Digital

Der Apple-Chef nimmt vom Oberhaupt der katholischen Kirche Bücher entgegen. Am Dienstag ging es dann wieder um weltliche Belange: Tim Cook musste Finanzanalysten Red und Antwort stehen.
Bild: EPA/ANSA/OSSERVATORE ROMANO

Peinlich, peinlich! UBS-Direktor vergeigt Telefonkonferenz mit dem Apple-Chef

«Steve, are you there?» Während einer weltweit beachteten Konferenzschaltung mit der Apple-Führung erhält der renommierte UBS-Analyst Steve Milunovich Gelegenheit, bei Tim Cook nachzuhaken. Doch die Leitung bleibt stumm. Bad luck?

27.01.16, 10:59 27.01.16, 11:13

Den 26. Januar 2016 wird Steve Milunovich als rabenschwarzen Dienstag in Erinnerung behalten. Es war der Tag, an dem der UBS-Angestellte im Rang eines Managing Directors einen kurzen, aber ziemlich wichtigen Auftritt «vergeigte». Und wie.

Anlässlich einer Telefon-Konferenzschaltung mit Apples CEO und dem Finanzchef erhalten ausgewählte Finanzanalysten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Es geht um die soeben präsentierten Geschäftszahlen des iPhone-Herstellers; Apple ist zwar erneut ein Rekordquartal gelungen, die Zukunft sieht aber weniger rosig aus.

Kommt bald der «Peak iPhone»?

Die Moderatorin des Gruppen-Telefonats erteilt schliesslich dem UBS-Mann das Wort. Die Gesprächsminuten sind streng limitiert und die halbe Finanzwelt hört mit, doch die Leitung bleibt stumm ...

Nachdem ein anderer Finanzanalyst mit seinen Fragen zum Zug kommt, ist die Reihe erneut am UBS-Mann. Doch es bleibt erneut still.

Dies veranlasst die Moderatorin zum Kommentar, Milunovich solle doch bei seinem Telefon den Knopf für die Stummschaltung prüfen («Mr Milunovic you wanna check your mute button») ...

Doch es ist weiterhin nichts zu hören, so dass schliesslich der Apple-Chef nachfragt: «Steve, are you there?»

Schweigen im Walde ...

Das ominöse Telefonat

YouTube/TheClearCloud

Dabei hatte die Woche schon turbulent angefangen für den renommierten IT-Hardware-Analysten. Wenige Stunden vor der Präsentation der Apple-Zahlen lehnte sich Milunovich weit aus dem Fenster. Vor laufender Fernsehkamera prognostizierte er dem amerikanischen Unternehmen ein noch schlechteres Ergebnis.

Das iPhone 6S und das iPhone 6S Plus verkauften sich nicht wie erwartet. Viele Kunden bevorzugten statt der teuren Topmodelle die günstigeren Vorjahresmodelle, also das iPhone 6 und 6 Plus.

Milunovich bei seinem Fernsehauftritt vor der Präsentation der Apple-Quartalszahlen. Er empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf.
screenshot: patently apple

Mit dieser düsteren Prognose lag Milunovich falsch. Kein Wunder, schlugen ihm bei Twitter Spott und Schadenfreude entgegen. 

Gerne hätten wir vom UBS-Mann erfahren, was er Tim Cook fragen wollte. Und natürlich nimmt uns auch Wunder, warum die Leitung stumm blieb. Eine entsprechende Anfrage blieb bislang unbeantwortet.

Apple: Spannende Hintergrund-Storys

So arbeiten die heimlichen Bodyguards von Apple-Chef Tim Cook und Co.

Exklusive Einblicke: Video zeigt das geheime Design-Labor von Apple

Der Apple-Chef kündigt das «grösste, kühnste und ehrgeizigste Projekt» an. Spoiler: Es ist kein iPhone

Vom iPhone zum iCar. Darum nimmt Apple die Autoindustrie ins Visier und knüpft sich Erzfeind Google vor

Apple ist bemüht, in Asien für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen

Apple gegen Samsung – oder: Wenn Mitarbeiter Geschäftspapiere aufessen

Alle Artikel anzeigen

Die wichtigsten Gerüchte zum iPhone 7

Du hast watson gern?
Sag das doch deinen Freunden!
Mit Whatsapp empfehlen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • E. Edward Grey 27.01.2016 12:35
    Highlight "Steve, ... are you there?"

    Klingt irgendwie immer noch mulmig wenn es um Apple geht.
    18 7 Melden
    • --Sevi-- 27.01.2016 22:23
      Highlight Wo du recht hast, hast du recht. 😁 Ich würde gerne wissen, was Apple mit ihm jetzt wäre. Da hätte es sicher das eine oder andere neue Produkt gegeben. 😊
      0 1 Melden
  • Crecas 27.01.2016 12:01
    Highlight Das passiert an jeder zweiten Telefonkonferenz mit 10+ Teilnehmer. Da gab's schon viel peinlichere Gegebenheiten. zB das Teilnehmer nicht stummgeschaltet waren und sie ohne zu merken peinliches rausgelassen haben, dass die ganze Welt gehört hat.
    64 0 Melden
  • SeKu 27.01.2016 11:56
    Highlight Hat es bei mir auch schon gegeben, dass eine Telefonkonferenz nicht richtig funktioniert hat. Wir empfanden das nicht als peinlich. Ich sehe nicht ein, warum es hier peinlich sein soll. Weil der Analyst zuerst eine falsche Prognose veröffentlichte? Bitte, Analysten machen gar nichts anderes als das. Wenn, dann sind Analysten also immer peinlich.
    Oder denkt ihr etwa echt die Apple-Bosse seien irgendswie Übermenschen/Gott oder was auch immer?
    59 2 Melden

Warum 1+2+3 beim iPhone-Taschenrechner 24 ergibt

Der Taschenrechner-App des iPhones bereiten selbst einfachste Rechenaufgaben Schwierigkeiten. Schuld an der Mathe-Schwäche ist wohl ein simpler Fehler.

Die Taschenrechner-App des iPhones ist unter bestimmten Umständen mit Aufgaben überfordert, die keinem Primarschüler Probleme bereiten würden. Wir haben auf einem iPhone 7 und iPhone 6S mit der Betriebssystem-Version 11.0.3 einfache Rechnungen ausprobiert. Als Ergebnis für die Rechnung 1+2+3 gab die App 24 an, 9-6-3 ergab bei unserem Test 63.

Die Rechenschwäche wird derzeit intensiv in Foren diskutiert und tritt auch in der erst seit wenigen Wochen verfügbaren neuen iOS-Version 11 auf. …

Artikel lesen