Digital

Schlag gegen YouTube-Ripper – weltgrösster MP3-Dienst offline

Schlechte Nachrichten für «Musikpiraten»: Youtube-mp3.org wurde auf Betreiben der Musikindustrie abgeschaltet.

08.09.17, 12:14 08.09.17, 14:30

Auf Betreiben der Musikindustrie ist der Internetdienst «Youtube-mp3.org», der Videos in MP3-Dateien umwandelt, vom Netz gegangen. Die in Deutschland ansässige Webseite habe den Dienst weltweit abgeschaltet und sich verpflichtet, die Rechte von Künstlern und Tonträgerherstellern in Zukunft nicht weiter zu verletzen, erklärte der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Donnerstag.

Demnach zählte der Dienst weltweit über 60 Millionen Nutzer im Monat, davon rund eine Million in Deutschland. «Dass ‹YouTube-mp3› offline gehen musste, ist ein wichtiges Signal für den Umgang mit der Lizenzierung von Musik im digitalen Raum.

Vergleichbare Angebote im Netz werden ihr »Geschäftsmodell« vor diesem Hintergrund noch einmal eingehend hinterfragen müssen», erklärte BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke.

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Streamripping sei die derzeit weltweit häufigste Form, Urheberrechte im digitalen Raum zu verletzen. Dabei wird die Musik, beispielsweise aus einem im Netz als Stream abrufbaren Musikvideo, extrahiert und in eine herunterladbare Datei umgewandelt. Diese wird den Nutzern dann als kostenloser Download angeboten.

Während die Künstler kein Geld für die millionenfache Verwendung ihrer Werke bekämen, könnten die Dienste hohe Einnahmen durch Werbegelder generieren, lautet der Vorwurf der Musikindustrie.

Bereits seit längerer Zeit war die internationale Musikbranche – also Verbände wie IFPI (International Federation of the Phonographic Industry), RIAA (Recording Industry Association of America) und BPI (British Phonographic Industry) – gerichtlich gegen «Youtube-mp3.org» vorgegangen. Wie das Onlinemagazin «Torrentfreak» berichtete und der BVMI bestätigte, hatten sich die Parteien auf eine Abschaltung des Dienstes geeinigt.

Laut dem Medienbericht muss «Youtube-mp3.org» einen nicht genannten Betrag an die Musikindustrie überweisen und die Domain abtreten.

«Youtube-mp3.org» wird laut Impressum der inzwischen abgeschalteten Webseite von der Firma PMD Technologie UG im niedersächsischen Wedemark betrieben.

(sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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34
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    Alle Leser-Kommentare
  • Don Huber 12.09.2017 09:44
    Highlight Sorry ich zahl lieber die paar Franken im Monat für Spotify, dafür habe ich fast alle Musik die es gibt und das auch noch offline. Illegal Musik und andere Medien runterladen ist sowieso schei......
    0 1 Melden
  • Silent Speaker サイレントスピーカー 09.09.2017 04:47
    Highlight Den YouTube Downloader HD verwenden und die Videos in maximaler Qualität herunterladen. Die heruntergeladenen Videos lassen sich dann bequem mit db Poweramp in jedes beliebige Format konvertieren.
    8 6 Melden
  • freeday 08.09.2017 22:21
    Highlight NEIN wieder 2min Aufwand einen neuen Streamripper zu finden 😢
    61 4 Melden
  • #bringhansiback 08.09.2017 18:47
    Highlight Werte Musikindustrie,
    zumindest in der Schweiz, und soweit ich weiss auch in Deutschland, existiert das Recht der Privatkopie. Damit ihr dadurch nicht leer ausgeht sondern weiterhin eure Dollars, Euros, Franken und co. bekommt entrichten wir eine Urheberrechtsabgabe auf <strong>jeglichen</strong> Datenträgern. Zusammen mit einem Streamingabo bezahle ich also genaugenommen doppelt, mit der Youtubewerbung dreifach (sofern man keine Werbeblocker nutzt).
    Ich streiche nun einen weiteren Kostenpunkt bei mir: Das Streamingabo. Ihr habt ja noch die Abgaben auf den Datenträgern von mir.
    54 5 Melden
    • #bringhansiback 08.09.2017 20:14
      Highlight Off-Topic: HTML Tags scheinen nicht zu funktionieren in der Kommentarspalte.
      Gibts irgendwo eine Übersicht der supporteten Tags? Habe diese bis heute nicht gefunden :(
      22 1 Melden
  • dracului 08.09.2017 18:14
    Highlight Letztlich geht es um nur Klicks, viel Werbeeinnahmen und darum das Anwenderverhalten kontrollieren zu können. Es tobt ein Krieg unter den Steamingdiensten und youtube arbeitet daran, ihren Marktanteil daran zu sichern. Romantisch wer glaubt, dass es youtube tatsächlich um die Rechte der Künstler geht. Downloads werden zudem heute kaum mehr unter Kollegen geteilt, aber dass man sie "unkontrolliert" unzählige Male hören kann, passt eben der Branche nicht. Youtube könnte, wie spotify und Apple Music ein Offline Caching anbieten, wenn es ihnen wirklich nur um die Künstler geht?
    20 2 Melden
  • Kukki 08.09.2017 17:58
    Highlight kleine erinnerung: in der schweiz is der download von musik und filmen legal, wenn man also ein tool hat das ohne die server eines dritten funktioniert um von youtube runterzuladen verstösst man höchstens gegen die agb von Google/Alphabet
    44 2 Melden
  • pedrinho 08.09.2017 17:44
    Highlight ps.
    xilisoft converter ;)

