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Windows-Bluescreen: «Entschuldigen Sie die Störung, aber ...»
screenshot: microsoft.com

Fieser Bluescreen: Microsoft macht noch mehr Druck wegen Windows 10

Kurz vor Ende des kostenlosen Upgrade-Angebots werden die Nutzer älterer Windows-Versionen mit unübersehbaren Hinweisen zum Wechsel aufgefordert.

04.07.16, 14:26 04.07.16, 14:59


Ein Artikel von

Einen Monat bevor das kostenlose Upgrade-Angebot ausläuft, wirbt Microsoft noch einmal mit besonders drastischen Mitteln für den Umstieg auf Windows 10.

Nutzern von PCs, auf denen noch Windows 7 oder Windows 8.1 läuft, wird ein bildschirmfüllender Hinweis angezeigt, dass sie nur noch bis zum 29. Juli gratis auf die neue Version des PC-Betriebssystems umsteigen können.

Wer die Anzeige zu sehen bekommt, dürfte sich zunächst erschrecken. Der in dunkelblau gehaltene Hinweis nimmt den gesamten Bildschirm ein. Die Farbkombination erinnert an den sogenannten Bluescreen of Death, jenen Hinweisbildschirm, der bei Windows-Betriebssystemen nach einem Systemabsturz angezeigt wird.

«Entschuldigen Sie die Störung»

Doch statt kryptischer Zeichenketten mit Fehlercodes steht hier in grossen Lettern: «Entschuldigen Sie die Störung. Aber das hier ist wichtig. Das kostenlose Windows-10-Upgrade-Angebot endet am 29. Juli.»

Im Original wird diese Meldung auf Englisch ausgegeben, ob es auch eine eingedeutschte Variante gibt, ist unklar.

Die deutsche Version des Textes, mit dem Microsoft in seinem Support-Blog den neuen Hinweis erklärt, ist jedenfalls maschinell übersetzt und liest sich auch so. Das englische Original erzählt letztlich auch nur nach, was auf der Hinweisseite ohnehin zu sehen ist.

Zwei Optionen

Grundsätzlich werden zwei Optionen in den Vordergrund gestellt. Die eine ist ein Klick auf den grossen Knopf Upgrade now, also Upgrade jetzt durchführen. Die andere lautet Remind me later, Erinnere mich später. Klickt man darauf, erscheint der Hinweis nach drei Tagen erneut.

Etwas versteckt in eine Ecke gequetscht und in einem dunklen Farbton gehalten werden zudem die Optionen angeboten, sich noch dreimal an das Upgrade erinnern zu lassen, oder die Erinnerungsfunktion auszuschalten.

Einige Nutzergruppen bekommen den Hinweis laut Microsoft ohnehin nicht angezeigt. Das seien zum einen jene, die bereits die «Get Windows 10»-App installiert haben, Nutzer, die Windows 10 nach einem Upgrade wieder deinstalliert haben oder diejenigen, bei denen die Installation des Upgrades fehlschlug. Auch wenn der Computer als inkompatibel mit Windows 10 erkannt wurde, soll der Hinweis nicht erscheinen.

Gratis-Angebot läuft aus

Laut dem Statistikanbieter Net Marketshare hat Windows 10 im Juni bereits einen weltweiten Marktanteil von 19 Prozent.

screenshot: netmarketshare.com

Gleichzeitig ist allerdings auch der Anteil der Windows-7-Nutzer leicht auf 49 Prozent gestiegen. Möglicherweise steigen viele Windows-XP-Nutzer noch schnell auf Windows 7 um, um sich die Möglichkeit zu sichern, gratis auf die aktuelle Version aufrüsten zu können.

Viel Zeit bleibt dafür freilich nicht. Wenige Tage, nachdem das Gratis-Angebot am 29. Juli ausläuft, will Microsoft das erste grosse Update für Windows 10 veröffentlichen. Die sogenannte Anniversary Edition werde am 2. August freigegeben, teilte der Konzern vor wenigen Tagen mit. Was die Software dann kosten wird, ist immer noch unklar.

