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Roaming-Gebühren in der EU gehören ab Mitte Juni der Vergangenheit an

06.04.17, 15:41


epa05868694 Models use mobile phones as they prepare backstage during the Moscow Fashion Week Fall/Winter 2017, in Moscow, Russia, 24 March 2017. The event runs from 21 to 26 March.  EPA/MAXIM SHIPENKOV

Bild: MAXIM SHIPENKOV/EPA/KEYSTONE

Das Aus für Roaming-Gebühren in Europa ist endgültig beschlossene Sache: Das Europaparlament verabschiedete am Donnerstag eine Verordnung, die Obergrenzen für die gegenseitige Gebührenabrechnung zwischen europäischen Mobilfunkunternehmen festlegt.

Damit steht der Abschaffung der Roaming-Gebühren ab 15. Juni nichts mehr im Weg. Ab diesem Tag können Handy-Kunden EU-weit ohne zusätzliche Gebühren mit ihrem Handy telefonieren, SMS versenden oder im Internet surfen.

Die Neuregelung enthält allerdings eine Missbrauchsklausel. Sie soll verhindern, dass etwa ein in Deutschland lebender Konsument einen Handy-Vertrag in einem anderen Land abschliesst, wo die Gebühren deutlich billiger sind.

Die Aufhebung der Roaming-Gebühren ist das Ende eines langwierigen Prozesses. Seit 2007 sind die erlaubten Aufschläge für Telefonie, SMS-Versand und Datennutzung im EU-Ausland bereits um 90 Prozent gefallen.

Schweizer Konsumenten sind allerdings von der neuen Regelung nicht betroffen. Weil die Schweiz nicht zur EU gehört, profitieren Schweizer Telekomanbieter auch nicht von den regulierten Einkaufskonditionen. Aus diesem Grunde müssen die Schweizer weiterhin Gebühren für die Nutzung des Handys oder Tablets über Mobilfunknetze im Ausland zahlen.

Die massive Senkung der Roaming-Gebühren in der EU ab 2011 hatte indes indirekt Auswirkungen hierzulande. So kam es wiederholt zu politischen Vorstössen. Und die drei Riesen Swisscom, Sunrise und Salt haben seither wiederholt die Roaming-Tarife gesenkt. (sda/afp)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • patnuk 07.04.2017 14:25
    Highlight Es gibt Fair-Use-Klausel. Die Roaminggebühren für Mobilfunk werden nicht gänzlich abgeschafft. Die EU beschloss mit einer Fair-Use-Klausel, die es Mobilfunkanbietern ermöglicht, in bestimmten Fällen wieder Zuschläge zu verlangen – und zwar von Kunden, die länger als vier Monate und zwei Wochen mit einer günstigen ausländischen SIM-Karte telefonieren oder das Internet nutzen. So soll verhindert werden zum Beispiel, dass massenhaft Kunden an ausländische Konkurrenz zu verlieren, weil die Tarife teilweise günstiger sind und es gibt keine Regel Roaming in einen Vertrag einzubinden.
    1 1 Melden
  • pamayer 06.04.2017 20:25
    Highlight Also nun Schweizer Telefonanbieter: Roaming Gebühren abschaffen, und zwar ganz.

    Danke.
    8 1 Melden
    • Alnothur 07.04.2017 00:16
      Highlight Die Abopreiserhöhung wird sicher mit Begeisterung aufgenommen werden.
      5 0 Melden

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