Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

E-Force One produziert E-Lastwagen für 18 bis 44 Tonnen Ladung. bild: eforece

Teslas E-Brummi ist vielleicht sexy, aber wir Schweizer bauen schon lange E-Lastwagen

Elon Musk hat seinen ersten Elektro-Lkw präsentiert. Die Innerschweizer Firma E-Force One baut schon seit 2013 E-Lastwagen – spezifisch für den Schweizer Markt.

17.11.17, 11:51 17.11.17, 13:07


Tesla-Chef Elon Musk hat in der Nacht auf Freitag einen strombetriebenen Sattelschlepper vorgestellt. Er soll auch mit voller Ladung von 40 Tonnen eine Reichweite von rund 800 Kilometern haben. Die Produktion werde im Jahr 2019 starten.

Tesla präsentiert E-Brummi auf Steroiden

Musks E-Brummi ist sexy und die bislang bekannten technischen Daten sind beeindruckend. Aber wer Tesla kennt, weiss, dass es auch mal ein paar Jährchen länger dauern kann, bis den vollmundigen Ankündigungen Taten folgen. In der Innerschweiz ist man Musk auf jeden Fall ein paar Jahre voraus.

«Seit 2013 produziert das Beckenrieder Unternehmen E-Force One den E18. Ein 18-Tonner, der ursprünglich ein normaler Diesel-Lkw von Iveco Schweiz gewesen ist und elektrifiziert wurde», schreibt die «Luzerner Zeitung». Zu den Käufern des E18 zählen Coop, Lidl Schweiz und Feldschlösschen.

Der E-Force 18 ist der erste E-Lkw von E-Force One

Der Schweizer E-Lastwagen stammt von der Nidwaldner-Firma E-Force One und rollt seit 2013 auf Schweizer Strassen. Video: YouTube/Flavio Cueni

Der neue 44-Tönner mit Elektro-Antrieb

Am Donnerstag, nur Stunden vor Teslas E-Brummi-Enthüllung, hat E-Force One mit dem E44 den ersten E-Lkw vorgestellt, der auf 44 Tonnen ausgelegt ist.

Die Batterie sei das teuerste am Fahrzeug, sagte Flavio Cueni, Business Development Manager bei E-Force One, der «Luzerner Zeitung». Die Kunden könnten daher die Batteriegrösse und somit die maximale Reichweite wählen. «Ein Kunde, der nur 50 Kilometer pro Tag fährt, muss keine Batterie für 300 Kilometer haben», sagte Cueni.

In der Praxis legen die Schweizer E-Lastwagen je nach Batteriegrösse 100 bis 280 Kilometer am Tag zurück. Mehr oder grössere Akkus würden den Lastwagen teurer, schwerer und vor allem weniger umweltfreundlich machen.

Die Akkus des E-Lkw können während der Be- oder Entladung per Schnellladung in weniger als zwei Stunden geladen werden.  bild: eforce

Und Strecken über 300 Kilo­meter? Geplant sei eine Hybridlösung aus Akku und Brennstoffzelle mit Wasserstoff als Energieträger. Die Brennstoffzelle produziert dabei während der Fahrt konstant Strom, um die Reichweite zu vergrössern. Coop habe bereits einen Prototyp, sagte Cueni. Der Haken an dieser Hybridlösung: Es gibt bislang kaum Wasserstofftankstellen.

In die Quere dürften sich E-Force und Tesla vorerst nicht kommen, da die Schweizer E-Lkws für Kurzstrecken innerhalb von Städten und der Agglomeration konzipiert sind, während Tesla Langstreckentransporte im Fokus hat.

Der neue Elektro-Lkw von E-Force One wird noch bis Sonntag, 19. November, am Schweizerischen Nutzfahrzeugsalon in Bern ausgestellt.

Teslas neuer Roadster mit Super-Reichweite

(oli)

Neue Transportvision von Tesla-Gründer Elon Musk

Video: watson/Nico Franzoni

Das könnte dich auch interessieren:

Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

Das absurdeste Museum der Welt und wir waren da – und bereuen es jetzt noch

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

Netta sang zum Abschluss der Pride – aber vorher gab es wüste Szenen

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

«Die roten Linien werden eher dunkelrot»: Wie man in Brüssel die Schweiz sieht

EXKLUSIV: Hier erfährst du, wer die WM gewinnen wird! (Spoiler: Ich, der Picdump 😒)

