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Microsoft Word auf Samsung-Smartphone

«Microsoft Office» ist die am stärksten verbreitete Bürosoftware. Und die Gefährlichste. Bild: Shutterstock

Europa im Würgegriff? So schlimm ist die Abhängigkeit von Microsoft

Statt auf Open-Source-Software setzen Verwaltungen auf den Quasi-Monopolisten Microsoft. Die wirtschaftlichen Folgen haben unabhängige Journalisten untersucht. watson hat in der Schweiz nachgehakt.



Das Wichtigste in Kürze

Erschreckende Resultate

Die Ergebnisse seien in verschiedener Hinsicht beunruhigend, fasste der deutsche «Tagesspiegel» in einem am Montag publizierten, ausführlichen Bericht mit dem Titel Europas fatale Abhängigkeit von Microsoft zusammen:

  1. Die Abhängigkeit der Staaten von Microsoft verursache stetig steigende Kosten. Jahr für Jahr kassiere das Unternehmen allein für die Verteilung von Programm-Kopien an die 50 Milliarden Dollar an Lizenzgebühren.
  2. Die Abhängigkeit blockiere den technischen Fortschritt in den staatlichen Behörden.
  3. Die Abhängigkeit untergrabe systematisch das europäische Beschaffungs- und Wettbewerbsrecht.
  4. Mit der Abhängigkeit einher gehe ein erdrückender politischer Einfluss des US-Konzerns in Europa.
  5. Microsoft instrumentalisiere Schulen und Universitäten ungehindert für sein Marketing. Dies sei «das klassische Drogendealer-Modell», urteilte ein Experte. Bis die Kunden abhängig seien, kriegten sie den «Stoff» gratis.
  6. Die Abhängigkeit von Microsoft setze die staatlichen IT-Systeme samt den Daten ihrer Bürger einem hohen technischen und politischen Sicherheitsrisiko aus.
«Viele staatliche Verwaltungen sind so abhängig von diesem einen Anbieter, dass sie nicht mehr die Wahl haben, welche Software sie nutzen wollen.»

Der Informatiker und Jurist Martin Schallbruch, der bis 2016 Abteilungsleiter für Informationstechnik und Cybersicherheit im deutschen Bundesinnenministerium war. quelle: tagesspiegel

Ok, schlimm für die EU. Aber was ist mit der Schweiz?

watson hat bei einem Microsoft-kritischen Wissenschaftler nachgefragt: Matthias Stürmer leitet an der Universität Bern die Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit. Der EVP-Politiker amtet als Geschäftsführer der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit und setzt sich für Open-Source-Softwares ein.

Die Abhängigkeit von Microsoft sei auch in der Schweiz riesengross, konstatiert der Experte und erinnert an ein folgenschweres Gerichtsurteil in Zusammenhang mit der Beschaffung von Microsoft-Software beim Bund: 2011 unterlagen Open-Source-Anbieter vor Bundesgericht mit einer Beschwerde gegen einen 42-Millionen-Deal. Seither habe die Verwaltung «einen Freipass, Microsoft-Produkte einzukaufen, wie es ihr beliebe».

Es geht auch anders

In einigen Wirtschaftssektoren folge die professionelle Software-Entwicklung längst einem nachhaltigen Prinzip, hält der Tagesspiegel fest. Google oder Siemens etwa arbeiteten in erster Linie mit «Open-Source»-Programmen, also mit Softwares, deren Quellcode offengelegt und mit anderen geteilt wird. Jeder Programmierer und jede Firma dürfe die Open-Source-Software verwenden. Gleichzeitig müssten diese Nutzer ihrerseits alle Verbesserungen, die sie vornehmen, öffentlich zugänglich machen. «So können die Unternehmen zwar mit dem Verkauf solcher Softwares kein Geld verdienen. Gleichzeitig aber nutzen sie die Arbeit von Programmierern rund um die Welt, ohne dafür bezahlen zu müssen.» Sprich: Es profitieren alle, nicht nur ein Quasi-Monopolist.

Pikantes Detail: Das Bundesgericht setzt seit jeher bewusst auf Microsoft-Alternativen. Für das oberste Gericht sei wichtig, die Langlebigkeit der Akten zu garantieren, hält Matthias Stürmer fest. Dieses Ziel sei nur durch den offenen Standard Open Document Format (ODF) zu erreichen. Zunächst hätten die Juristen StarOffice genutzt, seit einigen Jahren OpenOffice.org

«Viele sehen Microsoft als Gott-gegeben an, was ja völlig absurd ist.»

Als zynisch bezeichnet der Wissenschaftler die gängige Praxis beim Bund und anderen öffentlichen Stellen – wie etwa den Kantone Graubünden und Solothurn – «offene Ausschreibungen» für Microsoft-Produkte zu machen. Diese so genannten «In-Brand Wettbewerbe» seien ein Witz. Denn bei den Lizenz-Verkäufern herrsche logischerweise kaum Wettbewerb, da sie ihre Lizenzen alle beim Hersteller, also Microsoft, einkaufen müssten.

In der EU herrscht die gleiche (fragwürdige) Vergabepraxis

«(...) Das sei etwa so, als wenn der Staat den Kauf von Autos nur unter den Händlern von Volkswagen ausschreibe, spottet der niederländische Jurist Matthieu Paapst, der die Software-Beschaffung der öffentlichen Hand für seine Doktorarbeit an der Universität Groningen untersucht hat. Sein Fazit: ‹Die Praxis, Microsoft-Produkte für die öffentliche Verwaltung ohne offene Ausschreibung zu beschaffen, bricht das geltende EU-Recht.›»

quelle: tagesspiegel

Damit geht's zurück in die Schweiz:

Einzig in der Stadt Bern forme sich Widerstand gegen Microsoft, hält Matthias Stürmer fest. Dort habe der Stadtrat letztes Jahr einen 843'000-Franken-Kredit genehmigt, um das Potenzial von Open-Source-Software (OSS) zu ergründen.

