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Der Bund warnt vor diesem «Schweizer» Online-Shop 🇨🇭💀



Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) warnt vor einem intransparenten Online-Shop für Kosmetik- und Schönheitspflegeprodukte. Personen hätten Waren erhalten, ohne dafür eine Bestellung ausgelöst zu haben. Auch würden zusätzliche Gebühren verrechnet.

Seit einiger Zeit seien beim SECO vermehrt Meldungen über den Onlineshop www.stylelux.ch eingegangen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Website wird durch das dänische Unternehmen Lux International Sales ApS betrieben.

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«Vorsicht vor intransparentem Online-Shop», warnt der Bund. screenshot: stylelux.ch

Der Konzern missachtet laut SECO die für Online-Shops geltenden Transparenzbestimmungen im Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Danach müssen Kunden darauf hingewiesen werden, wie weit der Bestellvorgang fortgeschritten ist. Blosses Surfen auf einer Website oder die Eingabe der Personalien für ein Kundenkonto dürften noch keine Bestellung auslösen.

Mängel stellt das SECO auch bei der Bekanntgabe des Preises fest. In den vorliegenden Fällen hätten gut lesbare Hinweise gefehlt, wonach der Versand der Ware aus dem Ausland zu zusätzlichen Zollgebühren und der Schweizer Mehrwertsteuer führe.

Das Seco schreibt

«Der vorliegende Online-Shop ist mit Preisen in Schweizer Franken und einer .ch-Domain respektive einem Landeshinweis ‹CH› speziell auf Konsumenten und Konsumentinnen in der Schweiz ausgerichtet. Gemäss der Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen (PBV) muss deshalb der tatsächlich zu bezahlende Preis bekanntgegeben werden. Im genannten Fall erfolgt der Versand der Ware aus dem Ausland. Beim Grenzübertritt können für den Konsumenten und die Konsumentin zusätzlich die Schweizer Mehrwertsteuer sowie Zollgebühren und Verzollungskosten anfallen. Vorliegend fehlen jedoch leicht sichtbare und gut lesbare Hinweise zu diesen Kosten sowie detaillierte Ausführungen zu deren Berechnung. Zudem müssen allfällige Gebühren für die Rechnungsstellung, Kreditkartenkosten für Auslandtransaktionen und Fremdwährungsumrechnungen sowie Versandkosten zweifelsfrei angegeben werden.

Auf der Seite www.stylelux.ch wird diesen Erfordernissen nicht genügend nachgekommen. Insbesondere fehlt es an der vollständigen Zusammenfassung der Bestellung, an der Möglichkeit, diese zu korrigieren, an der korrekten Angabe des Endpreises sowie an Hinweisen auf mögliche Zollgebühren, Verzollungskosten und die Schweizer Mehrwertsteuer.»

quelle: seco

(dsc/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Homes8 29.12.2016 08:18
    Highlight Highlight Man kann die Annahme und Bezahlung von Mwst.& Gebühren eines nicht bestellten Paketes verweigern.
  • Siebenstein 28.12.2016 15:02
    Highlight Highlight Der Schweizer Onlinehandel ist für mich, ausser bei Unterhaltungselektronik, einfach nicht existent.
    Da bestelle ich Pflege- und Kosmetikartikel lieber in Ausland mit ausländischer Lieferadresse.
  • The Writer Formerly Known as Peter 28.12.2016 14:57
    Highlight Highlight Krass! Betreibe selber einen Online Shop. Wenn sogar das SECO vor dem Shop warnt, würde ich mich mal hintersinnen. Kann definitiv nicht gut für das Geschäft sein.
  • http://bit.ly/2mQDTjX 28.12.2016 11:25
    Highlight Highlight Ich habe die Angaben des SECO überprüft. Stylelux ist höchstens das Versäumnis vorzuwerfen, ihre schweizer Kunden betr. den schweizer Zoll aufzuklären. Alles andere macht Stylelux mE. korrekt. Insbesondere weist Stylelux klar aus, dass sie eine dänische Firma unter dänischem Recht ist.

    Es ist verständlich, wenn eine dänische Firma im zollfreien Europa nicht damit rechnten, noch auf sowas Veraltetes wie einen schweizer Zoll zu stossen.

    Es scheint mir sonderbar, dass eine einzige namentlich genannte Firma vom SECO derart an den Pranger gestellt wird.

    Ist das die neue schweizer Handelspolitik?
    • James Blond 28.12.2016 11:39
      Highlight Highlight Wer einen schweizer Onlineshop betreibt und eine schweizer Domain registriert hat sich mit den rechtlichen Thematiken auseinanderzusetzen. Das trifft auch auf schweizer Shops die in die EU liefern zu, dann haben die Buttons bestimmte Labels zu haben, die Kunden können alles bis auf Spezialanfertigungen retournieren usw.
    • Abdul der Klappstuhl 28.12.2016 11:50
      Highlight Highlight Nee, ich denke die SECO hat da schon recht eine Firma an den Pranger zu stellen, wenn sie mir einfach Päckchen schickt, welche ich nie bestellt habe mit Gebühren und Unkosten...
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.12.2016 11:58
      Highlight Highlight Soweit ich das beurteilen kann, sind die Buttons deutlich und unmissverständlich gekennzeichnet, und Stylelux scheint die EU-Richtlinien auch bezüglich des Rückgaberechts ohne weiteres zu befolgen. Ich sehe das keine Irreführung.

      Natürlich wär's schön, wenn die Firma die schweizer Kundschaft auch auf die schweizer Zollbestimmungen und auf die schweizer Posttarife (für allfällige Rücksendungen) hinweisen würde.

      Aber muss das SECO wirklich wegen eines solches Versäumnisses eine einzelne Firma rauspicken, derart durch den Schmutz ziehen und ihr Geschäft vermiesen? Ich finde das sehr seltsam.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sämuu 28.12.2016 11:06
    Highlight Highlight Merci für die Info👍🏻

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