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epa04103343 ANX BTC founder and managing director Ken Lo (L), and an assistant demonstrate how to buy Bitcoins during the opening ceremony of the first Bitcoin counter in Hong Kong, China, 28 February 2014. The Bitcoin counter, operated by ANX, the operator of an online bitcoin-trading platform, allows people to buy the virtual currency without going online.  EPA/JEROME FAVRE

Bitcoin-Messe in Hongkong. Die Chinesen lieben die Kryptowährung.
Bild: JEROME FAVRE/EPA/KEYSTONE

Der Traum ist geplatzt: Die Bitcoins befinden sich fest in chinesischer Hand

Satoshi Nakamoto wollte eine Art Geld-Wikipedia schaffen. Stattdessen ist ein Monopol entstanden, das von ein paar chinesischen Unternehmen kontrolliert wird.



Bitcoins stammen ursprünglich aus der Szene der Cypherpunks, einer Art libertären IT-Anarchisten, die den Staat hassen und für möglichst viel Freiheit in allen Bereichen kämpfen. Für sie sind die Bitcoins mehr als nur eine Währung. Sie verbinden damit einen Traum: Es entsteht eine globale Währung, die dezentral organisiert wird. Die Zentralbanken werden überflüssig, der Staat schwach und schwächer, die Märkte triumphieren, so wie es die österreichische Schule der Ökonomie (Ludwig von Mises, Friedrich Hayek) schon immer gefordert hat.

«Kein Chinese legt sich für Bitcoins ins Zeug, weil er die libertäre Ideologie teilt oder weil er hofft, Regierungen zu stürzen.» 

Bobby Lee, CEO von BTCC

Die Realität der Bitcoins hat nichts mit diesem Traum gemein. Inzwischen wird die Kryptowährung monopolartig kontrolliert. «Über 70 Prozent aller Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk laufen über bloss vier chinesische Firmen, bekannt als Bitcoin-Mining-Pools», berichtete kürzlich die «New York Times».  

epa05328289 A view of computer equipment seized by Spanish National Police during a press conference on a police operation against an alleged bitcoin fraud network, in Madrid, Spain, 25 May 2016. A total of 30 people were arrested in seven Spanish provinces, as part of an operation in collaboration with Europol and Eurojust against alleged Bitcoin mining in the framework of an investigation about the illegal distribution of pay per view television content. The defendants are accused of being involved in decoding with specialized computer equipment in order to authenticate and assure the security of transactions with the virtual currency.  EPA/VICTOR LERENA

Computer, die von der spanischen Polizei beschlagnahmt wurden, weil damit versucht wurde, Bitcoins zu fälschen. Bild: EPA/EFE

Obwohl die chinesische Regierung den Gebrauch von Bitcoins im eigenen Land untersagt, sind die chinesischen Bitcoin-Börsen weltweit führend und für fast die Hälfte aller Transaktionen verantwortlich. Die Chinesen bauen ihre Vorherrschaft zudem immer weiter aus. So hat der Internetgigant Baidu zusammen mit drei Banken das amerikanische Bitcoin-Unternehmen Circle gekauft.  

Die passionierten Gambler lieben die Bitcoins

Anders als die Cypherpunks sind die Chinesen knallharte Rechner. Sie haben erkannt, dass die Bitcoins zu einem Milliardengeschäft geworden sind und wollen daran teilhaben. «Kein Chinese legt sich für Bitcoins ins Zeug, weil er die libertäre Ideologie teilt oder weil er hofft, Regierungen zu stürzen», spottet Bobby Lee, CEO von BTCC, einer Bitcoin-Firma in Shanghai.   Es sind andere Gründe, die Bitcoins für die Chinesen attraktiv machen. Sie sind zum einen passionierte Gambler und lieben die nach wie vor grossen Kursschwankungen der Kryptowährung. Zudem bietet sich ihnen so eine Gelegenheit, einen Teil ihres Vermögens ins Ausland zu schaffen.

China bietet schliesslich ideale Bedingungen für das Herstellen von Bitcoins. Dazu braucht es gewaltige Computerleistungen, die wiederum grosse Mengen an Strom verschlingen. Die staatliche chinesische Wirtschaft hat die Eigenschaft, sich gelegentlich zu verschätzen und Elektrizitätswerke an Orten zu bauen, wo sie gar nicht gebraucht werden. Das nützen die Bitcoin-Unternehmer aus. Sie bauen die Bitcoin-Fabriken in unmittelbarer Nähe dieser Anlagen und erhalten deshalb sehr billig Strom.  