Noch gebe es aber auch in Bern viele Abhängigkeiten zu Microsoft, so dass mehr als fraglich sei, ob die Stadt selbst bei so einem Kredit «aus der Mangel von Microsoft» komme.

Und auf nationaler Ebene?

Er erhoffe sich sehr, dass die neue Open-Source-Strategie der Bundesverwaltung die Situation verbessere, sagt Stürmer. Bis 2018 soll der Bundesrat einen Plan vorlegen, respektive vorgeben, wie sich die Schweizer Behörden mittelfristig von der Abhängigkeit von Microsoft-Produkten lösen können.

Laut Stürmer muss sich dafür zunächst einmal das Bewusstsein einstellen, dass eine derartige Abhängigkeit von einem einzelnen übermächtigen Anbieter überhaupt ein Problem ist – denn das sei noch längst nicht überall der Fall. «Viele sehen Microsoft als Gott-gegeben an, was ja völlig absurd ist.»

Warum sind Microsoft-Programme gefährlicher als Open-Source-Software?

Es sei kein Zufall, dass alle grossen Hackerangriffe auf staatliche europäische Institutionen in den letzten Jahren stets über Sicherheitslücken in Microsoft-Programmen erfolgten, hält der Tagesspiegel fest. Microsoft-Programme seien komplex (im Vergleich mit der Open-Source-Konkurrenz) und verwundbar. Insbesondere die Bürosoftware («Office») und die damit hergestellten Dateien seien das wichtigste Einfallstor für Cyberattacken.

Dazu passen aktuellen Meldungen über eine manipulierte «Word»-Datei, die das Dridex-Botnet verbreitet und Windows-Computer mit einem Banking-Trojaner infiziert.

«Betroffen sind alle gängigen Versionen des Textverarbeitungsprogramms, inklusive der aktuellsten Variante für Windows 10. Der Fehler in Word erlaubt es Angreifern, ausführbaren Code in Word-Dokumenten zu verschicken. Wird die manipulierte Datei geöffnet, wird eine Verbindung zu einem Server hergestellt, der von den Angreifern kontrolliert wird.»

quelle: futurezone.at

Word-Nutzer sollten derzeit besonders misstrauisch sein bei Mails: Textdokumente sollte man nur öffnen, wenn die Quelle absolut vertrauenswürdig ist. Und man sollte die Office-Software sofort aktualisieren! Microsoft hat am Dienstag einen «Patch» veröffentlicht, um die Sicherheitslücke zu schliessen.

Was sagt Microsoft?

Microsoft wollte keine der vom Recherche-Netzwerk gestellten Fragen beantworten und verweigerte eine Stellungnahme.

watson hat bei der Schweizer Vertretung des US-Konzerns angefragt. Die Antwort steht aus und wird hier nachgeliefert.

Update: Microsoft Schweiz hat bis heute (27. April) nicht auf die Medienanfrage geantwortet.

Aufschlussreiche Videos

Die Stadt München setzte jahrelang auf Open-Source-Software, und will nun in die Arme «des Monopolisten» Microsoft zurückkehren. Was steckt dahinter?

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Video: YouTube/Investigate Europe

So tönt es aus Rom...

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Video: YouTube/Investigate Europe

Fragen & Anregungen

Der Autor beantwortet gerne Fragen und reagiert auf begründete Kritik. Die Spielregeln für User-Kommentare sind in diesem Beitrag zu finden.

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • danibi 13.04.2017 14:14
    Highlight Highlight Besser Microsoft als Apple..! (schwacher Trost, ich weiss ; )
    5 5 Melden
  • dracului 13.04.2017 08:01
    Highlight Highlight Mit den Homecomputern und den PCs erhielten die einfachen Leute, auch in Unternehmen, Möglichkeiten ihre Automationen einfach und günstig und ohne Kniefall vor der den Königen in den Informatikabteilungen als Access-DB, Excel-VBA oder ähnlichen Werkzeugen mit MS Office abzubilden. Heute gibt es gigantisch viele MS Office-Macros/Apps und Dateien, worin hauptsächlich die Abhängigkeit von MS beruht. Mit der Zunahme von mobilen Geräten kam MS kurzfristig ins Wanken. Heute ist "MS Office" längst auf allen Geräten (iOS, Android) vorhanden und der Geldfluss nach Redmond damit wieder gesichert.
    1 2 Melden
  • Hierundjetzt 12.04.2017 20:38
    Highlight Highlight Ich bin nur teilweise glücklich, dass sämtlich Industriekonzerne und Krafwerke mit DOS bzw Windows laufen. Andererseits gibts auch keine Konkurrenz. Apple hat da rein gar nichts zu melden in der Industrie, da sie keine Steuerungen anbieten können (Unix ist nur für schön und lustig, nicht für seriöses Arbeiten) und sorry Linux: in einer Giesserei von Industriestahl? Oder Wasserkraftwerk in den Alpen? Ernsthaft jetzt?
    3 19 Melden
    • Nico Rharennon 13.04.2017 07:39
      Highlight Highlight Ich arbeite in einem KMU in einer Elektronik-Fertigung für Messgeräte. Wir haben da diverse Testsysteme, welche unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Alle Systeme ausser eines laufen unter Windoof, eines unter Linux. Die Linux-Kiste ist jetzt 10 jährig, rate mal, welche Anlage noch nie ausgestiegen ist. Richtig, die Anlage mit Linux.
      Deshalb ganz klar: auf jeden Fall würde ich eine Giesserei oder ein Wasserkraftwerk mit Linux steuern!
      17 2 Melden
    • Hierundjetzt 13.04.2017 08:00
      Highlight Highlight Und wer garantiert Euch, dass der flotte 🐧 auch in Zukunft funktioniert? Wer, dass sämtliche Funktionen auch in Zukunft erhältlich sind? Wasserkraft und Schwerindustrie ist auf 80-100 Jahre geplant. Das ist keine lustige Bank, die auf 3 Monate Sicht läuft 😏
      2 15 Melden
    • Nico Rharennon 13.04.2017 12:32
      Highlight Highlight Hierundjetzt, niemand garantiert das. Aber ich kann meinem Vorgesetzten etwas garantieren und zwar, dass die Windows-Maschinen regelmässig aussteigen werden. Mit allem was dazu gehört. Wie du auf "lustige Bank" kommst, weiss ich jetzt in dem Zusammenhang nicht, wir produzieren durchaus Geräte mit einer Lebensdauer > 10 Jahre. Wenn du mir jetzt erzählst, dass ein Wasserkraftwerk oder eine Giesserei ihre EDV-Systeme in 80-100 Jahren nicht updaten, dann muss ich ganz allgemein an deiner Kompetenz zu dem Thema zweifeln.
      10 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Billy 12.04.2017 20:31
    Highlight Highlight Microsoft steuert am meisten Code bei für Open Source. 1/3 Server in der Microsoft Cloud läuft auf Linux. Microsoft freut es wenn Kunden Open Source Software nutzen und die Firma bietet all diesen die Möglichkeit diese auf der Azure Cloud laufen zu lassen. Die Nr. 1 auf github zeigt auf dieser Seite was alles im Bereich OSS mitgestaltet wird: https://opensource.microsoft.com/ ... wurden solche Sachen bei der Recherche berücksichtigt?
    10 3 Melden
  • Midnight 12.04.2017 15:22
    Highlight Highlight Es ist mir ein Rätsel, weshalb MS Office immer noch als das Mass aller Dinge gilt. Auf Windows leuchtet mir das noch so halbwegs ein. Wenn man allerdings mit Macs arbeitet, wird schnell klar, dass einfach jede irgendwie erdenkliche Office-Lösung besser ist als die von Microsoft. Das Office ist megateuer, läuft aber mehr schlecht als recht, hat Fehler ohne Ende, ist viel zu langsam, braucht viel zu viele Ressourcen, vermisst wichtige Features (welche in der Win-Version aber vorhanden sind), bleibt regelmässig hängen, hält sich nicht an die Struktur des Dateisystems... Es ist die Hölle!
    16 36 Melden
  • pedrinho 12.04.2017 15:20
    Highlight Highlight Die gleichen diskussionen und argumente (80 kommentare) hoere ich bereits seit 30 jahren und ich befuerchte es wird sich nie was daran aendern (lassen).