(mak)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • cassio77 05.07.2016 19:27
    Highlight Hab den Wechsel schon 10 mal probiert, funktioniert einfach nicht. Mitten im Update wird der Prozess unterbrochen und Update müsste wieder von vorne gestartet werden.
    3 0 Melden
    • Evan 05.07.2016 21:43
      Highlight Sei froh. Besser als es danach manuell rückgängig machen zu müssen.
      3 0 Melden
  • Scaros_2 04.07.2016 14:46
    Highlight Ich versteh das, Leute, das nervt, aber es ist legitim, was sie machen. Überall sagen wir sonst auch immer, lieber 2x nachfragen statt nur 1x. Hier wird deswegen gejammert.
    22 13 Melden
    • wipix 04.07.2016 15:10
      Highlight ja? ich bin kein super DAU und liebe es auch nicht wenn 2x nachgefragt wird ob ich jetzt die Datei wirklich löschen möchte, oder ob ich den PC jetzt wirklich runterfahren möchte? DAS ist nämlich nicht normal, wenn alle User grundsätzlich als zu dumm angenommen werden, einen Entscheid endgültig selber zu fällen. (PC ausschalten, Datei löschen oder das OS upzugraden!) 😡
      Du hast recht wenn Du sagst, dass es legitim ist. Aber es ist eine Beleidigung aller mündigen User. Ihr Entscheid wird angezweifelt. Also NICHT verboten, aber mit schlechtem Stil umgesetzt.
      14 11 Melden
    • WeischDoch 04.07.2016 16:48
      Highlight Lieber wipix... arbeite mal eine Weile als IT-Supporter... dann nimmst du das mit der Mündigkeit der User betreffend PC seeeehr schnell wieder zurück ;)
      31 5 Melden
    • wipix 05.07.2016 15:10
      Highlight Oh! Im Gegensatz zu Euch nehme ich meine Kunden ernst und berate sie entsprechend! Meine Kunden wissen was sie zu tun und zu lassen haben, spätestens, wenn sie in meiner Kundenliste geführt sind!
      Ein gutes hat der quatsch mit der Win10 quängelei!
      Es hat mir einige neue Kunden angespült... Einige sind den kensequenten Weg gegangen und jetzt LINUX User, User die Eigenverantwortung übernehmen und zu kompliziertes delegieren! Znd zwar nicht an den Kindergarten Microsoft!😋
      2 4 Melden
    • zettie94 05.07.2016 17:15
      Highlight Linux? Na mit denen wirst du aber viel zu tun haben! "Die Word-Datei wird in OpenOffice nicht richtig angezeigt, was kann ich tun?" ... Linux ist für produktives Arbeiten nicht zu gebrauchen - ausser man installiert ein virtuelles Windows darauf.
      4 1 Melden
    • HabbyHab 05.07.2016 17:46
      Highlight @wipix das klingt nun aber auch etwas abschätzig gegenüber von windows-usern.
      1 1 Melden
    • wipix 06.07.2016 04:20
      Highlight @HabbyHab
      da hast Du recht! es klingt so, wie Microsoft Ihre User behandelt...
      @zettie94
      Glaub mir, die die den Wechsel machen, überlegen sich die Problematik genau! Schlussendlich sind diese genau wie die MS User auf Support angewiesen, sind aber meiner Erfahrung nach zufriedener.
      Übrigens: Produktiv heisst nicht nur Office zu nutzen. Es gibt x Anwendungsbereiche, deren Opensource Anwendungen nicht nur günstiger/gratis sind sondern auch gleich gut oder besser im Vergleich zu Bezahlsoftware. Für Win Programme gibt es übrigens den Wine, musst also nicht gleich ne ganze Win virtuell drauftun.
      1 0 Melden
    • fabian.sigrist 09.07.2016 08:08
      Highlight @Wipix Wenn dich das Dialogfeld stört, das nachfragt, ob du eine Datei wirklich löschen willst, dann schalte diese Abfrage doch in den Einstellungen des Explorers aus. ;)
      0 0 Melden

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