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Kartoffelsalat

Kartoffelsalat-Kickstarter: Schnapsidee, Riesenerfolg. screenshot: kickstarter

PotatoStock 2014

Das Spassprojekt um einen Kartoffelsalat erhält ein eigenes Open Air

«Ich mache Kartoffelsalat»: Mit diesem schlichten Versprechen sammelte ein Amerikaner per Crowdfunding 55'000 Dollar ein. Nur will er von dem Geld ein Salatfestival starten – das überschüssige Geld soll Obdachlosen zugutekommen.

04.08.14, 12:24

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Zumindest am Geld wird es nicht scheitern, wenn ein Amerikaner bald den meisterwarteten Kartoffelsalat der Geschichte macht. Mindestens zehn Dollar wollte der Programmierer mit dem Künstlernamen Zack Danger Brown für das Vorhaben sammeln, doch über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter kam deutlich mehr Geld zusammen. 55'492 Dollar waren es am Samstag, als die Sammelaktion auslief.

Binnen eines Monats hatten sich über 6900 Menschen entschieden, Browns Projekt zu unterstützen – auch dank kreativer Dankeschöns. Für eine Zwei-Dollar-Spende zum Beispiel hat Brown Sponsoren eine namentliche Erwähnung während der Zubereitung und ein Foto des fertigen Salats versprochen. Und immerhin 464 Nutzer haben sich mit mindestens zehn Dollar Unterstützung das Recht erkauft, Brown vor Ort beim Salatmachen zuzusehen.

Zack Danger Brown will nun ein eigenes Open Air organisieren. Screenshot: youtube/Bro, Do You Even 'Net?

In den vergangenen Wochen war das Crowdfunding, das zunächst nur ein Scherz sein sollte, zum Webhype geworden. US-Magazine wie «The Atlantic» und «The New Yorker» berichteten, der «Huffington Post» erklärten 18 Unterstützer, warum sie in den Salat investieren. Auch bei «Know Your Meme», einem Lexikon für Internetphänomene, hat die Spendenaktion einen eigenen Eintrag.

Wie er mit dem überraschend grossen Zuspruch umgehen will, hat Zack Danger Brown kurz vor Ende der Sammelaktion verraten. In einem Projekt-Update kündigte er das PotatoStock 2014 an, ein kostenlos besuchbares Open Air, zu dem er am 27. September in Columbus im US-Bundesstaat Ohio einlädt.

Die Einnahmen des Open Airs sowie einen Teil der Kickstarter-Spenden will Brown in einen Fonds investieren. Dieser soll Non-Profit-Organisation zugutekommen, die sich gegen Hunger und Obdachlosigkeit engagieren. «Während unser kleiner Internetwitz eines Tages vergessen sein wird, werden seine Auswirkungen für immer spürbar sein», schreibt Brown. (mbö)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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