Anlagen-Grenzwerte muss man sich nicht wundern, wenn in der Schweiz die Preise höher sind als in anderen Ländern.»

(dsc)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SoOderSo 11.06.2016 11:01
    Highlight Highlight Logisch! Wenn Ratten davon Krebs bekommen, ist das beim Menschen genauso. Wir sind ja so nah mit Ratten verwandt.. Ja klar *Ironie off* wieso hinterfragt das niemand?
  • Knut Atteslander 07.06.2016 07:01
    Highlight Highlight ? Wenn die Antennen stärker strahlen haben sie mehr Reichweite, aber das verringert ja die max. Anzahl Verbindungen (bleibt konstant) pro Fläche (wird grösser), oder seh ich da was falsch?
  • Der Beukelark 04.06.2016 11:58
    Highlight Highlight Warum braucht eigentlich jeder Mobilfunkanbieter seine eigenen Antenne? Hier hätte der Bund die Infrastruktur zur Verfügung stellen sollen, um den Antennenwald wenigstens aufs nötige Minimum zu beschränken
    • Stefan von Siegenthal 05.06.2016 08:34
      Highlight Highlight Das Problem hierbei ist, dass die Antennen auch nur ein bestimmtes Volumen an Nutzern bedienen können. Das heißt, es werden nicht unbedingt weniger Antennen benötigt werden wenn die Infrastruktur vom Bund zur Verfügung gestellt wird.
  • Nietram 04.06.2016 08:49
    Highlight Highlight Warum Studien? Einfach Ruedi Noser fragen: «Es gibt keine wissenschaftlichen Studien, die zweifelsfrei belegen würden, dass die Strahlung von Mobilfunkantennen zu gesundheitlichen Problemen führt».
    Mit dieser Haltung ist doch der Fortschritt gesichert.
    Ob Noser ein potentiell giftiges Produkt konsumieren würde, bevor seine Unschädlichkeit zweifelsfrei belegt ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber er ist Politiker, und die sind (wie die Mäuse im Test) nicht mit normalen Menschen zu vergleichen.
  • Bowell 03.06.2016 18:52
    Highlight Highlight Witzig. Testet man Medikamente an Mäusen, schreien alle, dass man Mäuse nicht mit Menschen vergleichen kann. Testet man Handystrahlung an Ratten wirds gleich 1:1 auf den Menschen umgemünzt...
    • Nietram 04.06.2016 08:58
      Highlight Highlight Wenn «alle» schreien würden, gäbe es keine Tierversuche.
    • Datsyuk * 04.06.2016 11:20
      Highlight Highlight Wer schreit denn? Denn meisten Leuten ist es egal.
    • Bowell 04.06.2016 11:38
      Highlight Highlight Moment, versteht mich nicht falsch. Ich kritisiere, dass Tierversuche von der Gesellschaft (bzw. von Kommentatoren/innen hier bei Watson) nur selektiv ernstgenommen werden. Die Versuche per se haben durchaus ihre Rechtfertigung, sofern sie korrekt und nach aktuellen Bestimmungen durchgeführt sind. So sind Tierversuche z.Bsp. für preklinische Studien unabdingbar und nach sorgfältiger Güterabwägung auch ethisch vertretbar.
  • Ratert 03.06.2016 16:04
    Highlight Highlight Hatten die männlichen Ratten kleine Handys an ihren Eiern? Diese Ergebnisse interessieren Mann.
  • Der Tom 03.06.2016 14:03
    Highlight Highlight Wenn ein Gerät besseren Empfang hat, wird doch die "Strahlung" geringer. Also spricht die Studie doch eher für eine Erhöhung der Antennenleistung? Oder verstehe ich das falsch? Entscheidend ist das Gerät am Ohr und nicht die Antenne irgendwo auf einem Dach.
    • lucasm 03.06.2016 23:53
      Highlight Highlight ja ist so, nur begreiffen das die meisten nicht und bekämpfen neue antennen, dass ihr handy dann stärker strahlt, um gerade noch empfang zu haben geht gerne vergessen.
    • Nietram 04.06.2016 08:41
      Highlight Highlight Aber immerhin kann man auf das Handy verzichten, wenn man denn will. Auf die Antennen aber leider nicht – die sind für alle da. Das sollte auch einem student94 klar sein.
    • Tiny Rick 04.06.2016 09:08
      Highlight Highlight Das ist absolut richtig. Nur begreifen das die wenigsten
    Weitere Antworten anzeigen
  • bangawow 03.06.2016 14:01
    Highlight Highlight Ach, das ist den Menschen doch egal. Wir wissen schon so vieles, was man besser..., ach, es ist uns egal. 1 Artikel und es ist vergessen.
  • M. Arx 03.06.2016 13:42
    Highlight Highlight Wenn es wirklich Krebs bei Menschen verursachen würde, hätten wir seit den 90ern einen markanten Anstieg bei solchen Erkrankungen feststellen müssen. Die Prävalenz blieb aber stets konstant...
  • EvilBetty 03.06.2016 13:12
    Highlight Highlight Wow. Ratten kriegen Krebs? Was war nochmal Todesursache Nr.1 bei Ratten? Ah ja, Krebs.
    • Patrick Felder 03.06.2016 13:20
      Highlight Highlight Der Begriff "Kontrollgruppe" sagt ihnen was?
    • EvilBetty 03.06.2016 13:55
      Highlight Highlight Ja, ich lese aber nix von einer Kontrollgruppe...
    • EvilBetty 03.06.2016 13:58
      Highlight Highlight OK, im Tagi steht's 😉
  • pamayer 03.06.2016 12:09
    Highlight Highlight schon vor 15 jahren wurde geltend gemacht, dass mobilfunkstrahlen ein krebsrisiko sind. us-manager, sehr-viel-telefonierer, die an krebs erkrankten, konnten damals rechte entschädigungssummen vor gericht erstreiten.
    irgendwann wurden die kritiker ruhiger und man vergass ob den tollen vorzügen des 4G das kleingedruckte. nun kommt's wieder...
  • rabatt13 03.06.2016 12:08
    Highlight Highlight noch zwei ergänzungen: laut TA waren weibliche ratten nicht von einem höheren krebsbefall betroffen, ausserdem lebten die tiere in der kontrollgruppe ohne strahlung deutlich kürzer
    • cerritus 03.06.2016 12:43
      Highlight Highlight aber das ist ja NUR ein Neben-Detail 🤐

«Ich ass krankhaft gesund»: Wenn der Zwang nach gesunder Ernährung krank macht

Nur ausgewählte Lebensmittel, nur bestimmte Hersteller, alles bis aufs letzte Gramm abgewogen. Aus dem Wunsch, sich gesund zu ernähren, wurde bei Nils Binnberg ein Zwang. Er litt jahrelang an Orthorexie.

Auf dem Höhepunkt seiner Suche nach dem perfekten Ernährungsstil wog Nils Binnberg bei einer Grösse von 1.85 Metern noch 68 Kilo und nahm nur noch fünf Lebensmittel zu sich: Räucherlachs, Avocado, Fleisch, Salat und ein paar Nüsse.

Über die Jahre hatte er sich immer strengere Ernährungsregeln auferlegt: alle Produkte mussten bio, gluten- und zuckerfrei sein, mussten leistungssteigernde Eigenschaften haben. Kohlenhydrate ass der damals 37-Jährige schon seit sieben Jahren nicht mehr.

All dies tat …

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