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Geld Dollars in Jutesack

14,3 Millionen Dollar hatte der Mann gewonnen, mithilfe eines USB-Sticks. bild: shutterstock

IT-Mitarbeiter soll sich zum Lotto-Jackpot getrickst haben

Ein US-Amerikaner soll einen Lotterie-Computer so manipuliert haben, dass sein Tipp einen Millionen-Jackpot gewann. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten.

14.04.15, 13:33 15.04.15, 08:59


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14,3 Millionen Dollar – unter anderem um diesen üppigen Lotterie-Jackpot dreht sich ein Gerichtsverfahren gegen den Amerikaner Eddie T. Der 51-Jährige soll 2010 die IT-Systeme eines Lotterieanbieters manipuliert haben, berichtet die US-Zeitung The Des Moines Register aus Iowa.

Die Anklage geht von einem ausgeklügelten Betrugsversuch aus, da T. zur Zeit seines Gewinns als IT-Sicherheits-Manager für die Lottogesellschaft Multi-State Lottery Association arbeitete. Der Prozess sollte eigentlich am Montag beginnen, wurde auf Antrag der Verteidigung aber auf Juli verschoben.

Der Staatsanwaltschaft zufolge gibt es Hinweise darauf, dass T. seine privilegierte Stellung nutzte, um am 20. November 2010 einen stark gesicherten Tresorraum zu betreten. Dort habe er mutmasslich mithilfe eines per USB-Stick eingeschleusten Programms den Zahlengenerator der Lotterie manipuliert.

Ticketkauf mit Kapuze

Zudem soll es Indizien dafür geben, dass T. die Aufnahmefrequenz der Überwachungskameras verändert hat, um seine Aktion schwerer nachvollziehbar zu machen. Statt kontinuierlich zu laufen, hätten die Kameras nur einmal pro Minute ein Bild aufgenommen.

Ein weiteres Beweismittel der Staatsanwaltschaft sind Videoaufnahmen, die zeigen, wie das Gewinnerticket einen Monat nach diesem Vorfall von jemandem gekauft wurde, der sich unter einer Kapuze zu verbergen versuchte. Von Zeugen wurde dieser Mann später anhand von Stimme und Gebaren als T. identifiziert.

In Iowa ist gesetzlich vorgeschrieben, dass sich Lottogewinner ausweisen müssen. Zudem dürfen Lotterie-Mitarbeiter keine Tickets ihres Arbeitgebers kaufen und einlösen. T. hätte den Gewinn aus der Ziehung also ohnehin nicht selbst einstreichen können. Das erklärt möglicherweise, warum sich in den Monaten nach der Ziehung zunächst kein Gewinner meldete.

Eine Firma aus Belize wollte das Geld

Erst am letzten Tag, wenige Stunden vor Ablauf der Frist, soll sich eine in Belize registrierte Firma über einen New Yorker Anwalt gemeldet haben, um Anspruch auf die Gewinnsumme anzumelden. Die Lotterie-Betreiber verweigerten die Zahlung und schalteten die Staatsanwaltschaft ein.

Dafür, dass T. seinem Glück technisch nachgeholfen haben könnte, sprechen auch Aussagen von Arbeitskollegen: Ihnen zufolge war T. schon lange «besessen» von sogenannten Rootkits, einer Art von Computer-Schadsoftware. Er habe sogar damit geprahlt, ein Rootkit programmiert zu haben, das sich nach seinem Einsatz selbst zerstört.

T.s Verteidigung verweist dagegen unter anderem darauf, dass sich der Zahlengenerator in einem Raum befindet, der von mindestens zwei Personen zugleich betreten werden muss. Es gebe keine Beweise dafür, dass T. den Computer manipuliert habe. 

T. hat sich bislang zu keinem der Vorwürfe schuldig bekannt.

(abr)

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