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NUR ALS ZITAT Screenshot/ Blinq/ Beyonce

Screenshot des Tools mit Beyonce-Foto: Die Sängerin kommt gut weg in der Bewertung – und wird 10 Jahre jünger geschätzt.

«Hot» oder «Not»? Auf der Webseite der ETH kannst du jetzt testen, ob du schön bist

«Gottgleich» oder eher «Hmm»? Auf einer Webseite urteilt ein Algorithmus der ETH Zürich über die Schönheit seiner Nutzer. Innerhalb eines Tages strömten über zwei Million Menschen auf die Seite, um sich bewerten zu lassen.

Angela Gruber / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Es sind ein paar nervenaufreibende Sekunden des Wartens, dann hat der Computer sein Urteil gefällt hat. Nutzer des Schönheitsratings auf faces.ethz.ch wissen dann, für wie hübsch oder hässlich der von Schweizer Wissenschaftlern entwickelte Algorithmus ihr hochgeladenes Foto befunden hat. Schönheit klassifiziert die Seite in sechs Kategorien: Von «gottgleich» geht es abwärts, «heiss» ist auch noch ganz gut. Fotos am Ende der Skala bekommen nur noch ein «Hmm».

In der kurzen Wartezeit geht einem kurz der Gedanke durch den Kopf: Warum tue ich mir das eigentlich an? Aber dann, zack, ist ja schon das Ergebnis da und die Neugier befriedigt.

So viele Nutzer wollten sich schon durch das Tool aus Zürich bewerten lassen, dass die Seite zeitweise nicht zu erreichen war. Am Dienstagnachmittag online gestellt, hatte sie bis zum Mittwochabend über zwei Millionen Besucher, sagt Rasmus Rothe. Der 26-Jährige macht an der renommierten ETH Zürich seinen PH.D. im Fach «Computer Vision» und verantwortet mit zwei anderen Wissenschaftlern das Rating-Tool. Es ist in Kooperation mit der Schweizer Dating-App Blinq entstanden. Blinq lieferte mit 20 Millionen Ratings aus der App die Datenbasis, mit deren Hilfe die Forscher ihrem Algorithmus beibrachten, welches Gesicht schön und welches unattraktiv ist.

NUR ALS ZITAT Screenshot/ Blinq/ Zuckerberg

Facebook Gründer Mark Zuckerberg bekommt nur ein «OK».

Schönheitsvergleiche sind im Netz der Renner

Mit der Anwendung setzt sich eine Reihe höchst erfolgreicher Bewertungstools fort. Herauszufinden, wie heiss man ist, ist quasi einer der frühesten Anwendungsfälle des Internets. Die Mutter aller Online-Schönheits-Vergleiche: Die Webseite «Hot or Not». Sie liess jeweils zwei Kandidaten gegeneinander antreten. Dieses Duell der Oberflächlichkeiten wiederum nahm Mark Zuckerberg zur Vorlage für Facemash, das irgendwann später zu Facebook werden sollte. Der Sexy-Check blickt also auf eine lange Tradition zurück. Zuletzt ergänzte Microsofts Altersschätzung «How old do I look» die Reihe.

Das Internet ist offenbar der ideale Raum, um dem menschlichen Drang nach Selbstbeobachtung und sozialem Vergleich ungestört und vor allem unbeobachtet nachgehen zu können. Wo immer eine Anwendung damit lockt, Menschen in Kategorien einzuordnen wie Artikel in das Fünf-Sterne-Amazon-System, kramt das halbe Netz schon nach einem passenden Foto.

«Super, jetzt sagt mir auch noch mein Computer, dass ich hässlich bin.»

Immerhin: Die wenigsten Nutzer dürften die Ergebnisse solcher Ratings ernst nehmen und ihr Selbstbild danach ausrichten. So hat sich um den neuen Schönheitscheck auf Reddit ein Thread mit mehreren Tausend Kommentaren entwickelt. «Ich habe ein Foto meines Hundes hochgeladen, und die Seite sagt, er sei ein heisser 40-jähriger Mann», schreibt ein Nutzer, ein weiterer: «Super, jetzt sagt mir auch noch mein Computer, dass ich hässlich bin.» Auch auf Twitter haben Nutzer ihren Spass mit dem Tool und diskutieren die Ergebnisse unter dem Hashtag #HowHot.

Im aktuellen Fall hat die spielerische Anwendung auch einen seriösen Hintergrund. Die Wissenschaftler aus Zürich haben den Schönheitscheck auf Basis von zwei Studien über Gesichtserkennungssoftware (pdf, pdf) entwickelt, sagt Rothe. Der Algorithmus bewertet nicht nur das Aussehen, sondern schätzt auch das Alter und Geschlecht der abgebildeten Person. Die Forscher wollen mehr darüber herausfinden, wie künstliche Intelligenz funktioniert und wie tiefe neuronale Netzwerke (Deep Neural Networks) lernen. Mehr über die Entwicklung solcher Netzwerke lesen Sie im Kasten unten. Mit solchen lernenden Netzen machen Forscher derzeit grosse Fortschritte, gerade was Bilderkennung angeht. Neuronale Netze können mittlerweile sogar halluzinieren.