    7 7 Melden
  • joe155 12.04.2017 14:29
    Highlight Highlight Open-Source ist toll, hat jedoch als riesigen Nachteil, dass bestehende Funktionalität einer Software nicht zwingend bestehen bleiben muss. Dies wird auch im Artikel erwähnt. Als Beispiel: In der Software gibts ein wichtiges Feature, welches ich verwende. In Open-Source Software garantiert niemand dafür, dass dieses Feature weiterhin bestehen bleibt. Bei gekaufter Software kann ich selber Einfluss auf den Hersteller nehmen, bzw. garantiert mir dieser den Erhalt. Kundensupport bei Open-Source gibts übrigens auch keinen. Darum macht gekaufte Software in Firmen / Verwaltungen durchaus Sinn.
    20 24 Melden
    • Midnight 12.04.2017 15:17
      Highlight Highlight Das stimmt so nicht ganz. Open-Source ist nicht gleich gratis. Für viele Open-Source Lösungen gibt es bestimmte Supportpakete, welche gerade für solche Kunden wichtig sind. Zudem gibt es für viele Lösungen sogenannte LTS-Versionen, welche einen bestimmten Funktionsumfang für eine bestimmte Zeit garantiert. Und was den Einfluss angeht: Bei Open-Source ist, wie der Name schon sagt, die Quelle offen. Man muss also keinen Einfluss auf den Hersteller nehmen, sondern kann das Produkt direkt beeinflussen (sofern man denn die nötigen Fähigkeiten hat). Auch eine Kombination von beidem geht.
      16 5 Melden
    • joe155 12.04.2017 21:04
      Highlight Highlight Open-Source muss per se immer gratis sein. Sollte jemand für ein Open-Source Produkt Geld verlangen, könnte jemand anderes den Code kopieren und diesen gratis verwenden - dies macht keinen Sinn. LTS-Versionen existieren, ja, aber auch diese sind abhängig von der Entwicklung der Community. Heisst, in gewissen Fällen kann die Haltbarkeit der Software herausgezögert werden, gelöst ist das Problem aber nicht. Und: Direkt auf das Produkt Einfluss nehmen ist nur für Entwicklerfirmen eine Option - für sämtliche Firmen, die keinen Zugang zu Informatikwissen haben, ist dies nicht möglich.
      3 2 Melden
  • whatthepuck 12.04.2017 13:41
    Highlight Highlight Nur alleine in Bern fast 1 Mio. nur schon um das Potenzial von Open-Source-Software zu ergründen. Et voila.

    Man hat wohl den Zeitpunkt verpasst, wo man noch kostengünstig hätte abspringen können. Aber vor 10-15 Jahren gab's wohl auch noch nicht soviel praktische und taugliche Open-Source-Software, die sich für Verwaltungen im grossen Stil geeignet hätte. Die Entwicklung ist in sofern nachvollziehbar.

    Und wenn die Leute Microsoft-Produkte nutzen wollen, weil diese bekannt sind und sich als tauglich erwiesen haben, wo ist dann das Problem?
    20 17 Melden
    • NotWhatYouExpect 12.04.2017 14:23
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass man sich davon abhängig macht.