    15 1 Melden
    • Päsu 08.09.2017 19:10
      Highlight Danke
      8 0 Melden
  • arpa 08.09.2017 17:22
    Highlight Grundsätzliche Frage:
    Wo genau liegt der Unterschied zwischen streamen und downloaden im urheberrecht? Wenn ich es bei youtube streamen kann, kann ich ein Lied x beliebih oft anhören/schauen. Wenn ich es runterlade ebenso.. heute hat doch eh fast jeder eine Internet flatrate Mobile und zu Hause. Für mich also kein Unterschied.. im Auto kann ich auch eine Youtube Playlist über die App abspielen, oder downloaden und Stromsparender anhören.. das Resultat ist das gleiche.. in Deutschland ist das eine jedoch Illegal? Lachhaft
    19 7 Melden
    • Raphael Heiz 08.09.2017 17:49
      Highlight Der Unterschied ist RIESIG: Ein Youtube-Video dass die 10'000er-Marke überschreitet und ensprechenden Kanalabonennten hat, fängt an dem Uploader mehr und mehr Geld einzuspielen. Dies aufgrund von Reichweite und eingespielter Werbung vor dem Clip. Und so ist es eine lukrative Einnahmequelle für die Künstler / Produktionsfirma. Man beachte, es gibt Leute, die spielen Games durch und zeichnen dieses mit Kommentaren auf und laden es auf Youtube hoch und verdienen damit z.T. 2-7 Millionen PRO JAHR! Doch runtergeladen verdient niemand mehr daran. Deswegen verstehe ich die Künstler schon.
      15 8 Melden
    • #bringhansiback 08.09.2017 20:12
      Highlight @Raphael Heiz:
      Der Vergleich hinkt. Der von Ihnen genannte Vergleich zielt nur auf die Werbeeinnahmen, nicht aber auf die rechtliche Schiene. Diese kenn ich persönlich auch nicht, bin kein Anwalt. Allzugross dürfte dieser aber nicht sein, ausser dass beim Streaming monatlich gelenzt werden muss.

      Ich weiss nur, der Download in der Schweiz ist legal. Damit dieser legal ist und bleibt entrichten wir Urheberrechtsabgaben (SUISA Abgabe) auf Datenträgern. Alle. Sogar die, welche die Datenträger in RZ für Backups ihrer Anwendungsdatenbank kaufen...
      19 1 Melden
  • Jokerf4ce 08.09.2017 16:21
    Highlight ...
    23 1 Melden
  • COLD AS ICE 08.09.2017 15:42
    Highlight Die Musikindustrie sollte endlich einsehen, dass es immer wieder einen Weg geben wird Musik illegal runter zu laden.
    Am besten wäre es, wenn die Musik bei iTunes, Spotify usw. nicht nur gestreamt, sondern auch runtergeladen werden könnte. Das heisst zum Bsp. 12.- pro Monat für das Streaming Angebot und beispielsweise 30.- pro Monat für unbegrenzte Downloads aller Musik inkl. Streaming.

    Musiker und Bands sollten ihr Geld mit Konzerten verdienen.
    10 28 Melden
    • ninmuzz 08.09.2017 17:20
      Highlight Du kannst bereits heute Musik via Apple Music oder Spitify Premium herunterladen, jedoch aufgrund der Gefahr der weiteren Verbreitung nicht als MP3.
      9 3 Melden
    • pedrinho 08.09.2017 17:43
      Highlight Gute bekannte gaben letztens ein konzert mit eigenen werken. Dabei mussten sie GEMA gebuehren entrichten. 60% geht an die industrie, 40% an die musiker und komponisten.

      Bei clips in youtube/vevo etc. bekommen sie nichts, eigene uploads sind vertraglich vom produzenten ausgeschlossen.

      yuup - bands, musiker, komponisten und texter sollten ihr geld verdienen.
      14 3 Melden
    • atomschlaf 08.09.2017 18:29
      Highlight @ninmuzz: Bei Apple kenne ich mich nicht aus, aber bei Spotify ist der einzige Vorteil des Downloads, dass Du auch offline Musik hören kannst.
      Du kannst die Musik aber nicht ausserhalb von Spotify hören, und wenn z.B. ein Song von einer Deiner Playlists bei Spotify aus dem (Länder-)Sortiment fliegt, kannst Du diesen auch nicht mehr hören.
      12 0 Melden
    • meine senf 09.09.2017 11:19
      Highlight Wenn ich etwas kaufe, dann will ich es *für immer* haben. Und nicht nur bis es einen bestimmten Server nicht mehr gibt oder irgendein geschlossenes Software-System nicht mehr angeboten wird.

