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Ein Handy mit dem Schriftzug

Wie aus dem Modell des Handys hervorgeht, beschäftigt sich Zürich schon seit geraumer Zeit mit E-Voting. Auf einen gründen Zweig ist der Kanton damit bislang nicht gekommen. 
Bild: KEYSTONE

Probleme beim grössten E-Voting-Verbund gravierender als angenommen: Neun Kantone stehen vor einem digitalen Scherbenhaufen



Die Schweiz ist weiter auf gutem Weg, in Sachen E-Voting den Anschluss zu verlieren. Im August hatte die Bundeskanzlei dem System des Consortiums Vote électronique die Zulassung für die Wahlen im Herbst verweigert. Für die beteiligten Kantone, darunter Zürich und Aargau, zwar eine peinliche Sache, doch tönte es zunächst nach einem kurzen Marschhalt: Die entdeckte Sicherheitslücke beim Stimmgeheimnis könne technisch behoben werden, allerdings nicht mehr rechtzeitig auf die Wahlen, hiess es bei der Bundeskanzlei.

Tatsächlich sind die beteiligten Kantone auf Monate oder Jahre hinaus blockiert, wie die NZZ schreibt: Das derzeitige System könne die laufend verschärften Sicherheitsvorschriften der Bundeskanzlei mit vernünftigem Aufwand nicht mehr erfüllen. Noch schwerer dürfte der Vertraunsverlust wiegen: «Unterbrüche sind bei der Einführung von E-Voting tödlich», zitiert das IT-Portal Computerworld.ch Uwe Serdült vom Zentrum für Demokratie. In Genf sei die Wahlbeteiligung über E-Voting nach Unterbrüchen stärker gesunken als nach der 2013 aufgedeckten Manipulierbarkeit des kantonalen Abstimmungssystems.

Die beiden von der Bundeskanzlei bewilligten Systeme werden nun versuchen, die gescheiterten Kantone von ihrer Lösung zu überzeugen. Der Kanton Genf hat eine eigene Software entwickelt und Luzern, Basel-Stadt und Bern als Partner gewonnen. Die Post setzt auf die Lösung des spanischen E-Democracy-Unternehmens Scytl und hat Neuenburg an Bord.

Welche Lösung sich am Ende durchsetzt wird, hängt auch von der Wahl des grössten Kantons ab. Die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr sagte in einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag», ihr Kanton werde die zwei Systeme genau ansehen und entscheiden, ob er bei einem der beiden einsteige. (kri)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Turbi 22.09.2015 11:26
    Highlight Highlight Preisfrage.... Wann kommt die nächste Katastrophe unserer digitalen Profilneurotiker (schön brav vom Steuerzahler finanziert)?
  • kEINKOmmEnTAR 18.09.2015 20:09
    Highlight Highlight Ich hoffe die Lösung von Genf wird schweizweit eingesetzt.
    Immerhin ist es die einzige eigene Lösung nichts vom Ausland eingekauftes.
  • rolf.iller 17.09.2015 12:57
    Highlight Highlight Was heisst hier "Anschluss verlieren"? E-Voting ist eine ganz schlechte Idee. Sicherheitsforscher können selber die Frage nicht beantworten, wie so was sicher gemacht werden soll.

    Hier wird das E-Voting von Estland auseinander genommen. Die haben eine der führenden Lösungen (nicht sakarstisch gemeint):