      Wenn Microsoft hops geht oder irgend was passiert womit man Microsoft nicht mehr nutzen dürfte wären alle am Arsch.
      6 17 Melden
  • dergraf 12.04.2017 12:34
    Highlight Highlight Es ist schon einige Jahre her, seit ich Schulpfleger war und das Informatikprojekt an der Schule begleitete.
    Die Lehrerschaft wollte unbedingt MS-Office, weil man es kenne (flexibel?)...
    Damals hiess OpenOffice noch StarOffice. Es hat(te) aber alle Komponenten, die von der Lehrerschaft gefordert wurden: Texteditor, Tabellenkalkulation, Grafikeditor. Gegen den Willen der Lehrerschaft fiel die Wahl auf StarOffice. Die Lehrerschaft ging auf Kinderniveau: bei jeder Kleinigkeit gab's Anrufe, StarOffice funktioniere nicht etc.
    Nach meinem Weggang stierte die Lehrerschaft MS-Office durch ...
    37 20 Melden
    • Barracuda 12.04.2017 15:27
      Highlight Highlight Schön, das ist ihre (einseitige) Sicht. Ob jetzt das ebenso sture Durchsetzen der Star Office Lösung nun wirklich schlauer war, wird damit nicht beantwortet.
      27 9 Melden
    • Neruda 12.04.2017 22:50
      Highlight Highlight Nutzer sind so... 0 Willen sich weiterzubilden... Werden schliesslich fürs Arbeiten bezahlt, da sollen sie sich gefälligst an den Arbeitgeber anpassen...
      4 2 Melden
  • Thom Mulder 12.04.2017 12:09
    Highlight Highlight Eine wichtige Diskussion. Das sagte ich schon vor 20 Jahren. Hätte jeder sich schon früher bemüht unabhängig zu werden, wenigstens im öffentlichen Sektor, wo ich es für ein absolutes Muss halte ausschliesslich Linux und Opensource zu nutzen, dann gäbe es die MS Dominanz inzwischen nicht mehr. Ausreden gibt es keine. Die Vorurteile "OSS ist zu wenig ausgereift" greifen schon lange nicht mehr, denn es geht vor allem um das Office-Paket. Gerade dessen Alternativen sind sehr ausgereift und haben gravierende Vorteile gegenüber MS Office.
    30 20 Melden
  • Pflichtfeld 12.04.2017 12:03
    Highlight Highlight Das wirkliche Problem ist: Auf OS Eben gibt es keinen Markt, da es nur 2 Player gibt: MS und Apple. Linux ist faktisch für Desktop nicht geeignet, da es kein homogenes System sondern ein Sammelsurium von verschiedensten Tools ist.

    Europa/CH hat sich dies selbst zuzuschreiben: kein Unternehmerdenken, kein Innovationsdenken, keine Startup-Kultur. Silicon Valley hätte genauso gut in Zürich entstehen können, die ETH hatte dazumal mit Prof. Wirth wesentliche Basisarbeit geleistet, Konrad Zuse - eines der Informatik Urgesteine - war aus Berlin. etc.
    41 21 Melden
    • Knut Atteslander 12.04.2017 13:32
      Highlight Highlight 1) Linux soll nicht für Desktop geeignet sein? So ein Schwachsinn. Gnome3 ist der beste Desktop, den es je gab. Gerade für Technik-ferne Computereinsteiger.
      2) Die Schweiz ist viel zu konservativ für ein Silicon Valley. In der Schweiz werden lieber etablierte Grosskonzerne mit Steuervergünstigungen geködert als Startups.
      38 15 Melden
    • Pflichtfeld 12.04.2017 13:55
      Highlight Highlight Weil Gnome3 so ein super Desktop ist und so viele Programme so ausgezeichnet darauf harmonieren, ist der Marktanteil im Consumerbereich auch dermassen hoch. </sarkasmus>

      Ich find Linux auch super, es bietet für Nicht-Spezialisten eben einfach nicht die Homogenität und Einfachheit in der Gesamt-User-Experience wie ein Mac oder Windows-Computer. Da geht es nicht nur um das OS alleine, sondern um alles was dazugehört (wie z.B. die Kamerasoftware, die zu meiner Kamera mitgeliefert wird und auf dem Ding nicht läuft...). Ich sage nicht, dass das fair ist.
      12 12 Melden
    • Knut Atteslander 12.04.2017 14:30
      Highlight Highlight Von fairness spricht auch niemand. Fakt ist; ein Linux Desktop ist auch, wenn nicht sogar besser, für Einsteiger geeignet. Die meiste Consumer Hardware läuft auch unter Linux. Sämtliche Systemeinstellungen lassen sich mit den Graphischen Werkzeugen anpassen, einheitlich und zentral (im Gegensatz zu Windows 10 ;) )
      Zur Kamerasoftware, wer braucht den Kamerasoftware... Meist sind das doch eh nur Schundprogramme mit einer hässlichen Oberfläche.
      10 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pflichtfeld 12.04.2017 11:57
    Highlight Highlight Kommerzielle Software ist meist einfach ausgereifter. Das liegt eben daran, dass ein Productmanager da ist, der bezahlt ist und die Programmierer ebenfalls bezahlt sind und auch nicht intrinsisch motivierte Arbeiten erledigen. Bei OSS ist das oft nicht der Fall. Grosse Firmen investieren zwar auch in OSS, können das aber nur finanzieren da sie die anderen Pakete kommerziell verkaufen (z.B. Oracle -> MySQL, Apple -> WebKit etc.)
    24 18 Melden
    • @schurt3r 12.04.2017 12:08
      Highlight Highlight Aus dem Tagesspiegel-Bericht: Wenn man einen einfachen Text von 5500 Zeichen nimmt...

      «In der aktuellen Version von 'Microsoft Word' füllt der in der zugehörigen Datei enthaltene Code 390 Seiten. Im offenen Format 'Open Document Text' sind es dagegen gerade mal elf Seiten.»