      Das ist halt das geniale an Schallplatten. Wenn man auf einer einsamen Insel strandet, könnte man diese notdürftig sogar ohne Strom hören.

      6 0 Melden
    • AllumeTaSalade 11.09.2017 12:25
      Highlight deshalb kaufe ich immer noch CDs und rippe sie auch als MP3
      3 0 Melden
  • Money is everything 08.09.2017 15:30
    Highlight www.convert2mp3.com

    Bitteschön :)
    48 5 Melden
    • arpa 08.09.2017 17:17
      Highlight Einfach bei google eintippen was man machen möchte und x anbieter stehen zur verfügung.. wen interessiert schon eine seite 😂
      28 3 Melden
  • Jokerf4ce 08.09.2017 15:22
    Highlight The hydra of copyright piracy, cut off the head, get 2 new ones...

    An Example ?

    Silkroad...
    41 2 Melden
  • Posersalami 08.09.2017 15:17
    Highlight Uhhhhhh, das ist eine ganz geniale Idee der Musikindustrie! Als würde es nicht unzählige andere Anbieter geben, welche die Videos bzw. die Audiospur herunterladen..

    Das ist so wie vor 4-5 Jahren wo dieser Streamingdienst für Filme offline genommen wurde (Name hab ich grad nicht parat). Da musste man sicher 30s suchen und hatte zehn Alternativen. Diese Internetausdrucker haben einfach keine Ahnung!
    48 1 Melden
  • tomdance 08.09.2017 14:14
    Highlight Ja genau. Die Musikindustrie wirft alles in den Kampf, damit Künstler ein Einkommen haben. NICHT!

    Erst den Digitalisierungszug verpennen, dann blockieren und dann weinen, wenn sich die Konsumenten selber organisieren. Und schlussendlich noch ein Klagelied anstimmen, weil der Umsatz ins Bodenlose gefallen ist.

    Ich bin dafür, dass Künstler für ihr Talent und ihre Arbeit sehr anständig entlöhnt werden. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn die Musikindustrie für ihre Arbeit entschädigt wird. Aber vielleicht müsste dieser Industriezweig endlich eingestehen, dass das Problem hausgemacht ist.
    58 0 Melden
  • elivi 08.09.2017 14:11
    Highlight Früher songs aus dem radio aufnehmen.. Heute krimineller.
    Ich hab auch schon so ein dienst genutzt... Nicht wirklich oft da die quali ned grad die beste is ... Aber in der regel google ich einfach und schon kriegt man 100 vorschläge von identischen websites. Eigentli muss man google verklagen da sie die links zu diesen websites auffindbar macht ... Aber die musik branche geht lieber auf die kleinen los und glaubt damit ein example zu stempeln.
    25 3 Melden
    • efrain 08.09.2017 18:42
      Highlight Naja, bei Google kann man gleich argumentieren: Zeigt einem Google diese Suchresultate nicht, wird man mindestens für solche Anfragen halt alternative Suchdienste verwenden, welche diese Zensur nicht haben.

      Man kann dies nicht ausmerzen.
      10 0 Melden
  • dmark 08.09.2017 13:03
    Highlight Demnächst wird wohl auch während eines Songs oder Musikvideos Werbung eingeblendet, damit die armen Künstler auch ihr Einkommen haben ;)
    67 7 Melden
  • Asmodeus 08.09.2017 13:02
    Highlight Schade, aber absolut nachvollziehbar.
    15 64 Melden
    • Asmodeus 08.09.2017 14:52
      Highlight Sind jetzt die Blitze wegen dem Schade oder dem Nachvollziehbar? :)
      11 12 Melden
    • Dr. Zoidberg 08.09.2017 15:41
      Highlight meiner ist wegen dem nachvollziehbar. das ist genau das gleiche, wie das mitschneiden von radiosendungen oder videoaufnahmen vom fernsehprogramm zu kriminalisieren.
      37 0 Melden
    • Asmodeus 08.09.2017 16:02
      Highlight Ich war ein reger Nutzer von youtube-mp3 (vor Allem weil ich so im Büro Musik hören konnte weil Youtube und Streamingseiten gesperrt sind).

      Aber es stimmt schon, dass die Seite Werbeeinnahmen gemacht hat während die Künstler leer ausgingen.

      Handkehrum denke ich auch, dass der "Schaden" lächerlich war.
      10 3 Melden
  • Dr Barista 08.09.2017 12:43
    Highlight eine Option weniger, bleiben nur noch 99 Möglichkeiten sich die Musik- oder Videodatei von Youtube herunterzuladen.
    97 0 Melden
    • Jokerf4ce 08.09.2017 15:25
      Highlight http://www.duplicationcentre.co.uk/blog/piracy-–-hydra-headed-monster-of-entertainment-industry-2-407.html
      1 1 Melden
  • meine senf 08.09.2017 12:28
    Highlight Jeden Ton, den die Ohren hören können, kann man prinzipbedingt auch aufnehmen ...

    Allenfalls kann man mittels DRM-Murksereien das erschweren oder leichte Qualitätsverluste (Digital-Analog-Digital-Umwandlung) erzwingen.
    24 3 Melden

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