    Play Icon
    • Primus 17.09.2015 16:20
      Highlight Highlight Vor über 15 Jahren hatte ich einen Vortrag von Studenten der EPFL gehört, welche ein E-Voting System entwickelten. Mir blieb ihre Zusammenfassung haften.
      - Es handelt sich um ein mathematisches Problem, mit Hilfe grosser Primzahlen gelöst
      - Das System kann nur erkennen, ob jemand abgestimmt hat, nicht aber was
      - Jeder kann nur einmal abstimmen
      - Die Kommunikation kann unverschlüsselt erfolgen
      - Ihre Lösung sieht drei Server vor
      - Wenn einer der Server manipuliert, wird erkannt welcher der Server manipuliert hat
      - Kryptographische Verfahren braucht es, um die Identität des Stimmenden zu prüfen
    • Primus 17.09.2015 16:20
      Highlight Highlight 2/2
      Ich hatte den Vortrag nicht wirklich komplett verstanden, z.B. die Mathematik dahinter, es klang aber plausibel. Mir ist nun nicht bekannt, ob und welches Produkt die Arbeit der EPFL und deren Mathematiker aufgegriffen hat. Ich kann mir aber gut vorstellen, da bereits mathematisch die Stimme des einzelnen sicher anonym ist, dass dieser Ansatz nicht weiter verfolgt wurde.
    • rolf.iller 17.09.2015 16:45
      Highlight Highlight @Primus: All das machen die Esten ja. Verschlüsseln, signieren, air-gapped Computer auf dem zusammen gezählt wird. Die haben vieles richtig gemacht. Nur sicher ist es damit noch nicht. Im Youtube-Vortrag werden Wege aufgezeigt, wie ein Angreifer dennoch zum Ziel kommt.
      Kurz: Mit ausreichend Geld und Ressourcen lassen sich solche Systeme dennoch manipulieren. Und wenn es um die Politik geht, gibt halt viele Parteien, die ein Interesse haben. Das können mitunter auch Drittstaaten sein.
  • R&B 17.09.2015 12:22
    Highlight Highlight E-Voting in einem Land, dass wahrscheinlich die meisten Abstimmungen pro Jahr durchführt, ist ein absolutes Muss.
    Ich bin ein fleissiger Abstimmer, aber ich ärgere mich darüber, wenn ich es mal wieder verpasst habe, abzustimmen. Mit E-Voting würde mir dies weniger passieren, dafür gibt es viele Gründe, die ich nicht aufzählen mag.
    E-Voting ist ein Bedürfnis in unserer Zeit, weil man heute mehr und schneller erledigen muss. Ich bin aber nicht unglücklich, dass die Schweizer Behörden nicht gehetzt E-Voting durchpeitscht und die Abstimmung dann nicht sicher ist. Lieber langsam aber sicher.
    • atomschlaf 17.09.2015 12:45
      Highlight Highlight @DenkeZuerst (sic!): Was beim Abstimmen Zeit braucht, ist sich mit der Materie auseinanderzusetzen und sich eine Meinung zu bilden. Die Stimmzettel sind dann in wenigen Minuten ausgefüllt und verschickt. Die Zeitersparnis durch e-Voting ist vernachlässigbar, zumal allein die Eingabe der Zugangsdaten bei einer sicheren Lösung einiges an Zeit in Anspruch nimmt. (Ich habe vor ein paar Jahren an einem Testlauf des Zürcher Systems teilgenommen; da bringe ich lieber ein Couvert zum Briefkasten statt endlose Zugangscodes abzutippen!)
    • R&B 17.09.2015 12:53
      Highlight Highlight Das sic! hätten Sie sich verklemmen dürfen. Ihrer Argumente war ich mir schon vorher bewusst. Glauben Sie tatsächlich, dass ich als "fleissiger Abstimmer" die Unterlagen nicht durchlese und mich vorher nicht informiere? Wie gesagt, die Gründe sind vielfältig, warum E-Voting von Vorteil ist. Vor einigen Jahren hat man ipad, iPhone und Handy auch als unnütz betrachtet... Guten Schlaf ^^
    • atomschlaf 17.09.2015 13:00
      Highlight Highlight @DenkeZuerst: Ich wollte keineswegs unterstellen, dass Du Dich mit der Materie nicht auseinandersetzt! Es ging mir nur darum, dass in Relation dazu der Zeitbedarf für Stimmzettel ausfüllen oder e-Voting vernachlässigbar ist. Was das sic! angeht: SCNR ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gantii 17.09.2015 12:20
    Highlight Highlight IT wie immer Neuland auf Bundesebene.. nichts als geld verpulvern in dem man irgendwelche random systeme kauft
    • Alnothur 17.09.2015 13:17
      Highlight Highlight Bei dir scheint lesen Neuland zu sein - es geht hier um eines der drei von den Kantonen entwickelten Systeme. Glücklicherweise gibt es noch zwei andere, die die Anforderungen erfüllen. Gerade der Bund hat im vorliegenden Fall ausnahmsweise sehr professionell gearbeitet.
    • Gantii 17.09.2015 13:36
      Highlight Highlight @dziltener Ich zitiere watson "Das Consortium Vote électronique bedient sich des Zürcher Systems, das vom US-Informatik-Dienstleister Unisys entwickelt wurde." http://www.watson.ch/!332691817