Diese 19 Fails für bessere Laune sind alles, was du heute brauchst

Schweizer Fussballfans verirren sich an die ukrainische Front

15 Jahre ist es her: Das wurde aus den «DSDS»-Stars der 1. Stunde

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

Die ausgefallensten Hotelzimmer der Schweiz

Als muslimische Piraten Europäer zu Sklaven machten 

Diese 18 genialen Cartoons über die Liebe und das Leben haben uns kalt erwischt 😥😍

Anschnallen bitte! So sieht der Formel-E-Prix von Zürich aus der Fahrerperspektive aus

Traum oder Albtraum? So ist es, als CH-Rock'n'Roll-Band in den USA auf Tour zu sein

Shaqiri ist der «dickste» Feldspieler – und 9 weitere spannende Grafiken zur Fussball-WM

«Wieso sagen Schweizer gemeine Dinge über meine Schwester?»

Diese 7 Zeichnungen zeigen dir, wie es am Open Air wirklich wird

Fertig mit Rosinenpicken: Es ist Zeit, dass auch Frauen bis 65 arbeiten

Diese Frau stellt absurde Promi-Fotos nach – 17 Lektionen, die wir von ihr lernen

Eine Szene – viele Wahrheiten 

33 unfassbar miese Hotels, die so richtig den Vogel abgeschossen haben

Erdogans Schlägertrupp auf dem Vormarsch in die Schweiz

Haris Seferovic: «Irgendwann ist genug und dann platzt der Kragen»

Mit dieser Begründung brechen 37 Studenten Prüfung ab

Wegen hoher Verletzungsgefahr: Diese Sportarten mögen Versicherungen gar nicht

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert von

«Pöbel-Sina» scheitert bei «Wer wird Millionär» an dieser super einfachen Frage – und du?

Die Bernerin, die für den Sonnenkönig spionierte

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

13 seltsame Dinge, die uns am Trump-Kim-Gipfel aufgefallen sind

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
19
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Butterscotch&hardcandy 17.11.2017 23:27
    Highlight Ich war letzte Woche noch in den Staaten. Was da an Energie verschwendet wurde ist unglaublich. Ich nehme kaum an, dass es in RU/China/Indien anders aussieht. Wenn Tesla (oder eine andere Firma) es schafft 10% der Brummis, in den nä. 5 Jahren, mit Elektrobetriebenen auszutauschen und auch die Stromversorgung weiter ausgebaut wird (Wind/Wasser/Solar), ist es schon ein riesiger Fortschritt!
    4 0 Melden
  • Wasmeinschdenndu? 17.11.2017 19:28
    Highlight Finde Teslas LKW-Design ziemlich missraten...
    24 9 Melden
    • Joe Smith 17.11.2017 20:52
      Highlight Und vor allem ist es herzlich absurd, ausgerechnet die Ladefläche unnötig zu verschmälern. Aber ich habe gelernt, Designstudien nicht allzu ernst zu nehmen.
      19 0 Melden
  • why_so_serious 17.11.2017 16:05
    Highlight Solche LKW dürften dann wohl auch vom Fahrverbot ab 22:00 Uhr ausgenommen werden?
    34 4 Melden
    • Nuka Cola 17.11.2017 18:28
      Highlight Wäre ein Anreiz für die Wirtschaft, auf solche E LKWs zu setzten.
      20 3 Melden
    • Pasch 17.11.2017 18:38
      Highlight Was dann zu regem Betrieb an den Verteilzentren führt? Die Anwohner tun mir jetzt schon leid.
      15 10 Melden
  • Pitsch K. Matter 17.11.2017 14:59
    Highlight Solche Ansagen lässt Tesla immer wieder raus. Es geht dabei hauptsächlich darum neue Investoren anzuziehen, um die hohen Verluste zu bezahlen.
    37 17 Melden
  • Olf 17.11.2017 14:39
    Highlight Auf der Ladefläche wäre genug Platz für ein dieselbetriebenes Notstromaggregat.
    24 25 Melden
  • Disclaimer 17.11.2017 13:00
    Highlight Absolut cool und super. Beim Thema Aerodynamik kommen mir aber schon ein paar Fragen. Jeder der schon mal Fahrrad gefahren ist, hat am eigenen Leib erfahren was es bedeutet, wenn man sich quer zum Wind stellt. Und das kostet sehr viel Energie. Schlussendlich ist Marketing hald schon sehr entscheidend. Ich wünsche Eforce hier einen guten Typen zu finden, der Talent hat, andere Leute zu begeistern. Und dass sie lernen ihre "Vision" den Menschen besser aufzuzeigen. Versteckt nicht euer können, teilt es mit der Welt - so laut wie möglich.
    45 1 Melden
    • 7immi 17.11.2017 18:55
      Highlight die gerade front ist aerodynamisch ziemlich scheisse, in europa, speziell in der schweiz, allerdings notwendig. man möchte die mögliche fahrzeuglänge möglichst mit nutzlast füllen (volumen ist häufig wichtiger als gewicht) und somit sind gerade fronten optimal was das betrifft. es gab mal von scania eine version mit mininase zur verbesserung, durchgesetzt hat es sich nicht. hinzu kommt die maximalgeschwindigkeit von 80km/h die den aerodynamischen einfluss beschränkt. die grundsätzliche luftverdrängung durch das profil lässt sich aber nicht verringern...
      17 0 Melden
  • Asmodeus 17.11.2017 12:57
    Highlight Ein 18 Tonnen E-Force kostet übrigens rund 350 000 CHF.

