Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das kleinste Inkjet-Farbbild der Welt misst gerade mal so viel wie die Querschnittsfläche eines menschlichen Haares.
Bild: Scrona/ETH Zürich

Weltrekord für die ETH: Das kleinste gedruckte Bild misst 0,0092 Quadratmillimeter

Schweizer Forscher haben dank 3D-Nanodruck-Technologie das kleinste Farbbild gedruckt, das je mit einem Tintenstrahldrucker hergestellt wurde. Es zeigt drei Clownfische, nur erkennen kann man sie mit blossem Auge nicht. Hier kommt ein Profi-Mikroskop in Kreditkartengrösse ins Spiel.

15.12.15, 14:56


Ein Artikel von

Experten ist nach eigenen Angaben das kleinste Farbbild der Welt aus einem Tintenstrahldrucker gelungen. Es zeigt drei Clownfische und eine Seeanemone auf einer Fläche, die dem Querschnitt eines menschlichen Haares entspricht, berichtet die ETH Zürich. Mit blossem Auge ist es nicht mehr zu erkennen.

Das ausgedruckte Bild messe 0,0092 Quadratmillimeter und habe Seitenlängen von 0,08 und 0,115 Millimetern. Damit könne es der Druck ins Guinness Buch der Rekorde schaffen, so die Universität. Von den Rekordexperten begutachtet wurde es schon – unter einem speziellen Mikroskop.

Die dargestellten Clownfische sind üblicherweise 10 Zentimeter lang. Auf dem Miniaturbild werden sie um den Faktor 3333 geschrumpft dargestellt.

Ausdruck dauerte mehrere Stunden

Der technologische Schlüssel für die gute Qualität der Unterwasser-Szenerie seien sogenannte Quantenpunkte, berichtet die ETH weiter. Diese Nanopartikel leuchteten je nach Grösse in spezifischen Farben. Für das Bild seien mit höchster Präzision mehrere Lagen von roten, grünen und blauen Quantenpunkten übereinander gedruckt worden. Der Abstand zwischen zwei Pixeln betrage 500 Nanometer – das sind 0,0005 Millimeter.

Schon jetzt würde die Technologie vermehrt für die Herstellung von Flachbildschirmen eingesetzt. Grundsätzlich deute sich eine vielversprechende Alternative für Displays an. Dazu müsse aber das Tempo gesteigert werden: der Ausdruck des Bildes dauerte mehrere Stunden.

Neben der ETH-Zürich war auch die auf Kleinstdruck spezialisierte Firma Scrona AG in Zürich an der Arbeit beteiligt.

Ein Profi-Mikroskop, das ins Portemonnaie passt – jetzt bei Kickstarter

Die Schweizer Firma Scrona sorgt laut ETH-Mitteilung für die Skalierung und Kommerzialisierung der Technologie, sodass sie im grossen Massstab eingesetzt werden könne. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, dem sei die aktuelle Kickstarter-Kampagne des Spin-offs empfohlen. «Dabei kann man sich sein persönliches Mikrobild drucken lassen und erhält dazu ein kreditkartengrosses Mikroskop, um das Bild betrachten zu können.» Das Mikroskop wird drahtlos mit dem Smartphone verbunden, um die erfassten Inhalte auf dem Display anzuzeigen. Die Finanzierungsrunde auf der Crowdfunding-Plattform endet am 9. Januar 2016. (dsc)

(jme/dpa)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

«Viele zerfallen richtiggehend»: Der Schwund der Schweizer Gletscher in Zahlen

Der Gletscherschwund in der Schweiz geht weiter. Ein Überblick in Zahlen:

… grössere und kleinere Gletscher gibt es in der Schweiz – ungefähr.

… ihrer Masse haben diese Gletscher in der Schweiz allein im hydrologischen Jahr 2017/18 (1. Oktober bis 30. September) verloren. Absolut ausgedrückt sind das …

… Eis, wie die Akademie der Naturwissenschaften schätzt.

… hoch wäre die gesamte Schweiz mit Wasser bedeckt, hätte man den gesamten Eis-Verlust der letzten 10 Jahre aufgestaut. Summiert haben …

Artikel lesen