      so, wo kann ich jetzt nicht lesen?
  • gfc 17.09.2015 11:38
    Highlight Highlight Wenn es die Banken schaffen, das e-Banking sicher hinzukriegen, sollte e-Voting doch ne einfache Übung sein...
    • atomschlaf 17.09.2015 12:08
      Highlight Highlight @gfc: Beim e-banking kann ich als Kunde jederzeit die Kontobewegungen, Saldi, etc. überprüfen. Beim e-Voting geht das nicht.
    • Sammy Gschwandtner 17.09.2015 12:12
      Highlight Highlight Stimmt, ich seh bei den Bewegungen, wann ich für was etwas ausgegeben habe. Und der Kreditkartenunternehmer zahlt mir den Schaden zurück, wenn ich betrogen worden bin.
      Diesen Mechanismuns gibt es aber nicht, wenn die Wahlen gefäscht worden sind.
      e-banking ist per se sicher, absolut. Aber es ist eben doch nicht 100% sicher wenn man seine Benützung anschaut. Und bei Demokratie muss es nicht 100% sicher sein. Es muss 300% sicher sein.
      https://www.postfinance.ch/de/cust/secure/onlinesec/attention.html?WT.mc_id=_shortcut_phishing
    • rolf.iller 17.09.2015 13:05
      Highlight Highlight Bei der Bank authentifizierst du Dich und die Bank weiss wer du bist und was du machst Beim E-Voting darf der Staat nicht wissen, wer was abstimmt. Sonst ist das Wahl- und Stimmgeheimnis nicht gewahrt. Bis heute gibt es kein Überzeugendes Konzept, wie diese widersprüchlichen Anforderungen umgesetzt werden sollen. E-Voting ist darum eine ganz schlechte Idee!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sammy Gschwandtner 17.09.2015 11:29
    Highlight Highlight Warum E-Voting? Ich versteh das nicht, alles computergesteuerte ist doch hack- und manipulierbar. Wenn ich das Vertrauen über unsere Abstimmungsresultate verlieren, in was will ich denn in der Politik überhaupt noch vertrauen?

    E- Voting dann, wenn es dezentral und privat wie file-sharing gestützt ist und ich die Möglichkeit habe meine eigene Stimme im Nachhinein zu überprüfen, wo sie gezählt wurde.
    Weiter muss ausgeschlossen werden, dass Leute, die gar nicht stimmten oder es nicht gibt, ihre Stimme abgegeben haben. Und das alles so sicher das kein Quantencomputer das System knacken kann.
  • atomschlaf 17.09.2015 10:48
    Highlight Highlight Wann begreifen die Politiker/innen endlich, dass e-Voting NIE sicher sein wird?? Brecht diese teuren und nutzlosen Prestigeprojekte ab!
    • Bowell 17.09.2015 11:11
      Highlight Highlight Die Behörden haben mit IT-Projekten ja ausgiebig Erfahrung sammeln können. Nur warens leider immer die gleichen (für den Steuerzahler teueren) Erfahrungen und gelernt hat man auch nichts... So wird E-Voringm nie über den Status einer Geldschleuder hinwegkommen.
    • Wilhelm Dingo 17.09.2015 11:15
      Highlight Highlight Ja und vor allem ist der Zeitgewinn minimal. Bei mir geht das briefliche Abstimmen ca. 1 Minute. Läger dauert die Auseinandersetzung mit der Materie, da hilft auch e-Voting nichts.

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