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Tesla setzt auf Radar, um Unfälle zu vermeiden

12.09.16, 09:07 12.09.16, 11:40

Tesla hat rund vier Monate nach dem ersten tödlichen Unfall mit seinem Fahrassistenz-System «Autopilot» eine neue Version der Software mit tiefgreifenden Änderungen angekündigt.

Zum einen werde sich die Technik stärker auf Radar statt Kameras verlassen.

Zum anderen sollen die Fahrer deutlicher gedrängt werden, die Hände auch bei eingeschaltetem System am Lenkrad zu lassen, erklärte der Elektroauto-Anbieter in einem Blogeintrag am späten Sonntag.

Nach mehrfacher automatischer Aufforderung dazu schaltet sich «Autopilot» ab und kann erst wieder aktiviert werden, wenn das Fahrzeug zwischenzeitlich geparkt wurde.

Bei dem Todescrash in Florida im Mai war ein Tesla unter einen Lastwagen-Anhänger gerast, der die Strasse überquerte. Nach damaligen Angaben von Tesla könnte das System die weisse Seitenwand des Anhängers für ein hochhängendes Autobahnschild gehalten haben.

Die US-Verkehrsaufsicht ermittelt in dem Fall, der auch Kritik ausgelöst hatte, Tesla könnte voreilig mit unausgereifter Technologie auf den Markt gegangen sein.

Ursprünglich sei Radar zu «Autopilot» nur als Zusatz zur Erkennung der Umgebung per Kameras hinzugefügt worden, schrieb Tesla-Chef Elon Musk in dem Blogeintrag. Inzwischen glaube Tesla, dass der Radar der zentrale Sensor des Systems sein könne.

Zugleich schränkte Musk ein, dass Objekte aus Metall bei Radar-Sensoren zu Fehlalarmen führen könnten. Etwa könne eine weggeworfene Getränkedose, die mit dem Boden zum Sensor liegt, als ein grosses Hindernis erscheinen.

Auch bei hochhängenden Autobahnschildern vor Hügeln könnten Radar-Daten eine drohende Kollision vermuten lassen. Tesla wolle falsche Alarme durch eine präzisere Erfassung der Objekte und eine Geodatenbank mit festen Fehlerquellen in der Umgebung vermeiden. (sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • amazonas queen 12.09.2016 11:11
    Highlight Übersetzt: Tesla rudert zurück und macht, was auch alle anderen machen.
    4 4 Melden
    • viella 14.09.2016 17:52
      Highlight Nope, schau dir den Blogeintrag auf der Tesla Webseite oder noch besser die Transkription der Pressekonferenz auf electrek.com an. Dann wirst du sehen, dass Tesla eher seinen Abstand weiter vergrössert hat. Zum Bsp. Diskussion Lidar vs. Radar.
      0 0 Melden

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