      OSS ist schlanker und durchschaubar = kontrollierbar. Proprietäre Software ist es nicht. Siehe aktuelle Malware-Attacke per Word-Dokument.
      28 38 Melden
    • Pflichtfeld 12.04.2017 12:15
      Highlight Highlight Das stimmt nicht. OSS ist per se in keiner Weise schlanker. Schlank hat mit Anzahl Features, Lebensdauer (Legacy, Abwärtskompatibilität), Code Style, Architektur und Genialität der Softwareentwickler zu tun. Es ist in keiner Weise ein OSS Feature. Ich kenne haufenweise OSS-Projekte, die das blanke Chaos sind. Es gibt im Gegenzug absolut geniale und wunderbar programmierte kommerzielle Software. Meist bekommt man den Code natürlich nicht zu sehen. Das Office-Format von MS ist nicht so toll, das von OO ist aber auch nicht grad mega läss.
      25 16 Melden
    • Pflichtfeld 12.04.2017 12:24
      Highlight Highlight Noch was: OSS = kontrollierbarer? Durch wen denn? Sicher nicht durch den Endanwender. Anstelle einer Firma entscheidet einfach der Eigentümer des Code-Repositories was rein kommt und was nicht. Ich stelle oft fest, dass bezüglich OSS eine romantische Vorstellung herrscht, dass hier in einer demokratischen Art und Weise in einem harmonischen Prozess Software entstehen würde. Das ist aber überhaupt nicht so. OSS wird in sehr vielen Fällen genauso hierarchisch entwickelt, so z.B. auch der Linux Kernel. Es gibt bei OSS grundsätzlich die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, nicht ein Recht dazu.
      20 15 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 12.04.2017 11:15
    Highlight Highlight Ich kenne viele CIOs, Leiter IT, Projektleiter IT etc., die unbesehen ausschliesslich Microsoft propagieren. Bringt man schon nur den Begriff Open Source ins Spiel, wird dies unmittelbar als unbrauchbar bezeichnet. Da wird dann mit "alternativen Fakten" jongliert bis man eh genug hat.
    Woher kommt diese MS-Besessenheit? Ich weiss es nicht. Aber ich kenne den Aufwand und die Kosten, die neue MS-Versionen jeweils verursachen. Die sind enorm, werden aber einfach als unausweichlich akzeptiert.
    23 23 Melden
    • Donald 12.04.2017 12:03
      Highlight Highlight Naja, es verursacht aber auch Kosten umzusteigen. Ganz abgesehen davon, dass die Anwender sturmlaufen, weil sie etwas Neues lernen müssen. Damit will ich die Entscheidungen nicht verteidigen, aber das sind eben auch gewichtige Faktoren.
      27 6 Melden
    • pedrinho 12.04.2017 14:49
      Highlight Highlight Woher kommt diese MS-Besessenheit?

      Der projektleiter (etc) darf keine fehler machen, geht was schief kann er sich mit den worten "ich habe die produkte des marktfuehrers verwendet" bestens aus allen schlingen ziehen. Macht er einen fehler wg. OSS heissts - klar doch haben wir von anfang an gewusst, warum setzt man auch solche leute auf solche posten.

      War nicht anders frueher bei rechenzentren, man nimmt IBM obwohl es besseres, stabiler und guenstiger gab.
      10 2 Melden
  • WeischDoch 12.04.2017 11:15
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach spielt hier auch der pure und nicht zu erklärende Neid eine Rolle. Ich meine nicht den Autor, sondern jede Person, die sich hierbei Gedanken macht. "Wieso sollten die alles beherrschen?" Sorry, aber sie bieten ein Gesamtpaket, das sich lohnt. Fertig. Sie haben es zur richtigen Zeit präsentiert. Sonst kann man ja auch über die zu gute Stellung von Apple, Adobe, Samsung, Intel, HP etc. motzen. Morgen mach ich eine Airline auf und motze wegen dem Meilen-Bündnis der StarAlliance.
    35 21 Melden
    • @schurt3r 12.04.2017 11:53
      Highlight Highlight Warum marktbeherrschende Unternehmen gefährlich sind?

      Sie verlangen überhöhte Preise. Und sie bremsen den technischen Fortschritt.

      Quelle: http://bit.ly/2oymHPH
      (FAZ, 2007)
      24 26 Melden
    • Thom Mulder 12.04.2017 12:11
      Highlight Highlight Ein Gesamtpaket, das sich lohnt? Sorry, aber Openoffice bzw. LibreOffice kann exakt dasselbe, ist aber flexibler, sicherer, gratis, unabhängig, adaptierbar, kontrollierbar u.a.m.
      22 24 Melden
    • @schurt3r 12.04.2017 12:51
      Highlight Highlight @Vrenelis Gärtli:
      Dann verwendest du also überhaupt keine Google-Software, weil sie gratis ist und darum UNSICHER?
      Ich denke, da werden dir einige ziemlich schlaue Köpfe aka Googler widersprechen ;-)

      Dass Quasi-Monopolisten den Fortschritt bremsen, ist wissenschaftlich untersucht/erwiesen.
      14 23 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • elivi 12.04.2017 11:14
    Highlight Highlight Lol klingt etwas dramatisch ... Die Welt wird noch nicht untergehen weil wir alle MS-Office benutzen.
    Warum benutzen fast alle MS Office? Nicht weil Microsoft einem zwingt, sondern vor allem weil sich viel zu viele weigern, was anderes zu lernen. Man könnte es enforcen, wenn sich jemand ganz oben trauen würde, sich für etwas anderes zu entscheiden.
    Aber ganz ehrlich... Die Welt geht nicht unter, nur weil MS Office nicht mehr da ist. Es ist was anderes wenn wir von Servern reden.
    26 7 Melden
  • Majoras Maske 12.04.2017 11:04
    Highlight Highlight Statt Word verwende ich Papyrus Autor und bin da sehr zufrieden.
    Noch besser wär aber wenn es für all die Adobe-Programme wie Illustrator endlich ein Opensource-Programm gäbe.
    13 14 Melden
    • Xeno 12.04.2017 11:16
      Highlight Highlight Für privaten bis semiprofessionellen Anspruch empfehle ich Gimp als OS-Alternative.
      13 6 Melden
    • Alnothur 15.04.2017 15:20
      Highlight Highlight Anstatt Illustrator gibt es etwa Krita oder Inkscape. Anstatt InDesign Scribus. Usw.
      1 1 Melden
    • Majoras Maske 15.04.2017 22:01
      Highlight Highlight Alnothur: Danke, klingt spannend und ich werde mir diese mal näher anschauen.
      Gimp kenne ich schon und das ist ganz gut.
      1 1 Melden
  • My Senf 12.04.2017 10:56
    Highlight Highlight Und noch ein Senf von mir. Alle wollen lieber den Porsche als den zB Dacia oder? Und wieso fahren alle Behörden auf VW? Hab noch nie einen Toyota Polizei-Bus gesehen obwohl der günstigster wäre oder es gibt ja auch Hyundai Busse! So, die einen beschäftigen eben Horden von Designer, Ergonomen und Psychologen. Die andern stellen eben einfach ein Produkt, das funktioniert, her...
    35 10 Melden
  • Mitz en place 12.04.2017 10:45
    Highlight Highlight Das Bundesgerich arbeitet seit 15 Jahren erfolgreich mit einem freien Office! Damit werden pro Jahr 200'000 Seiten Text produziert: http://www.digitale-nachhaltigkeit.ch/wp-content/uploads/2009/09/1_danielbrunner_de.pdf .