«Die Beurteilung der Schönheit ist eher ungenau, da will ich gar keinen Hehl daraus machen. Aber das Alter können wir schon sehr genau schätzen, besser als ein Mensch das mit denselben Informationen tun könnte», sagt Rothe.

Im Test erkennt das Tool Fotos am besten, auf denen das Gesicht möglichst bildfüllend und frontal zu sehen ist. Fotos von sehr jungen Nutzern verweigert das Tool eine Bewertung, um sie zu schützen. Ohnehin sei Schönheit etwas Subjektives, schreiben die Entwickler.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Smart as hell 10.01.2016 14:10
    Highlight Highlight Also ich bin ok bis nice, immer ein Mann und zwischen 22 und 40 Jahre alt. Da sieht man mal wieder wie vergleichsweise unwichtig das Aussehen bei uns Männern ist, weil die Mädels lieben mich. Bar Raffaeli ist nice (gutes Pic Frontal)und Noemi Zbären ebenfalls, dafür ist sie ein Mann. Lol.
  • Der Beukelark 10.01.2016 00:40
    Highlight Highlight Alles nir versteckte Werbung für Blinq und Watson fällt drauf rein - oder macht mit.
  • evo_enthusiast 09.01.2016 18:18
    Highlight Highlight Hab jetzt 4x das gleiche Foto genommen. 1. Versuch Gut, 2. Versuch Heiss, 3. Versuch Ok, 4. Versuch Heiss. Grösster Bullshit seit eh und je, vonwegen Algorithmen, eher Zufallsprinzip.
    • ast1 10.01.2016 01:53
      Highlight Highlight Ein Algorithmus muss bei gleicher Eingabe nicht immer auch das gleiche Resultat ergeben...
  • koks 09.01.2016 13:37
    Highlight Highlight wie beknackt muss man sein, dass man jetzt einen computer urteilen lässt, wie man das aussehen eines menschen findet? schafft ihr das nicht selbst? oder kanns der computer besser als ihr? tsts...
  • Giulietta-Tolomei 09.01.2016 11:19
    Highlight Highlight Wie war das noch mal mit der "schönsten Frau der Schweiz"?😄
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  • Baba 09.01.2016 06:13
    Highlight Highlight Die Anwendung hat echt noch Luft nach oben - oder wer möchte ein Pflanzenschild daten? 😨
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  • G.Oreb 09.01.2016 01:47
    Highlight Highlight Sie hat es also doch verschönert!
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  • Patamat 09.01.2016 00:57
    Highlight Highlight Wenn ich morgens aufstehe...
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  • wololowarlord 08.01.2016 22:26
    Highlight Highlight Armer bad luck brian 😂
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  • Calvin Whatison 08.01.2016 20:19
    Highlight Highlight Zwei Jahre jünger und ein Stunning....upps nei aber au😊😊😊 so liäb
  • Pana 08.01.2016 19:28
    Highlight Highlight Krass, der hat mein genaues Alter erraten. Falsch lag er hingegen bei der Einschätzung meiner Attraktivität ("OK"). Alles unter "Stunning" kann gar nicht sein. Mein bescheidenes Ego und der Spiegel können sich nicht irren.
  • Fackallja 08.01.2016 18:26
    Highlight Highlight Foto von mir in Arbeitskleidung : die Person ist unter 18 Jahren, deshalb zeigen wir es nicht an.

    ehm danke. bin bald 25
  • Schlumpfinchen 08.01.2016 18:12
    Highlight Highlight Foto auf dem ich nicht lächle: Godlike und richtiges Alter
    Foto auf dem ich lächle: ok und älter
    Sehr nett von diesem Algorithmus.
    Ein Minion ist übrigens 47 und nice 😄
    User Image
  • Tilman Fliegel 08.01.2016 17:27
    Highlight Highlight Ich bin scheinbar hot und 29. Auf meinem Bewerbungsfoto. Danke an die Fotografin. In echt bin ich c. 2 Jahrzehnte älter und nicht besonders attraktiv.
  • Dä Brändon 08.01.2016 16:31
    Highlight Highlight Die App zeigt bei mir eine Photoshop Werbung, was soll das heissen?
  • Murky 08.01.2016 15:37
    Highlight Highlight Bild mit Bart 37 und "stunning", Bild ohne Bart 27 und "ok". Noch ein Grund den Bart dranzubehalten ;-)

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