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Grossrazzia bei Google: Verdacht auf Steuerbetrug

Französische Ermittler haben das Pariser Büro des Internet-Konzerns durchsucht. Rund hundert Beamte sollen auf dem Gelände sein.

24.05.16, 13:58 24.05.16, 17:37


Ein Artikel von

Wegen Verdachts auf Steuerbetrug hat die Polizei am Dienstag das Pariser Büro von Google durchsucht. Seit fünf Uhr morgens sollen die Beamten laut der Zeitung «Le Parisien» vor Ort im neunten Arrondissement sein.

Etwa hundert Finanz- und Polizeibeamte sowie fünf Richter sollen auf dem Google-Gelände sein. Die Aktion soll unter strenger Geheimhaltung ablaufen.

Aggressive Steuer-Vermeidungsstrategie

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters könnte es um mögliche Steuernachzahlungen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro gehen. Google steht – wie viele andere Unternehmen auch – seit langem wegen seiner aggressiven Strategie, Steuern zu optimieren, in der Kritik.

Das Unternehmen verlagert einen Grossteil seiner Gewinne über Tochterfirmen in Länder mit besonders günstigen Steuersätzen. Diese Praxis ist prinzipiell legal, wird aber von der EU-Kommission immer heftiger bekämpft.

Eine Stellungnahme von Google liegt bisher nicht vor.

(kpa/AFP/Reuters)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ordo Malleus 24.05.2016 18:44
    Highlight Gut so. Endlich wird mal was gegen die Datenkrake gemacht. Alphabet sollte imho aufgespalten werden.
    4 5 Melden
  • Ignorans 24.05.2016 18:02
    Highlight Also wenn es um den Konzern geht, dann wären es doch eher Büros von Alphabet...
    6 0 Melden
  • WeischDoch 24.05.2016 16:37
    Highlight Was ist euer Problem? Es ist ja legal! Vielleicht nicht fair aber legal! Ändert eben die Gesetze!
    24 9 Melden
    • Big ol'joe 24.05.2016 17:40
      Highlight Gesetzesänderungen sind International nur schwer zu erreichen. Da hat jemand wohl keine Ahnung wie global players und die ingernationale Politk funktionieren...
      9 7 Melden
    • WeischDoch 24.05.2016 20:14
      Highlight Mir ist es sehr wohl bewusst...dennoch bleibe ich bei meinem statement...hast du die macht dazu nicht wirds hald nix...genau wie in der demokratie...auch wenn du 49 und der gegner 51% hat...verloren ist verloren. (auch wenns bei gewissen wahlen eine gute grundlage wäre. So nebenbei bemerkt)
      1 1 Melden
    • Der Zahnarzt 24.05.2016 20:53
      Highlight @WeischDoch: Die Untersuchung läuft noch, woher also wissen Sie, dass es legal war? Offenbar besteht Verdacht auf Steuerdelikte. Seit wann sind die in Frankreich legal? Klären Sie uns doch auf, woher Sie wissen, dass es legal war. - Und nur so nebenbei: einer der grössten Verfechter des Legalismus war auch einer der Väter des Neoliberalismus, nämlich von Hayek. - Ein Legalist verteidigt auch ohne Mühe die Todesstrafe, da legal; die Apartheid, wenn legal wie damals in Südafrika; die Vergasung von Juden und Zigeunern, weil legal, wie im dritten Reich.
      2 4 Melden
    • H1o 24.05.2016 21:39
      Highlight ich denke es ging in seinem ersten Post um den Teil:
      "Das Unternehmen verlagert einen Grossteil seiner Gewinne über Tochterfirmen in Länder mit besonders günstigen Steuersätzen. Diese Praxis ist prinzipiell legal.."

      Und da muss ich ihm beipflichten, solange das "Steueroptimieren" legal ist, wird sich keine Firma zum Spass Millionen oder gar Milliarden entgehen lassen, das ist Wirtschaft und nicht Kindergarten!
      Es wird mindestens alles legale getan um den Gewinn zu maximieren.
      Vorallem bei Börsennotierten Firmen. Kein Anleger würde mehr in die Firma investieren bzw. alle Investments abziehen
      4 1 Melden
    • WeischDoch 25.05.2016 07:42
      Highlight H1o danke. Lieber Zahnarzt ich verstehe was du meinst. Aber auch da kam die Zeit, inder die Menschheit klüger wurde und reagierte...auch bei diesem Thema werden wir wohl. Auf welche Annahme mein Statement beruhte hat H1o bereits etwähnt.
      1 0 Melden
  • pun 24.05.2016 14:42
    Highlight Hehe. Endlich! Starbucks Hauptsitz in Holland bitte gleich mitnehmen, wenn da schonmal jemand dran ist.
    57 3 Melden
  • saukaibli 24.05.2016 14:35
    Highlight Dann kommen hoffentlich auch bald Appel (ca. 181 Mia. $ auf Offshore Konten), GE (119 Mia.), Microsoft (108 Mia.) und ein paar andere dran. Da ist Google mit geschätzten 47 Mia. $ ja ein richtig kleiner Fisch. Aber natürlich sollen auch die "kleinen" Fische wie Google und überhaupt alle die Steuervermeidung betreiben, endlich zur Kasse gebeten werden. Immerhin geht es um Steuerausfälle von Hunderten Milliarden pro Jahr, was zu Armut, Hunger, Krieg und Flüchtlingsströmen führt. Und dann noch das Motto "don't be evil" haben, schon ziemlich ironisch, dieses Google.
    78 2 Melden
    • Mokka Sofi Scout 24.05.2016 14:58
      Highlight Genau! Jetzt hast Du's ihnen aber gesagt.

      Man zahlt nicht nur einen Appel (!!) und ein Ei an Steuern, wenn man Mia.s verdient. Pfui!
      10 16 Melden
    • Radiochopf 24.05.2016 15:17
      Highlight Apple, GE, Microsoft, Google, Starbucks.. sind das nicht alle amerikanische Firmen? Firmen die dank Spezialverträge mit EU-Präsident Juncker in Luxemburg/Irland Steuern sparen?... welches Land hat nochmals bei den Panama Papers gefehlt und hat mit dem Finger auf die anderen gezeigt? Heuchler..
      41 1 Melden
    • H1o 24.05.2016 21:49
      Highlight Die USA hat nur deswegen gefehlt weil in gewissen gGebieten (Delaware, Nevada..) der USA das ganze noch einfacher geht, warum sollte man dann das Geld über Mossack Fonseca anlegen?

      Die USA ist die beste Steueroase der Welt, man muss nur den richtigen Bundesstaat wählen ;-)

      einfachn mal "Steueroase USA" Googeln ;-)
      3 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 24.05.2016 14:29
    Highlight Werft Google in den Knast!
    27 7 Melden
    • stef2014 24.05.2016 14:53
      Highlight Google findet alles, auch den Weg aus dem Knast ;)
      41 3 Melden
    • Theor 24.05.2016 15:09
      Highlight Ich hoffe Herr Google muss sich nun der Justiz stellen.
      16 2 Melden
  • @cyclingsimon 24.05.2016 14:21
    Highlight Don't be evil...
    38 0 Melden
  • Flunderchen 24.05.2016 14:11
    Highlight Google hat genug Geld, die werden einfach eine Busse zahlen, damit das Verfahren eingestellt wird. So ist es doch immer bei den Reichen und Grosskonzernen :D
    35 1 Melden

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