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US-Geheimdienst

Die CIA will sich auf das Internet konzentrieren

Die CIA stellt sich neu auf: Behördenchef John Brennan will vermehrt das Internet in die Aufklärungsarbeit des US-Auslandsgeheimdienstes einbeziehen.

09.03.15, 13:08 09.03.15, 13:38

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FILE - In this Dec. 11, 2014 file photo, CIA Director John Brennan speaks during a news conference at CIA headquarters in Langley, Va. Brennan has ordered a sweeping reorganization of the spy agency, an overhaul designed to make its leaders more accountable, enhance the agency’s cyber capabilities and shore up espionage gaps exacerbated by a decade of focus on counterterrorism.  (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File)

Bild: Pablo Martinez Monsivais/AP/KEYSTONE

Die CIA will in Zukunft vermehrt auf das Internet setzen. In einem Memo an die Mitarbeiter hat CIA-Chef John Brennan die «digitale Revolution» als einen von vier Punkten genannt, an denen die Modernisierung und Umstrukturierung des 67 Jahre alten Auslandsgeheimdienstes ansetzen soll.

In Punkt zwei des Memos «Konzept für die Zukunft unserer Behörde» schreibt Brennan, dass die CIA «die digitale Revolution» begrüssen und für ihre Zwecke nutzen müsse: «Die digitale Technik verspricht erfolgreiche Missionen, aber sie stellt auch eine Gefahr für unsere Operationen und Aufklärungstätigkeiten und allgemein für die Interessen der USA dar», heisst es. Und weiter: «Wir müssen unsere Aktivitäten und Operationen in der digitalen Welt ins Zentrum all unserer Anstrengungen stellen.» Man wolle deshalb «eine Führungsposition einrichten, die die beschleunigte Integration von ‹Digital und Cyber› in all unseren Missionsbereichen überwacht».

Dieses sogenannte Direktorat für Digitale Innovation soll zum einen die Karriere von Digital-Experten in der Behörde steuern, zum anderen «die Standards unseres digitalen Handwerks» setzen. Insgesamt sollen im Rahmen der Umstrukturierung Tausende Spione und Analysten in neuen Abteilungen organisiert werden.

Das spricht für mehr Überwachung durch den Geheimdienst

Was genau das bedeutet, bleibt unklar. Zum einen dürfte es tatsächlich um die interne Organisation und die Zusammenarbeit der CIA-Bereiche gehen. Zum anderen könnten verstärkte Aktivitäten in der digitalen Sphäre zu erwarten sein, vermutet die US-Presse. Darauf deutet auch CIA-Chef John Brennan in Punkt vier seines Memos hin: In neu einzurichtenden Einsatzzentren – den Mission Centers – sollen alle Mitarbeiter und Fähigkeiten aus den Bereichen «Operationen, Analyse, Unterstützung, Technik und Digitales» zusammenkommen, um «die drängendsten Sicherheitsprobleme und -interessen der Nation anzugehen.»

Whistleblower

Das könnte durchaus mehr Überwachung digitaler Medien und Kommunikationsvorgänge bedeuten. Oder kurz: Nach der NSA könnte die CIA der nächste US-Geheimdienst werden, der das Internet zu beherrschen versucht. Vergangenen Monat hatte US-Präsident Obama die Einrichtung einer neuen Behörde für die Überwachung und Reaktion auf «Cyber-Gefahren» angekündigt.

«Ihr könnt auf den vollen Einsatz von mir und dem übrigen Führungsteam zählen: Wir werden die nötige Aufmerksamkeit darauf widmen und die schwierigen Entscheidungen treffen, um diese Veränderungen herbei zu führen», schreibt Brennan am Ende seines Memos. «Zusammen könnten wir sicherstellen, dass diese ausserordentliche Organisation auch weiterhin das absolut Beste widerspiegelt, das diese Nation zu bieten hat und auch weiterhin für viele Jahre unabkömmlich für unsere nationale Sicherheit ist.» (kno)

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