    Das DIP Genève (Département de l'instruction publique, de la culture et du sport), deren Primar- und Sekundarschulen arbeiten ausschliesslich mit freien Programmen und Betriebssystemen: http://icp.ge.ch/sem/gelibredu .

    Noch Fragen?

    http://icp.ge.ch/sem/gelibredu/projet-gelibredu/documents%20officiels/texte-fondateur zeigt die Hintergründe (leider nur auf französisch).




    20 17 Melden
  • My Senf 12.04.2017 10:17
    Highlight Highlight Okee es ist mal ein Anfang. Allerdings es gibt noch ganz andere Abhängigkeiten. Wieso haben zB alle Behörden HP oder Dell? Notabene beides US-Konzerne. Wieso nutzen alle Google und nicht zB DuckDuckGo? Und wieso nutzen die Behörden keine WP aber iPhone und Android, obwohl die Office Software von MS kommt? Weil die alle Verkaufsleiter haben! Wer verkauft denn OpenSource? 1 Mio. zur Evaluierung von OS in Bern? Und wer machts dann? Gibt es OS zertifizierte Unternehmen? Es braucht mehr als immer nur zu jammern und kritisieren. Von alleine ändert sich nichts!
    43 6 Melden
  • Wambolium 12.04.2017 10:14
    Highlight Highlight Es ist sicherlich empfehlenswert, auf Linux und Libre/Open Office anstatt auf Windows und MS Office zu setzen. Mit dem Verzicht auf MS-Programme können Lizenzkosten gespart werden und auch das IT-Netzwerk wird sicherer. Technisch gesehen bietet Linux ebenfalls Vorteile, so ist beispielsweise die Rechtevergabe auf Linux mittels sudo besser, die Programminstallation mittels einem Paketmanager komfortabler und PC müssen nach einem Update selten neugestartet werden. Die Stadt München machts vor, sie setzt nämlich schon seit einiger Zeit auf Linux und FLOSS.
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    • jaran17 12.04.2017 10:39
      Highlight Highlight Du meinst die Stadt München, die nach jahrelangem Desaster mit Open Source wieder zu Microsoft zurückkehren will?
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    • @schurt3r 12.04.2017 10:48
      Highlight Highlight Die Rückkehr zu Microsoft Windows ist es ein politischer Entscheid mit einem gewissen «Geschmäckle»...

      Laut unabhängigen Experten bestehen bei der städtischen IT grundsätzliche strukturelle Probleme, die es zu lösen gälte. Die Wahl des Betriebssystems sei nicht matchentscheidend...
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    • x4253 12.04.2017 12:52
      Highlight Highlight Hauptgrund weshalb die Politiker Limux als Disaster bezeichnen ist, dass sie keine eigenen Tools installieren können, und deshalb ihre eigenen privaten Notebooks für Amtsangelegenheiten nutzen.

      1. Hat auch ein hoher Beamter oder Politiker nichts an einem von der Stadt zur Verfügung gestelltem Rechner herumzufrickeln.

      2. Das Risiko eines Datenleaks wenn Dokumente auf den Privatrechner übertragen werden steigt massiv.

      Sprich: IT-Sicherheit schert mich einen Dreck, IT soll machen wie und was ich will, auch wenns kompletter Humbug ist.
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      12 4 Melden
  • PewPewPew 12.04.2017 10:09
    Highlight Highlight Und ich dachte mit Heartbleed sei der "OpenSource ist sicher"-Mythos endlich gestorben.

    Natürlich tauchen viel mehr Exploits für MS Office Produkte auf als für die Open Source Konkurrenz wenn es mehr potentielle Opfer dafür gibt. Je verbreiteter ein Produkt ist, desto lukrativer ist es, Schwachstellen darin zu finden, egal ob proprietär oder Open Source. Und solange die Open-Source-Alternativen den MS Office Produkten in Sachen Support, Funktionsumfang und Usability hinterherhinken, werden die MS Office Produkte weiterhin am beliebtesten sein.
    55 17 Melden
    • Alnothur 12.04.2017 10:51
      Highlight Highlight Sicher ist nichts, aber Opensource ist sicherer, gerade weil man eben nicht auf Firmen angewiesen ist für die Fehlersuche, und dadurch mehr Leute den Code sichten. Im Serverbereich hat Linux übrigens mit grossem Abstand den grössten Marktanteil, weeeit vor Windows Server.
      18 14 Melden
    • PewPewPew 12.04.2017 12:39
      Highlight Highlight Jetzt mal ehrlich, wie viele Leute nehmen sich die Zeit, um in Open Source Office Programmen nach Lücken zu suchen? Sogar in sicherheitsrelevanteren Applikationen bleiben die Bugs oft sehr lange unentdeckt.
      7 8 Melden
    • @schurt3r 12.04.2017 12:42
      Highlight Highlight @PewPewPew:
      Ja, jetzt mal ehrlich. Wie viele Kriminelle weltweit nehmen sich die Zeit, um in Microsoft-Produkten nach Sicherheitslücken zu suchen? 🤔
      6 28 Melden
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  • Elpolloloco 12.04.2017 10:08
    Highlight Highlight Sorry, aber ich glaube Unix (und Derivate) und Open Source Office Lösungen sind einfach noch nicht so weit, dass das Hinz und Kunz bedienen können. Windows kennen die meisten schon von zu Hause, drum ists einfacher. Ich bin kein Microsoft-Fan, aber eine breit einsetzbare Alternative gibts für mich nicht wirklich.

