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Aufgepasst! Bund warnt vor versandten Microsoft-Office-Dokumenten

Die Behörden des Bundes rufen dazu auf, keine Office-Dokumente wie Word oder Excel von unbekannten oder verdächtigen Absendern zu öffnen. Derzeit seien vermehrt schädliche Dokumente im Umlauf.

08.07.16, 15:59 09.07.16, 09:53

Die Zahl von Spam-Kampagnen mit schädlichen Microsoft-Office-Dokumenten habe sich in den vergangenen Wochen rapide erhöht, teilte die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) am Freitag mit.

Die Kampagnen hätten zum Ziel, Computer mit Schadsoftware zu infizieren. Mit der Schadsoftware Locky würden Dateien auf dem Computer des Opfers verschlüsselt und das Opfer danach erpresst. Die Schadsoftware Dridex habe es auf eBanking-Konti abgesehen.

Die Angreifer verwenden Makros, um den Computer zu identifizieren. Microsoft hat deshalb das Ausführen von unsignierten Makros standardmässig deaktiviert. Nun versuchen die Angreifer, die Empfänger des E-Mails zu überzeugen, Makros zu aktivieren. MELANI rät dazu, niemals Makros in Office-Dokumenten auszuführen, die via E-Mail zugesendet werden.

Allgemein empfiehlt MELANI, skeptisch gegenüber unerwarteten E-Mails und E-Mails von unbekannten Absendern zu sein, einen aktuellen Virenschutz zu verwenden und regelmässig eine Sicherungskopie der Daten zu erstellen. Unternehmen sollen für die Visierung von Zahlungen via eBanking eine Kollektivunterschrift verwenden. Damit muss jede Zahlung von zwei verschiedenen Logins genehmigt werden, was das Risiko einer betrügerischen Zahlung reduziert. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • bangbang 09.07.2016 16:42
    Highlight Am besten freie, offene Formate benutzen und auch nicht herumsenden, sondern sicher ablegen und verlinken. Der ganze Müll existiert ja primär wegen IT Monokulturen und dummen "Standard"-Vorgaben... in der Schule gibt's sogar Powepoint-Zwang, das führt zum ähnlichen Schlamassel.
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  • Sapere Aude 09.07.2016 01:09
    Highlight Verwende für meine eigenen Texte sowieso andere Programme als Word und versende grundsätzlich nur PDF Dateien. Falls mehrere am gleichen Dokument arbeiten, ist ein google Doc je nachdem sowieso einfacher zum bearbeiten.
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  • Marco31 08.07.2016 21:50
    Highlight Am besten einfach die alten .doc-Endungen in E-Mails blockieren. Nach meiner Erfahrung kommen alle diese Mails mit dem alten Word- und Excelformat. Heute sollten solche Dokumente sowiso im neuen Format .docx verschickt werden.
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    • Madison Pierce 09.07.2016 16:26
      Highlight .doc verschickt zum Glück fast niemand mehr, auch Leute mit altem PC sind mittlerweile bei Office 2007 angelangt. :) Ein Lob an Microsoft, dass sie mit dem neuen Format eine separate Endung für Dateien mit Makros eingeführt haben. So kann man einfach .docm und .xlsm blocken.
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    • Gustav.s 09.07.2016 19:30
      Highlight Ich arbeite in einer staatlichen Firma mit 4000 Angestellten. Ich bin nur gelegentlich an einem Firmenpc/Terminal, freue mich dann immer wieder meinen alten Freund Karl Klammer zu treffen. Dachte eigentlich auch der sei schon lange verstorben.
      Oder anders gesagt: Es gibt noch uuuuunheimlich viele Alt-office da draussen.
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  • Wilhelm Dingo 08.07.2016 16:40
    Highlight Die aktuelle Welle ist speziell perfide: Der Absender ist oft (vermeintlich) bekannt und das Attachement ist mit dem eigenen Namen versehen. Weiter scheint oft ein Bezug zu einer tatsächlich stattgefundenen Transaktion zu bestehen, z.B. einem Onlineeinkauf. Das ist extrem schwierig zu erkennen.
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