Die Chinesen liessen die Amerikaner abblitzen

Gleichzeitig haben sie sich zu Pools zusammengeschlossen, zu denen sie auch kleinen Minern Zutritt gewähren. So sind sie in der Lage, die Szene zu kontrollieren, sehr zum Ärger der Amerikaner. «Die Konzentration ist kein gutes Zeichen», klagt Edmin Gun Sirer, Professor an der Cornell University und Bitcoin-Spezialist. «Wir müssen uns ernsthaft um das Problem kümmern, wenn wir immer noch an die Dezentralisierung glauben.»

Dazu könnte es allerdings bereits zu spät sein. Im vergangenen April liessen die Chinesen eine amerikanische Delegation kühl abblitzen. Die Amerikaner wollen die Kapazität der Blockchain ausbauen und das Netzwerk ausweiten. Daran haben die chinesischen Monopolisten logischerweise kein Interesse.  

Monopol anstatt Geld-Wikipedia

Satoshi Nakamoto, der mysteriöse Erfinder der Bitcoins, wollte mit dieser Währung eine Art Geld-Wikipedia schaffen, ein System, in dem Freiwillige zusammen mit ausgeklügelter Software ein gleichzeitig globales und dezentralisiertes Währungssystem unterhielten. Entstanden ist ein straff organisiertes Monopol.

Das sollte auch den Anhängern der österreichischen Schule zu denken geben.

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76
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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • kosmo 23.07.2016 20:19
    Highlight Highlight
    Play Icon

    Bitclub Mining Network..
    0 0 Melden
  • Sososo 06.07.2016 16:03
    Highlight Highlight löpfes headline trifft leider (vorerst) zu. nebst der technologischen innovation, hatte man auch eine soziale umwälzung in aussicht gestellt. der kleine mann sollte leichteren zugang zum wirtschaftskreislauf bekommen, weniger abhänig von staatlichen institutionen, der grossfinanz und anderen playern des establishments sein. diese emanzipation hat sich sehr beschränkt vollzogen. die mächtigen haben es geschaft ihren einfluss/marktmacht in der blockchain zu übersetzen. dass die blockchain dazu in ihrer funktionsweise nicht korrumpiert werden musste, ist kein trost/erfolg. ganz im gegenteil :(
    1 1 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 06.07.2016 23:06
      Highlight Highlight So ein Quatsch. Bitcoin ist in Thailand, auf Bali und mehreren Regionen in Indien und in Kenya und ein paar anderen Länder ein valables elektronisches Zahlungsmittel. Die Technologie ist noch keine 10 Jahre alt, das nächste Hapvening steht kurz bevor. Also der Ausgang ist definitiv noch vollends offen.
      3 0 Melden
  • .jpg 06.07.2016 13:29
    Highlight Highlight 1.) Geografische stellen haben keinen Faktor auf Bitcoins.
    2.) Ja der Staat hat keinen Einfluss auf die Bitcoin Währung und wird es wohl auch nie haben.

    Aus meiner Sicht immer noch Ziel erreicht Herr Löpfe.
    Was gibt es noch zu kritisieren? Es haben sich halt freie menschen zusammengesetzt und haben das Ziel verfolgt möglichst viele Bitcoins minen zu können.
    Weder Staat noch Banken haben hier was zu melden also aus meiner Sicht über nichts in die Hose gegangen.
    Das mit der Monopolartigen Kontrolle war totale Angstmacherei.
    Kontrollieren kann es so gut wie niemand. Jeder kontrolliert für sich.
    6 0 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 06.07.2016 23:07
      Highlight Highlight Genau! Und das egoistische monetäre Interesse der Miner ist auch die Garantie, dass sie ihre Position nicht missbrauchen. Denn verliert Bitcoin seinen Wert/Ruf trifft es die vier Mining Companys existenziell.
      1 0 Melden
  • Christopher Zechendorf 06.07.2016 10:37
    Highlight Highlight Für das Bitcoin-Netzwerk ist es egal an welcher Stelle auf dem Globus das Mining stattfindet.

    Die Pools üben auch keinerlei "monopolartige Kontrolle" aus, sondern sie verarbeiten einfach die Transaktion nach den vorgegebenen Regeln. Ganz im Sinne des Bitcoin Whitepaper von Satoshi und den Österreichern wie Hayek. An dieser Stelle ist der Artikel faktisch falsch.