    Beispiel München: Stadtverwaltung stellte auf OpenSource um --> langes Gewurstel und Probieren --> teure wieder-Umstellung auf M$
    51 28 Melden
    • Blitzmagnet 12.04.2017 10:28
      Highlight Highlight Leider ist das so. Ich habe schon mehrmals privat OSS verwendet, sie ist leider bei Weitem nicht so benutzerfreundlich wie MS, insbesondere die Linux-Distributionen an sich. Für 08/15 Officeaufgaben komme ich mit Open Office klar.
      20 10 Melden
    • gnp286 12.04.2017 10:29
      Highlight Highlight Beim LiMux wars ja eher der politische Unwille respektive die diversen Räte und Mitarbeiter, welche nicht die nötige geistige Flexibilität an den Tag legten. Und ja, sobald halt irgend ein Problem ist, wirds aufs LiMux abgeschoben auch wenns garnichtsdamit zu tun hat.
      21 10 Melden
    • Alnothur 12.04.2017 15:51
      Highlight Highlight Hierzu eine ganz klare Empfehlung für OpenSUSE, ein absoluter Allrounder. Schon klar, dass viele andere Distributionen wie etwa Arch nicht für Anfänger gedacht sind, sondern für ein spezifisches Szenario.
      0 3 Melden
  • gnp286 12.04.2017 09:57
    Highlight Highlight OpenSource Software ist nicht per se sicher. Wenn überall LibreOffice eingesetzt würde, wäre über eine Lücke dieser Software ein Einstieg möglich. Man attackiert halt die lohnendsten Ziele und das sind halt diejenigen mit der grössten Verbreitung.

    Andere Frage: Alternativen? Linux? Ich bin zwar Fan davon, aber sobald eine grafische Oberfläche draufkommt gibts Probleme. Mac? Ach bitte... Doch nicht in einem Umfeld mit mehr als 20 Benutzern.

    Das Problem ist halt, dass jeder mit Win umgehen kann und Jahrzehnte Erfahrung da ist. Die müsste man zuerst bei OpenSource aufbauen, dann ginge es schon
    47 11 Melden
    • meine senf 12.04.2017 10:25
      Highlight Highlight Bei Open Source ist es aber auch so, je mehr sie eingesetzt wird, desto mehr "Gute" werden sich den Code auch ansehen und desto eher können Fehler entdeckt werden, bevor sie ausgenutzt werden. Bei Closed Source ist das nicht möglich.

      "security through obscurity" ist selten wirklich vorteilhaft.
      22 9 Melden
    • meine senf 12.04.2017 10:57
      Highlight Highlight Noch wegen der Bedienung:

      Seit bei Microsoft Office die dynamischen "Ribbon-Menus" eingeführt wurden, finde ich es bei OpenOffice/LibreOffice fast einfacher, einen bestimmten Befehl zu finden.
      13 13 Melden
    • Partikel 12.04.2017 11:31
      Highlight Highlight Kommt immer darauf an, welcher Einsatzbereich abgedeckt werden muss. Ich benutze für mich seit gut 6 Jahren Ubuntu. Es gibt auch Vine und CrossOver, um Windows-Software unter Linux zu installieren. Brauche ich jedoch nicht, macht kein Sinn. Anwenderfreundliche Datenbank-Lösungen habe ich ausser Libre Office Base noch keine entdeckt, gerade für Verwaltungen notwendig. Es gibt Hardware-Listen, da steht was unterstützt wird. Plus Hilfe in Foren. Der Wechsel ist einfach.
      7 7 Melden
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  • Mätse 12.04.2017 09:56
    Highlight Highlight "Siemens etwa arbeitetet in erster Linie mit «Open-Source»-Programmen"
    Woher ist diese Info denn?
    Seit Jahren sehe ich bei Siemens in allen Ländern der Welt nur Exchange, Outlook, Word, Excel, PP, Access, Lync, Office Communicator, MS SQL, Windows Server, ...
    Lieferanten müssen auch heute bei jeder Web-App ausschliesslich IE 11 unterstützen.
    Seit etwa 2 Jahren darf man aber sogar Chrome installieren (wenn man will) und in irgendeiner hippen Entwicklungsabteilung in München-Perlach wird sicher etwas mit Open-Source gebastelt.
    32 3 Melden
  • Dominik I. 12.04.2017 09:56
    Highlight Highlight Wenn die OpenSource Alternativen nur annähernd an die MS-Office Produkte rankommen würden, warum nicht. Tun sie aber momentan nicht. Gerade die Einbindung in ein Komplettsystem ist eine grosse Stärke (OneDrive, Sharepoint), welche mein Arbeiten wesentlich vereinfacht. Für die Produktivität ist nämlich ein Flickwerk aus Opensource auch nicht wirklich hilfreich (-> Mehrkosten), plus müssen auch Mitarbeiter den Umgang erlernen. Momentan bietet fürs normale Beamtenbüro Microsoft das beste Gesamtpaket. Punkt.
    46 12 Melden
  • Gummibär 12.04.2017 09:51
    Highlight Highlight Trump echauffiert sich über "trade imbalance", derweil wir alle bei den Amis am Tropf hängen und dafür bezahlen.