    Das ist 2-3 Mal so teuer wie ein normaler 18 Tonner.

    Aber durch die niedrigeren Betriebskosten soll sich das nach einigen Jahren trotzdem lohnen.
    39 50 Melden
    • Anonymer 17.11.2017 13:31
      Highlight Der Preis ist definitiv eine Ansage...
      Wobei: Laut Homepage sind die Batterien auswechselbar, was neben beweglichen Teilen das einzige wirkliche Verschleissteil zu sein scheint. Keine Ölwechsel, kein Diesel, keine Filter usw. die man tauschen müsste. Ich finde das Konzept sehr sehr gut. Sofort anliegendes maximales Drehmoment und das Wegfallen von Schaltvorgängen, Verteilergetrieben, Differentialen usw. sind halt schon Argumente die für Elektroantriebe sprechen. Nicht umsonst fahren Miningfahrzeuge bereits mit Elektroantrieb (allerdings meist mit Dieselaggregat).
      43 1 Melden
    • Asmodeus 17.11.2017 14:27
      Highlight Ich habe den Preis aus einem alten Spiegel-Bericht. Wie alle Firmen die teures Material verkaufen, findest Du auf der Homepage selbst keinerlei Preisangaben :)
      14 16 Melden
    • Ruffy Uzumaki 17.11.2017 18:16
      Highlight Schon mal was von LSVA gehört? Mein Vater zahlt 55'000 pro Jahr für seinen Laster...Kosten die man elektrisch fahrend nicht hat. Es lohnt sich ein bisschen genauer auf die Kosten zu schauen, nicht nur auf "offensichtlichen".
      40 0 Melden
  • LarsBoom 17.11.2017 12:56
    Highlight Das Design erinnert irgendwie an den Messerschmitt KR175.
    102 5 Melden
  • Joe Smith 17.11.2017 12:53
    Highlight «Wir Schweizer». Ja sicher doch, wir alle, jeder einzelne.
    18 57 Melden
    • CASSIO 17.11.2017 15:17
      Highlight das ist doch wie beim fussball.
      21 2 Melden
  • Baba 17.11.2017 12:44
    Highlight Ich fuhr mal hinter einem solchen E-Force LKW (von Coop) die Schöllenen hoch. Das Teil war zu meiner grossen Überraschung ganz schön zügig unterwegs 👍
    147 1 Melden
  • Bob_das_Fahrrad 17.11.2017 12:13
    Highlight Glatti Sach. Und Kurzstrecke tönt auch gut. Für lange Strecken gibt's ja die Bahn.
    150 9 Melden

Unterwegs mit Teslas «Autopilot» – eine krasse Erfahrung

Nachdem ich kritisch über Teslas «Autopiloten» geschrieben hatte, machte mir ein watson-User ein Angebot, das ich nicht ausschlagen konnte.

Der Ton ist schwer zu beschreiben.

Ein Surren. Ein leises Pfeifen.

Kein nerviges Geräusch. Im Gegenteil. Es klingt mehr nach einem Versprechen: «Da, wo diese Kraft herkommt, ist noch mehr», säuselt mir der Tesla ins Ohr.

Es ist ein lauer Frühlingsabend. Ich sitze am Steuer eines Model S und cruise in den Sonnenuntergang.

Das kam so ...

Inhaltsverzeichnis:

Vor ein paar Wochen wandte ich mich in einem offenen Brief an die Tesla-Fans: Es war ein kritischer Artikel, der sich mit den Risiken und …

Artikel lesen