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LeFloid fragte Merkel Fragen seiner Fans. Bild: screenshot youtube

LeFloid fragt Merkel für YouTube: «Haben Sie Angst vor Nationalismus?»

Einheitliches Abitur, Homo-Ehe und Rassismus in Deutschland: Eine halbe Stunde lang hat der YouTuber LeFloid mit Angela Merkel gesprochen. Die Fragen kamen überwiegend von seinen Fans. 

13.07.15, 20:17 14.07.15, 08:28

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Der YouTuber LeFloid hat Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen – und ihr ein paar Fragen gestellt. Auf seinem Kanal veröffentlichte er das halbstündige Gespräch mit der CDU-Politikerin über Themen wie Whistleblower, ein einheitliches Abitur oder das Freihandelsabkommen TTIP. «Haben Sie aktuell ein bisschen Angst vor einer neuen Art des Nationalismus?», fragt der 27-Jährige darin unter anderem.

Gleich zu Beginn des Interviews ging es um die Haltung der Kanzlerin zur gleichgeschlechtlichen Ehe. Sie sei sehr stark dafür, alle Diskriminierungen abzuschaffen. «Für mich persönlich ist Ehe das Zusammenleben von Mann und Frau, das ist meine Vorstellung» sagte Merkel. Sie sei aber für eingetragene Partnerschaften und gegen Diskriminierung im Steuerrecht. «Wo immer wir noch Diskriminierung finden, werden wir die auch weiter abbauen.»

Das Interview mit Angela Merkel – #NetzFragtMerkel. YouTube/LeFloid

In den Tagen vor dem Interview hatte LeFloid seine Fans aufgefordert, ihm unter dem Hashtag #NetzFragtMerkel Fragen für das Gespräch vorzuschlagen. Eigene Fragen wolle er kaum stellen, so das Versprechen. Zudem bekomme er für sein Merkel-Interview kein Geld, schrieb der YouTuber auf Facebook.

LeFloid heisst eigentlich Florian Mundt und macht Videos für YouTube – besonders sein Boulevard-Format «LeNews» ist populär. Die neuesten Videos kommen regelmässig auf mehr als eine Million Abrufe, ältere Clips mit klickträchtigen Vorschaubildern und Titeln sammelten bis zu drei Millionen Klicks. LeFloids Videokanal kommt auf 2,6 Millionen Abonnenten und existiert seit 2007, damit zählt der 27-Jährige zu den dienstältesten deutschen YouTubern. Die meisten Zuschauer von LeFloid sind 16 bis 24 Jahre alt.

mxw/brk

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ruffy 14.07.2015 10:14
    Highlight Der Typ ist das Pendant zur Bild Zeitung auf Youtube...
    2 3 Melden
    • jk8 14.07.2015 14:32
      Highlight Was labern sie da?
      (Sorry für die Ausdruksweise, aber es würde mich zu viel Zeit und Energie kosten, Ihre kreuzfalsche Aussage zu korrigieren, da ist die obenstehende Frage ein guter Vertreter von dieser)
      1 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.07.2015 18:18
      Highlight Demnach muss die Bild noch fundierter und pointierter schreiben als die FAZ und NZZ zusammen.
      Werde gleich eine Bild holen. Danke für denn Tipp!
      0 1 Melden
  • Kronrod 14.07.2015 08:18
    Highlight Ich wäre ein schlechter Politiker. Mir fiele als erstes immer die falschen Antworten ein. Zum Beispiel zur Eingangsfrage, "Warum gerade jetzt?": "Es herrscht Sommerloch, da begnügt man sich als Politiker auch mal mit Youtube." oder zur gleichgeschlechtlichen Ehe: "Da sehe ich kein Problem, Schwule durften ja schon immer heiraten, einfach nicht einen Mann." etc. etc.
    7 0 Melden
  • Micha Moser 13.07.2015 22:47
    Highlight War positiv überrascht!
    4 2 Melden
  • zigi97 13.07.2015 22:29
    Highlight Grundsätzlich begrüsse ich, das die Politik nun den Einfluss der "YouTube-Szene" anerkennt. Allerdings bin ich der Meinung, dass LeFloid nicht die geeignetste Person dafür ist. Stattdessen hätte ich das Team von "Was geht ab" oder "SRSLY" vorgeschlagen, obwohl die (leider) niemals die Reichweite eines LeFloid besitzen. LeFloid hat für meinen Geschmack einfach viel zu wenig kritisch gefragt. Besonders die Frage über Cannabis: Merkel sagt nur dass sie hier sehr restriktiv sei, ohne weitere Begründung. LeFloid hat es leider unterlassen nachzuhaken.
    8 1 Melden
    • jk8 14.07.2015 14:34
      Highlight Was geht ab und Lefloid sind sehr ähnlich, arbeiten auch häufig zusammen
      Ich finde das Interview mit Floid absolut sinnvoll!
      1 1 Melden
    • zigi97 14.07.2015 17:17
      Highlight Ich finde das Interview mit LeFloid durchaus auch sinnvoll. Jedoch hätte ich persönlich lieber einen der oben genannten gesehen. Der Hauptgrund dafür dass die Wahl auf Floid gefallen ist, ist wohl dass er von allen die politischen Content machen die grösste Reichweite hat.
      Und ja, Floid und Was geht ab haben gemeinsamkeiten, jedoch halte ich letztere dennoch für "seriöser".
      1 0 Melden
  • The Destiny 13.07.2015 20:32
    Highlight Wars nötig diesen Müll zu übernehmen?

    Le floid hat nichts auf einem seriösen Newsportal zu suchen und das seit ihr doch?
    Wenn nicht, danke für das Richtigstellen.

    17 33 Melden
    • sleeper 13.07.2015 21:17
      Highlight Diese Aussage halte ich für etwas anmassend. Ich selbst bin auch nicht unbedingt ein Fan seiner Arbeit. Allerdings müssen wir uns im Klaren sein, dass LeFloid für eine neue Medienkultur und -generation steht. Nur weil diese neue Kultur für einige von uns unverständlich ist, heisst das nicht, dass sie schlechter oder weniger wert ist.
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    • Jaing 13.07.2015 21:29
      Highlight Ich glaube Destiny spricht nicht diese Medienkultur an, sondern LeFloid spezifisch. Er hat mehrere Male falsche Dinge verbreitet. Okay, das ist auch das Geschäftsmodell der Bild-Zeitung...
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    • The Destiny 14.07.2015 04:46
      Highlight Das trifft es Jaing.


      @sleeper, nichts gegen youtuber ich schau ja selbst dem einen oder dem anderen zu. s. Zigi97, post
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    • sleeper 14.07.2015 18:22
      Highlight Alles klar, dann hab ich deine Aussage falsch interpretiert, sorry. Ich kenne LeFloids arbeit zu wenig um mir ein Urteil über sein Glaubwürdigkeit machen zu können. Ich sehe ihn nur als Teil des Rückrats der Youtube-Community.
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