    Die Pools haben abgelehnt, das Protokoll, also die Regeln, nach den Wünschen einer Minderheit zu ändern. Ich würde dieses Verhalten von Marktakteuren allerdings nicht als straff organisiertes Monopol bezeichnen.
    4 0 Melden
  • Matthiah Süppi 05.07.2016 22:00
    Highlight Highlight Kann mir mal irgendjemand das ganze (Bitcoin allgemein und den Artikel) erklären? Ich verstehe nur Bahnhof.
    3 1 Melden
  • MaskedGaijin 05.07.2016 18:26
    Highlight Highlight also wenn sie die libertäre Idee nicht unterstützen, finde ich das eher positiv.
    4 5 Melden
  • Spir0u 05.07.2016 17:42
    Highlight Highlight Ich finde dieses Thema sehr spannend und habe eine gute Alternative entdeckt, denke ich. Sie nennt sich Rimbit und verzichtet auf das anfällige "mining", das heisst es bringt nichts, sehr viel rechenpower zu haben. Lässt man aber die Applikation offen, wird man durch Zinsen belohnt.
    3 5 Melden
  • Skeptischer Optimist 05.07.2016 17:38
    Highlight Highlight Bitcoin, geschaffen von Scharlatanen für Scharlatane zeigt seine Stärken ......
    8 12 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 01:31
      Highlight Highlight Der oder die Erschaffer von Bitcoin sind unbekannt. Pseudonym: Satoshi Nakamoto. Genauso unbekannt deren/dessen Motivation. Es kann schon sein, dass Scharlatanerie (Steuerflucht) eine gewisse Rolle gespielt hat.

      Ich finde es aber unfair, wenn du alle Blockchain-Tüftler in den gleichen Topf wirfst. Die meisten von ihnen sind absolut integre Menschen mit überdurchschnittlich hohen ethischen und moralischen Ansprüchen an sich selbst. Sie sind das Gegenteil von Scharlatanen. Es wären Vorbilder!
      3 1 Melden
  • djangobits 05.07.2016 17:36
    Highlight Highlight Zugegeben, der aktuell Stand von Bitcoin. Ist kompliziert, aber in dem Artikel Stimme wieder mal so einiges nicht. Es stimmt zwar, dass chinesische Pools aktuell am meisten Hashrate vereinen, aber sonst ist so einiges falsch. Zb die dämliche Bildunterschrift von angeblich spanischen Computern mit denen man "Bitcoins fälschen" wollte. Da hat jemand arg keine Ahnung von der Materie. Oder der Quatsch mit der angeblich abgeblitzten Ami Delegation (das war Garzik mit seinem Classic Vorschlag, der leider eine Minderheit der Bitcoin Community repräsentiert). Besser recherchieren oder schweigen.
    20 2 Melden
    • Philipp Löpfe 06.07.2016 07:22
      Highlight Highlight Die Bilderunterschrift ist tatsächlich problematisch. Doch seid gnädig: Wir Journis haben bei den Bitcoins das Problem, dass wir ständig mit den ewig gleichen Symbolbildern arbeiten müssen.
      2 7 Melden
    • .jpg 06.07.2016 13:31
      Highlight Highlight Herr Löpfe,
      Gehen sie nochmals hinter die Bücher. Sind sie eine Liberaler Journalist?
      0 1 Melden
  • Kronrod 05.07.2016 17:10
    Highlight Highlight Ein Monopol ist, wenn ein Anbieter allein den Markt dominiert. Hier sind es vier, die zusammen 70% haben. Bestenfalls kann man von einem Oligopol sprechen. Alles andere ist sachlich falsch.
    32 8 Melden
    • Philipp Löpfe 05.07.2016 19:46
      Highlight Highlight Ein bisschen haarspalterisch, zumal zwei der vier deutlich dominanter sind.
      9 27 Melden
    • mpo 05.07.2016 20:21
      Highlight Highlight Auch zwei sind noch immer ein Oligopol und kein Monopol ;)
      24 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 20:34
      Highlight Highlight Eigentlich geht's nur um die Frage, ob es den Chinesen (oder sonst wem mit viel Power) gelingt, das System zu korrumpieren. Das gelingt den Chinesen nicht. Sie korrumpieren das System nicht, sondern halten es am Laufen. Und wenn sie ihr Zeugs abstellen, läuft's einfach anderswo auf dem Planeten ohne Chinesen weiter. Also kein grosses Problem.

