Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

USB 3.1 könnte den Kabelsalat beenden. Bild: watson

USB 3.1

Das neue USB-Kabel soll Daten doppelt so schnell übertragen – und immer passen

Der neue USB-Standard 3.1 kann weit mehr Daten und Strom übertragen als sein Vorgänger. Praktisch: Der neue Stecker lässt sich nicht mehr falsch herum einstöpseln. Für Apple könnte dies zum Problem werden. 

04.04.14, 08:40 04.04.14, 08:55

Ein Artikel von

Mit der Einführung des Universal Serial Bus (USB) Ende der 90er-Jahre wurde für PC-Nutzer vieles einfacher. Der damals neue Standard vereinheitlichte die Anschlussstecker und Buchsen vieler Zusatzgeräte. Aber die flachen Stecker brachten auch ein neues Problem mit sich: Ober- und Unterseite sind bis heute leicht zu verwechseln. Wer blind versucht, einen USB-Stecker einzustöpseln, wird ihn mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit falsch herum halten und scheitern. 

Auf dem Intel Developer Forum (IDF) in der chinesischen Industriestadt Shenzhen ist nun eine mögliche Lösung dieses Problems präsentiert worden: der neue USB-3.1-Stecker, Typ C. Seine Abmessungen ähneln den Micro-USB-2.0-Steckern, die man heutzutage vor allem in Smartphones findet. Anders als diese hat er aber keine Ober- oder Unterseite und passt deshalb egal wie herum in die entsprechenden Buchsen. Möglich wird das, weil die Kontakte auf beiden Seiten identisch sind. 

Ausser diesem Komfortmerkmal, das auch den Umgang mit USB-Sticks sehr vereinfachen könnte, sollen mit der USB-Version 3.1 und dem neuen Stecker auch einige handfeste technische Verbesserungen eingeführt werden. 

Mehr Speed, mehr Strom 

Das ist zum einen die Verdopplung der möglichen Datenübertragungsrate: Anders als bei USB 3.0 sollen bis zu zehn Gigabit pro Sekunde durch das dünne Kabel geleitet werden können. Noch bemerkenswerter sind allerdings die Möglichkeiten, via USB 3.1 ausser Daten auch Strom zu übertragen. 

Computergrafik der neuen USB-Kabel: Nie mehr falsch einstecken Bild: spiegel online

Während bei USB 2.0 maximal 500 Milliampere und bei USB 3.0 auch nur 900 Milliampere möglich sind, sollen die neuen Anschlüsse bis zu fünf Ampere aushalten. Einer Intel-Präsentation zufolge würde das für bis zu 100 Watt Leistung ausreichen. Die Verheissung ist also, dass man über einen solchen USB-Anschluss nicht nur Handys und Tablets, sondern auch Notebooks aufladen könnte

Wie reagiert Apple? 

Noch sind die in Shenzhen präsentierten Daten und Zeichnungen allerdings nur Vorschläge, die noch vom USB Implementers Forum als Standard beschlossen werden müssen. Vor dem Jahresende wird man deshalb kaum Geräte mit derartigen Anschlüssen zu sehen bekommen. 

Abzuwarten bleibt, wie es nach der Einführung von USB 3.1 mit der von Intel und Apple gemeinsam entwickelten Thunderbolt-Technik weitergeht. Auch diese Technik hatte der Chiphersteller auf einem IDF präsentiert. Technisch hat sie noch etwas mehr zu bieten, überträgt Daten mit bis zu 20 Gigabyte pro Sekunde. Obwohl schon 2009 vorgestellt, ist sie bis heute aber fast nur in Apple-Rechnern zu finden. Schuld daran dürften die im Vergleich zu USB höheren Kosten sein. 

Interessant dürfte in diesem Zusammenhang sein, wann Apple sich auf USB 3.1 einlässt. Mit der Integration von USB 3.0 hatte sich der Konzern viel Zeit gelassen. Die ersten MacBooks mit den markant blauen Buchsen stellte er Mitte 2012 vor, rund ein Jahr, nachdem entsprechende Geräte Einzug ins Windows-Ökosystem hielten. 

Ein mögliches Problem könnte für Apple die optische Gestaltung der neuen USB-Buchsen werden. Sie sehen Apples eigenen Lightning-Anschlüssen ähnlich, mit denen iPhone, iPods und iPads bestückt sind – das könnte zu Verwechslungen führen. 

(mak/spiegel online)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 05.04.2014 07:15
    Highlight Tja, kennen wir Appler schon vom iPhone. Apple ist immer weit voraus. Nun haben es andere auch ka-oder eher kopiert. Is ja immer so nich?
    0 1 Melden
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 05.04.2014 05:24
    Highlight Ist ja süss wie Watson sich um Apple sorgt und ob sie den optischen Unterschied hinkriegen :-)
    0 1 Melden
  • mak 04.04.2014 18:36
    Highlight >>Einer Intel-Präsentation zufolge würde das für bis zu 100 Watt Leistung ausreichen. Die Verheissung ist also, dass man über einen solchen USB-Anschluss nicht nur Handys und Tablets, sondern auch Notebooks aufladen könnte.

    Um 100W zu übertragen bräuchte es einen Strom von 20A bei 5V.

    Kann über das Protokoll die Versorgungsspannung verändert werden?
    0 0 Melden

Obwohl der Facebook-Skandal viel grösser ist, als erwartet: Zuckerberg will Chef bleiben

Nicht 50 Millionen Nutzer sondern 87 sollen von dem Datenskandal bei Facebook betroffen sein. Mark Zuckerberg sagt derweil, er halte sich nach wie vor für den Richtigen an der Spitze seines Unternehmens. 

Mark Zuckerberg hält sich trotz des enormen Datenskandals bei dem sozialen Netzwerk weiterhin für den Richtigen an der Spitze des Unternehmens. Er übernehme zwar die Verantwortung für die Weitergabe privater Nutzerdaten – halte sich aber nach wie vor für den Richtigen, um das Unternehmen zu führen. Dies sagte Zuckerberg am Mittwoch auf eine entsprechende Frage von Journalisten.

Im Leben gehe es darum, «aus Fehlern zu lernen und herauszufinden, wie man weitermachen kann». «Wenn man so …

Artikel lesen