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Samsung war offenbar ein Ziel der NSA. Bild: DADO RUVIC/REUTERS

NSA plante offenbar Hackerangriffe auf App Stores – auch die Schweiz war im Visier 

22.05.15, 06:40 22.05.15, 10:43

Der US-Geheimdienst NSA soll Medienberichten zufolge Pläne für einen grossangelegten Hackerangriff auf die Vertriebsplattformen für Anwendungssoftware von Google und Samsung geplant haben. Die NSA habe das Vorhaben mit Verbündeten entwickelt.

Der Zusammenschluss der USA mit Grossbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien sei unter dem Namen «Fünf Augen» bekannt, berichtete die Nachrichten-Website «The Intercept» am Donnerstag. Sie berief sich auf ein Dokument, das der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden öffentlich gemacht habe.

Edward Snowden während einer Konferenz. Bild: EPA/DPA

Dem Bericht zufolge wurde das Vorhaben unter dem Namen «Irritant Horn» (etwa Reizmittel-Horn) in den Jahren 2011 und 2012 diskutiert. Die Geheimdienste hätten über Datenverbindungen zu den App Stores des US-Internetriesen Google und des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung Schadsoftware auf Smartphones installieren wollen, um diese ausforschen zu können. Die Geheimdienste hätten auf diesem Weg auch Gegner mit Falschinformationen in die Irre führen können, hiess es weiter.

Auch die Schweiz im Visier

Laut «The Intercept» lagen dem Vorhaben Sorgen mit Blick auf einen «weiteren Arabischen Frühling» oder andere Massenbewegungen zugrunde. Die Geheimdienste seien vor allem an Afrika und hier insbesondere am Senegal, Sudan und Kongo interessiert gewesen. Aber auch App-Store-Server in Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Russland, Marokko, Kuba und den Bahamas seien im Visier gewesen.

Was genau interessierte die Geheimdienste in der Schweiz? Bild: KEYSTONE

Auch der kanadische Sender CBC News veröffentlichte das Dokument. Die Geheimdienste hätten mit dem Eindringen in die App Stores Daten über mutmassliche Terroristen und andere Ziele sammeln wollen, wie ihre Online-Recherchen, Sim-Kartennummern und Standortdaten.

Die NSA wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zu den Berichten äussern. Google und Samsung lehnten einen Kommentar ab. (feb/sda/afp)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 25.05.2015 19:12
    Highlight Das sind die Guten die dürfen das. Empörung kommt nur auf wenn die Hacker aus dem Osten kommen.
    Dies dient ja alles nur dem Schutz gegen den Terror, hat man uns zumindest gesagt. Und wieso glauben wir das? Weil wir auf Propaganda reingefallen sind.
    Dachte die Propagand gibts nur in Russland?
    Die westliche Propaganda will einfach niemand sehen, wäre ja peinlich nach dem man reingefallen ist, dies auch noch einzusehen. Ausserdem könnte der Nachbar glauben das man Putin versteher ist. Was solls, der Nachbar ist vielleicht nicht nur ein Nicht Putinversteher sondern ein Garnichtsversteher.
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  • Radiochopf 22.05.2015 10:36
    Highlight Mit anderen Worten die USA, Grossbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien wollen mehr über CH-Android Benutzer wissen.. Wir Schweizer müssen ja für diese Länder eine grosse Bedrohung sein, wenn sie uns überwachen.. Ueli Maurer mit seiner besten Armee der Welt wird langsam ernst genommen ;-)
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