      Monopol geht gar nicht. Innerhalb der Bitcoin-Community herrscht auch darüber Einverständnis, dass ein Oligopol ebenso absolut nicht drin liegt. Insofern hat Bitcoin tatsächlich versagt, aber es sind Lösungen in Sicht.
      7 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amboss 05.07.2016 16:32
    Highlight Highlight Jetzt mal ehrlich:
    Betrifft, rsp. intressiert das Thema irgendwen, ausser ein paar Technikfreaks?
    Das geht doch an der grossen Masse sowas von vorbei.

    Sollen doch die Chinesen mit den Bitcoins machen, was sie wollen.


    Oder kann mir irgendwer sagen, weshalb ich mit dieser Ansicht falsch liegen sollte?
    27 105 Melden
    • NiemandWirklich 05.07.2016 16:40
      Highlight Highlight Es ist durchaus auch eine interessante Entwicklung aus wirtschaftlicher Sicht. Der Artikel endet nicht ohne Grund mit "(...) sollte auch den Anhängern der österreichischen Schule zu denken geben."
      37 4 Melden
    • Hubsyn 05.07.2016 16:57
      Highlight Highlight Genau, viel interessanter wäre doch ob Kim Kardashian eine neue Haarfarbe hat. Ihr PC hat diesen Artikel ja nicht automatisch ausgewählt, sie haben bewusst darauf geklickt. Worauf ich hinaus will ist glaube ich klar.
      18 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 17:01
      Highlight Highlight Ja, Amboss. Ich versuch's... ;)

      Bitcoin ist eine praktische Anwendung (Proof of Concept) einer "revolutionärer IT-Technik" namens Blockchain.

      Deswegen "revolutionär" und relevant, weil es auch starke politische Komponenten und Beweggründe enthält.

      Im Grunde genommen geht es um Peer-To-Peer-Technologie, bei der die Technik so gestaltet wird, dass sie Macht-/Information-/Vertrauens-Kummulationen bei einzelnen Peers verunmöglicht, und somit jeder Peer gleichberechtig ist.

      Etwas fachlicher zB. da:

      https://gnunet.org/sites/default/files/fk-2016-1-p46.pdf

      Relevant?
      10 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Topoisomerase 05.07.2016 16:12
    Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht. Man muss ein grenzenloser Optimist sein, um zu denken, dass der Mensch etwas ohne egoistische Gedanken macht.
    30 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 17:31
      Highlight Highlight alessandro: in der (mathematischen) Spieltheorie gibt es zahlreiche Beispiele die zeigen, dass ein ausschliesslich egoistisches Verhalten auch (zwangsläufig) zu ausgeprägten Altruismus führen wird. Wichtig wäre demnach, solche "Spiele" (bzw. Spielregeln) zu fördern.

      Bitcoin hat's versucht, ist gescheitert, schon lange, alle wissen es, aber Aufgeben ist keine Option, weil man die Probleme lösen kann. Optimistisch, okay.

      Gerade deswegen bin ich optimistisch, weil alle Menschen Egoisten sind und das wirklich gut können.
      4 1 Melden
    • Moe Mentmal 05.07.2016 18:38
      Highlight Highlight Das Problem solcher Theorien ist leider, dass sie die Komplexität sozialen Handelns soweit reduzieren (müssen), dass sie am Ende an der Realität scheitern. Mag mich da noch gut an Diskussionen über absurde Modelle mit einem VWL-Studi-Mitbewohner erinnern.
      5 2 Melden
    • Topoisomerase 05.07.2016 18:57
      Highlight Highlight Das Problem, welches ich in der Spieltheorie sehe (auch wenn ich sie bemerkenswert finde), ist die Tatsache, dass ein Mensch nie so rational reagieren wird wie vorgesehen. Gewisse Emotionen und Gefühlsregungen passieren aus dem Affekt.
      Der lebenserhaltende Egoismus (Triebtheorie, Verteidigung und Sicherung des Eigenen) mag rational begründbar sein, doch ist kein Mensch mehr so extrem darsuf fokussiert, wie von der Spieltheorie angenommen.
      Falls ich kompletten Schwachsinn erzähle, kannst Du gerne dagegenhalten.
      Ich bleibe pessimistisch.
      5 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 15:48
    Highlight Highlight Danke Philipp Löpfe! Du hast die aktuellen Probleme von Bitcoin super beschrieben. Auch die Bitcoin-Gemeinde hat die Probleme erkannt.

