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Bild: AP/AP

WhatsApp erhöht Mindestalter auf 16 Jahre – das ändert sich nun

Neue Datenschutzgesetze der EU sehen eine härtere Kontrolle der Altersgrenze bei der Nutzung von Apps vor. WhatsApp hat nun das Mindestalter für die User erhöht – eine echte Kontrolle der Altersgrenze dürfte es aber nicht geben.

24.04.18, 21:46 25.04.18, 06:32

Ein Artikel von

Der Messaging-Dienst WhatsApp hebt bei der Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung das Mindestalter für seine Nutzer von 13 auf 16 Jahre an. Die Verordnung verlangt allerdings keine harte Kontrolle der Altersgrenze - etwa durch das Hochladen eines Altersnachweises. Eine solche Kontrolle ist bei WhatsApp entsprechend auch nicht geplant.

Neue und bestehende WhatsApp-Nutzer werden demnächst in der App gefragt, ob sie älter als 16 sind. Die ab 25. Mai greifenden EU-Regeln erfordern bis zu diesem Alter die Zustimmung der Eltern zur Datenverarbeitung. Der WhatsApp-Eigentümer Facebook entwickelte ein Verfahren, um diese Freigabe einzuholen. Der weitgehend eigenständig agierende Chat-Dienst verzichtet dagegen darauf.

WhatsApp richtete für die Verarbeitung der Daten europäischer Nutzer zudem eine neue Tochterfirma in Irland ein, wie das Unternehmen in einem Blogeintrag am Dienstag bekannt gab. Das bedeutet zugleich nicht, dass die Daten auch ausschliesslich innerhalb der EU lagern werden. WhatsApp betont, dass Inhalte der Kommunikation bei dem Dienst durch sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur für Absender und Adressat sichtbar sind, aber nicht für den Dienst selbst.

Zugleich bleibe es vorerst dabei, dass Account-Informationen nicht mit der Mutter Facebook zur Personalisierung der Werbung beim Online-Netzwerk verwendet werden. Zugleich heisst es aber auch: «Wie wir bereits in der Vergangenheit angekündigt haben, möchten wir zukünftig enger mit anderen Facebook-Unternehmen zusammenarbeiten und werden dich über neue Entwicklungen auf dem Laufenden halten.»

bam/dpa

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Das bedeuten die Haken bei WhatsApp wirklich

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • My Senf 25.04.2018 10:38
    Highlight Jetzt mal im ernst 😳

    Kann ich nun die die Lehrerin 👨‍🏫 👩‍🏫 anzeigen wenn sie einen WhatsApp Gruppenchat einrichtet oder sogar die Schule?!

    So geil 😀
    2 0 Melden
  • whoisniklaus 25.04.2018 08:35
    Highlight Was für eine Logik, da sieht man, dass die falschen Leute Neues integrieren möchten.

    Whatsapp ab 16? FFS.

    Ich würde es bei Instagram, KIK, FB verstehen, jedoch nicht bei Whatsapp. Hab ich die Nummer nicht, kann ich die Person weder kontaktieren noch 'stalken' - und wenn auch, kann man beliebige Personen auch blocken.

    Die Logik, dass man Whatsapp ab 16 macht, versteh ich nicht. Es sollte um den Schutz der Kinder/Jugendlichen gehen.

    Meine Meinung, ich denke diese EU-Entscheidungsträger sind einfach zu alt um Gesetze für Social Media einzuführen.
    4 1 Melden
    • Tarzipan 25.04.2018 13:15
      Highlight Es geht nicht um Whattsapp selbst, sondern die Nutzung von Diensten der Informationsgesellschaft. Hierfür bedarf es ab dem 28. Mai 2018 (Inkrafttreten der DSGVO) für unter 16 Jährige der Zustimmung der Eltern. Sprich die von dir genannten Unternehmen, Programme etc. werden die gleichen Richtlinien umzusetzen haben.
      Wie die Vorgaben umgesetzt werden, ist unterschiedlich und von der EU auch nicht klarer definiert.
      Das Ziel hierbei ist der Schutz von Kindern resp. Jugendlichen, da sie die Tragweite der informationellen Selbstbestimmung (wer macht was mit meinen Daten?) (noch) nicht überblicken.
      0 0 Melden
  • Alnothur 25.04.2018 01:35
    Highlight Bei WhatsApp funktioniert ja nicht mal der "Konto löschen"-Knopf...
    22 2 Melden
  • Pumpido 24.04.2018 23:53
    Highlight Bin mal gespannt, wie attraktiv das mit den Versandkosten in die Schweiz mit prime bald werden wird.
    2 15 Melden
  • Skater88 24.04.2018 23:46
    Highlight Hahaha so geil... das ist ja auch viel wichtiger alles alle anderen Probleme auf der Welt
    10 5 Melden
    • Roman h 25.04.2018 09:15
      Highlight Mag sein, dass für Sie das Problem nicht wichtig ist, aber es geht ja auch nicht um Sie.
      Jetzt kann sich Whatsapp absichern und trägt keine Schuld wenn Minderjährige Pornos verschicken.
      Aber klar, Syrien ist ein viel grösseres Problem, aber um das muss sich Whatsapp ja nicht kümmern.
      Auch müssen Sie den Bericht weder lesen noch kommentieren.
      0 1 Melden
    • Skater88 25.04.2018 10:48
      Highlight Danke Roman h
      0 0 Melden
  • Gringoooo 24.04.2018 23:19
    Highlight Wieder einmal eine Richtlinie (Verordnung) die einen Bürokratischen Mehraufwand verursacht, vorgiebt etwas zu bewirken aber schlussendlich nur nutzlos ist und eine Verschwendung von Ressourcen darstellt.
    Aber so gibt man dem Bürger das Gefühl es werde etwas getan und rechtfertigt seine Ausgaben.
    31 14 Melden
    • Anam.Cara 25.04.2018 07:19
      Highlight Nein, Gringoooo. Die Datenschutz-Grundverordnung mag in einigen Punkten übers Ziel hinausschiessen. Aber sie ist nötig,
      Der Datenauswertungshunger und die Verwendungsmöglichkeiten dieser Auswertungen kennen bei den Firmen keine Grenzen mehr. Hier wird mit dem Gesetz mehr transparenz eingeführt, weil ich darüber informiert werden muss. Auch die Dauer der Aufbewahrung meiner Daten wird begrenzt.
      Und: die Verordnung hat das Thema Datenschutz endlich in die öffentliche Diskussion gebracht. Es darf uns nicht egal sein, was mit unseren Daten passiert...
      21 1 Melden
  • McStem 24.04.2018 22:30
    Highlight Fragen ob man alt genug ist, ider auch der beste Jugendschutz der Welt.
    121 2 Melden
    • Theor 24.04.2018 23:15
      Highlight Funktioniert in Amerika bereits vorbildlich beim Verkauf von Waffen. 🙈
      38 3 Melden
  • My Senf 24.04.2018 22:21
    Highlight Oui
    Jetzt verliert ihr noch die zukünftige Leser wenn die eure Artikel nicht mit WhatsApp teilen dürfen ohhh 😯
    40 2 Melden

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