    Make The Rest Of The World Great Again!
    16 17 Melden
  • fabinho 12.04.2017 09:50
    Highlight Highlight Ich sehe das Problem nicht nur bei Microsoft. Google, Apple, Amazone und Facebook sind bekanntlich alles US-amerikanische Firmen. Uns Europäern werden da amerikanische Moralvorstellungen (v.a. auf Facebook) aufgedrückt und die europäischen Firmen in Abhängigkeit dieser Internetgiganten gestellt. Diese kümmern sich null um unser Rechtssystem. Kein Wunder versucht die EU, diese Konzerne unter dem Deckmantel Kartellrecht zu splitten. Dabei wäre es aber erfreulich, auch mal europäische Software nutzen zu können.
    24 16 Melden
    • PewPewPew 12.04.2017 09:56
      Highlight Highlight Niemand hindert dich oder den Staat daran, "europäische Software" zu nutzen.
      24 8 Melden
    • fabinho 12.04.2017 10:21
      Highlight Highlight Stimmt. Abgesehen von meiner Uni und meinem Arbeitgeber verlangt das niemand...
      17 6 Melden
    • PewPewPew 12.04.2017 10:34
      Highlight Highlight Ach was, haben die etwa keine ebenbürtige OpenSource-Alternative gefunden?
      3 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 12.04.2017 09:39
    Highlight Highlight Open Office, what else.
    19 28 Melden
    • Tatwort 12.04.2017 09:53
      Highlight Highlight LibreOffice :)
      31 18 Melden
  • Madison Pierce 12.04.2017 09:26
    Highlight Highlight Technisch sehe ich das nicht so pessimistisch wie noch vor 10 Jahren: Einerseits hat freie Software wie LibreOffice bei der Funktionalität aufgeholt, man kann damit problemlos Dateien mit Microsoft Office-Nutzern austauschen. Andererseits gibt es immer mehr Software "in der Cloud": Früher gab es die Fibu-Software nur für Windows, heute läuft sie über den Browser und somit sogar vom Smartphone aus.

    Das Problem sind die Ausschreibungen, die sich schon auf eine Lösung festlegen. Gibt es auch bei Schulen: "Wir wollen 100 Tablets, aber es müssen iPads sein."
    47 4 Melden
    • Alnothur 12.04.2017 10:05
      Highlight Highlight Wenn die geschlossene Software statt auf dem eigenen auf einem Fremdcomputer läuft, macht es die ganze Sache eigentlich nur noch schlimmer...
      9 2 Melden
    • PewPewPew 12.04.2017 10:11
      Highlight Highlight Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Was bringt es einer Schule, wenn sie Android-Tablets kaufen, die dann nicht gebraucht werden, weil die Lehrer nicht damit klarkommen?
      6 9 Melden
    • Madison Pierce 12.04.2017 10:18
      Highlight Highlight Für jeden Zweck offene Software zu bekommen ist schwierig bis unmöglich. Selbst für Behörden ist es zu teuer, komplexe Software selbst zu entwickeln bzw. entwickeln zu lassen.

      Online-Lösungen (die in grösseren Umgebungen auch auf eigenen Servern laufen können) haben zumindest den Vorteil, dass man bei der Auswahl der Clients frei ist.
      2 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oj Manbrook 12.04.2017 09:24
    Highlight Highlight Es ist halt so, dass keine der Open-Source-Alternativen annähernd an die Funktionalitäten von MS Office kommt. Mehrere versucht, immer wieder zurückgekehrt. Auch der Grund, warum ich kein Linux verwende. Excel ist einfach unglaublich.
    67 26 Melden
    • Wilhelm Dingo 12.04.2017 09:37
      Highlight Highlight Genau so ist es.
      30 14 Melden
    • Tatwort 12.04.2017 09:53
      Highlight Highlight Kannst Du das mit einem Beispiel unterlegen? Ich benutze seit Jahren diverse *nixe, und stelle eigentlich eher das Gegenteil fest: Wenn im Büro mal wieder jemand an einem Druckertreiber verzweifelt, kann ich den innert Sekunden installieren. Und welche Excel-Funktionen meinst Du denn?
      Dein Beitrag tönt mir eher ein wenig nach einem Bonus-Fischer aus der MS-Werbeabteilung...
      21 35 Melden
    • Madison Pierce 12.04.2017 09:57
      Highlight Highlight Das ist schon so. Allerdings benötigen viele Benutzer nicht so viele Funktionen. Für viele ist ein Serienbrief das Maximum und Excel verwenden sie, weil sie die Tabellen in Word zu umständlich finden, aber nicht für Kalkulationen.

      Habe kürzlich von einem Dienstleister für Handwerkssoftware erfahren, dass er bei seinen Kunden überall LibreOffice installiert. Das habe bis jetzt noch immer gereicht. Die einzige Ausnahme sei Outlook, einige Kunden kämen mit Thunderbird nicht zurecht.
      11 2 Melden
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  • Str ant (Darkling) 12.04.2017 09:21
    Highlight Highlight Verwaltungen und Gemeinderäte weigern sich aktiv, überhaupt Open-Source in Betracht zu ziehen, so sieht es in der Schweiz aus!
    Es bezahlt ja eh der Steuerzahler, nicht wahr.
    31 36 Melden
    • Rascal 12.04.2017 09:56
      Highlight Highlight Es wurde auch schon mehrfach aufgezeigt, dass OpenSource nicht per Definition billiger ist.

      Es ist massiv schwerer Support für OpenSource Lösungen zu finden. Die Support-Anbieter sind entsprechend spezialisiert und sind aufgrund der abgedeckten "Marktlücke" nicht günstig.

      Anwender müssen umgeschult werden. Es entstehend Kompatibilitätsprobleme mit anderen Dienstleistern, oft fehlt es an Garantien oder Serviceverträgen welche aber gerade bei staatlichen Betrieben gefordert werden und der benötigte Funktionsumfang ist meist schlichtweg nicht vorhanden.
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