    Diese Probleme hängen mit der Blockchain-Technologie von Bitcoin zusammen. Zur Konsensbildung braucht es viel Rechenleistung und Strom. Chinesen verfügen über beides im Übermass. Insbesondere designen sie inzwischen spezialisierte Chips nur zum Zweck, Bitcoins zu schürfen.

    Satoshi hat deutlich gemacht, was möglich wäre, und wo die Probleme liegen. Es gibt dazu auch Lösungsvorschläge.

    zB. da:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Proof-of-stake
    20 3 Melden
  • TanookiStormtrooper 05.07.2016 15:43
    Highlight Highlight Der Name wäre Satoshi Nakamoto...
    12 0 Melden
    • Marius Egger 05.07.2016 15:45
      Highlight Highlight @TanookiStormtrooper: Absolut richtig. Danke, ist korrigiert.
      16 0 Melden
    • TanookiStormtrooper 05.07.2016 15:49
      Highlight Highlight Jetzt nur noch den Vornamen (am Anfang Satohsi am Ende Sathosi)... ;)
      9 0 Melden
    • Laurent 05.07.2016 15:58
      Highlight Highlight @TanookiStormtrooper: -_- ist korrigiert :D
      17 1 Melden
  • goschi 05.07.2016 15:30
    Highlight Highlight Wie so oft, wenn Idealisten idealistisch handeln und dabei die menschliche Natur ignorieren.

    Daran kranken praktisch alle Weltverbesserer, sie wollen die Welt gegen den Menschen verbessern, zwar aus hehren Zielen aber mit grundlegenden Fehlern in der Herangehensweise.
    Man darf nie ausser Acht lassen, wieviel Ehrgeiz menschen an den tag legen, wenn sie sich einen Vorteil damit erschaffen können und auch wenn dies nur eine minderheit sein mag, sie haben grosse Wirkungen.
    40 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 16:00
      Highlight Highlight goschi: hast du dich denn wirklich schon mal mit diesen sonderbaren Nerds auseinandergesetzt, die du hier als "Weltverbesserer" und "Idealisten" kritisierst?

      Welche grundlegenden "idealistischen" Fehler wirfst du ihnen konkret vor?

      Ich meine, dein Vorwurf, dass sie den menschichen "Ehrgeiz" und Egoismus ausser acht lassen, ist in diesem Fall unbegründet, weil er m.E. nicht den Tatsachen entspricht. Im Gegenteil. Gerade darum geht's ihnen doch. Diesen Einfluss technisch zu verunmöglichen. Daran scheint es mir nicht zu "kranken". Woran denn dann?
      4 8 Melden
    • goschi 05.07.2016 16:35
      Highlight Highlight Die Chinesen zeigen eben gerade, wie man diesen Einfluss einbringt, sie haben die vermeintlichen Schutzschranken effektiv ausgehebelt.

      9 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 16:53
      Highlight Highlight goschi: diese Schutzschranken, die die Chinesen vermeintlich ausgehebelt haben, sind im Bitcoin-Protokoll von Anfang an eingebaut. Es sind keine Schutzschranken, es ist auch keine Bösartigkeit der Chinesen. Es ist nur eine Schwäche, die der Bitcoin-Gemeinde seit jeher bekannt ist.

      Es wird den Chinesen trotz ihrem Power nicht gelingen, die Bitcoin-Blockchain zu korrumpieren. Sollten sie es versuchen, wären sie schnell aus dem Markt. Sie tun es logischerweise nicht.

      Um diese in Bitcoin enthaltene Chinesen-Schwäche (Proof of Work) zu beseitigen, gibt's inzwischen zahlreiche Lösungsansätze.
      6 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 05.07.2016 15:24
    Highlight Highlight Eigentlich keine Überraschung. Ich bin kein besonderer Menschenfreund oder Optimist. Daher glaube ich, dass Menschen immer versuchen, jedes System für ihre eigenen egoistischen Zwecke auszunutzen. So geschehen mit Bitcoin.
    54 4 Melden
    • Scaros_2 05.07.2016 15:42
      Highlight Highlight Absolut zustimmend - wir können gar nicht anders. Ich glaube eine K.I. könnte neben Menschen nie friedlebig leben ohne das wir Triebe entwickeln, das wir sie kontrollieren möchten.
      12 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 17:37
      Highlight Highlight Und was, wenn die K.I. intelligenter ist, und sie sich aus der Kontrolle befreit?
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