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Hewlett-Packard ProLiant commercial data servers destined for cloud computing are assembled by workers at a company manufacturing facility in Houston November 19, 2013. Picture taken November 19, 2013.  REUTERS/Donna Carson (UNITED STATES - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY)

HP-Computer für Cloud-Dienste in einer Montagehalle in Houston: Das Betreiben der Datenwolke kostet Amazon viel Geld, bringt aber auch ordentlich Gewinn. Bild: DONNA CARSON/REUTERS

Amazon lüftet den Schleier: Der Cloud-Dienst ist ein profitables Milliarden-Geschäft



Der weltgrösste Online-Händler Amazon ist auch ein Champion bei Cloud-Diensten. Erstmals enthüllte das US-Unternehmen Zahlen zu den Services aus dem Netz. Der Umsatz des Bereichs schoss im ersten Quartal um fast die Hälfte auf 1,57 Milliarden Dollar hoch. Das Cloud-Geschäft verdient auch Geld, mit einem operativen Ergebnis von 265 Millionen Dollar. 

Die Investoren wollten schon lange mehr Klarheit darüber, wie das kostenintensive Cloud-Geschäft bei Amazon läuft. Jetzt wissen sie, dass die Sparte mindestens ähnlich gross ist wie bei den Konkurrenten Google und Microsoft – und vor allem, dass sie kein Verlustbringer ist. Die Aktie legte nachbörslich zeitweise um mehr als sechs Prozent zu.

Beim Cloud-Geschäft werden Software und Daten direkt aus dem Internet bereitgestellt. Auf die Infrastruktur von Amazon greifen unter anderem viele Start-ups zurück.

Das Cloud-Geschäft ist auch bei Microsoft stark

Der Softwarehersteller Microsoft hat in den vergangenen drei Monaten mehr Umsatz und Gewinn erzielt als von Experten erwartet. Der Rückgang beim Geschäft mit Windows sei durch steigende Umsätze mit Hardware-Produkten und im Cloud-Computing ausgeglichen worden, teilte Microsoft am Donnerstag mit. Begünstigt durch die Integration des Handy-Geschäfts von Nokia kletterte der Umsatz im dritten Geschäftsquartal um sechs Prozent auf 21,7 Mrd. Dollar. Der Gewinn pro Aktie ging auf 61 Cent von 68 Cent zurück. «Das Unternehmen hat die Erwartungen in allen Bereichen übertroffen», sagte Marktanalyst David Ives von FBR Capital. Es scheine, als ob Microsoft nach dem enttäuschenden Vorquartal wieder auf dem richtigen Weg sei. (sda/reu)

Über 50 Mio. Dollar Verlust bei Amazon

Insgesamt arbeitete Amazon im Quartal aber wieder mit Verlust. Es gab ein Minus von 57 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 108 Millionen Dollar vor einem Jahr. Der Umsatz wuchs um 15 Prozent auf 22,7 Milliarden Dollar, wie Amazon nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. 

Beides war am Markt in einer ähnlichen Grössenordnung erwartet worden. Amazon verwies auf den starken Dollar, der internationale Einnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung niedriger erscheinen lässt. Demnach wäre der Umsatz ohne die negativen Währungseffekte um 22 Prozent gewachsen.

In dieser Situation sanken die Erlöse im Auslandsgeschäft um 1,7 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar und der operative Verlust fiel mit 76 Millionen Dollar mehr als doppelt so hoch aus wie vor einem Jahr. Im Heimatmarkt steigerte Amazon dagegen den Umsatz um fast ein Viertel auf 13,4 Milliarden Dollar, und der operative Gewinn war mit 517 Millionen Dollar um 78 Prozent höher. (trs/sda/reu)

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