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Woah! Diese optischen Täuschungen sind echt genial gemacht

Auf den ersten Blick scheint alles klar: Auf dem Schreibtisch stehen ein Plastikbecher, ein Schminkspiegel und ein Zauberwürfel. Doch das neue Video des YouTube-Zauberers Brusspup ist für manche Überraschung gut.

Jörg Breithut / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Hinweis: Wenn du dich vom Video überraschen lassen willst, schau es vor dem Weiterlesen dieses Artikels.

Es ist kaum zu erkennen, dass Brusspup anstatt der Spiegelreflexkamera und dem Zauberwürfel in manchen Szenen lediglich Fotos auf den Tisch gelegt hat. Er hat an alles gedacht: Der Würfel wirft den richtigen Schatten, die Reflexionen auf dem Becher stimmen mit der tatsächlichen Lichtquelle neben dem Schreibtisch überein.

Das Verwirrspiel regt die Nutzer in den Videokommentaren zu allerlei Spekulationen an. Denn in manchen Szenen steht etwa ein echter Spiegel auf dem Tisch. Und auch wenn einige Zuschauer angeben, den Foto-Fake gleich erkannt zu haben: Den Tischdeckentrick am Ende hat offenbar kaum jemand kommen sehen.

Wie die Deckenmaler im Mittelalter

Der Clip mit dem verblüffenden Videotrick ist binnen weniger Tage rund eine halbe Million Mal aufgerufen worden. Brusspup nutzt für seinen Trick sogenannte anamorphe Bilder. Das Prinzip: Nur aus einer ganz bestimmten Perspektive nimmt der Betrachter ein Bild in den richtigen Proportionen wahr. Die Kamera bleibt daher auch immer an der gleichen Position und zoomt zwar näher hin, ändert aber nicht den Blickwinkel. Das ist auch der Grund, warum die Fotos des Würfels und des Plastikbechers erst verzerrt aussehen, sobald sie gedreht werden.

Dieses Prinzip haben auch Deckenmaler im Mittelalter angewandt und ihre Werke verzerrt auf gewölbte Wände gemalt. Nur so wirkten die Malereien vom Boden aus perspektivisch korrekt. Heute nutzen diesen optischen Trick unter anderem Künstler in Fussgängerzonen, die mit ihren Kreidekreationen grosse Schluchten auf dem Boden entstehen lassen.

Seine Tricks zeigt Brusspup schon seit einigen Jahren bei YouTube. Alle paar Wochen lädt er ein neues Video mit optischen Illusionen hoch. Dafür bastelt er unheimliche Pappdinosaurier, die mit ihrem Blick ständig der Kamera folgen, klebt überdimensionale Billardkugeln in leere Poolbecken und lässt Wasser spiralförmig aus einem Schlauch sprudeln. Der YouTuber sieht sich aber wohl weniger als Zauberer, als als Wissenschaftler. Denn seine Tricks verrät Brusspup in jedem Video.

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