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Ungarns Premier Viktor Orbán: Internetsteuer im Haushaltsentwurf  Bild: OLIVER HOSLET/EPA/KEYSTONE

59 Rappen pro Gigabyte

Ungarn plant Internetsteuer für Netzbetreiber

In Ungarn tätigen Internetunternehmen drohen zusätzliche Kosten. Einem Haushaltsentwurf zufolge soll bald der Online-Datenverkehr besteuert werden. Im Netz regt sich Widerstand. 

22.10.14, 14:51

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Ungarn will den Datenverkehr im Internet besteuern. Geplant ist eine Abgabe für Internetanbieter von 150 Forint (knapp 59 Rappen) pro Gigabyte, wie aus dem am späten Dienstagabend vorgelegten Haushaltsentwurf für 2015 hervorgeht. Der Betrag soll von der Unternehmenssteuer abgesetzt werden können. 

Das Wirtschaftsministerium erklärt, es rechne dadurch pro Jahr mit Einnahmen von umgerechnet 78 Millionen Franken. Ungarische Medien zitierten dagegen Experten-Schätzungen, die angesichts des Datenaufkommens von mehr als einer Milliarde Gigabyte allein im Jahr 2013 vom Zehnfachen ausgehen. 

Am Mittwochmittag hiess es nun, die ungarische Regierungspartei Fidesz schlage vor, eine Kosten-Obergrenze einzuführen. Zuvor hatte bereits ein Fidesz-Abgeordneter dem Internetportal Index.hu gesagt, das Gesetz werde noch angepasst. 

Proteste auf Facebook 

Wirtschaftsminister Mihály Varga hatte die Internetsteuer damit verteidigt, dass die Kommunikationstechnologie die Art verändert habe, wie Menschen Telekommunikationsdienste nutzen. Aus diesem Grund müsse auch die Steuerordnung angepasst werden. 

Innerhalb von Stunden nach der Veröffentlichung des Haushaltsentwurfs schlossen sich über Hunderttausend aufgebrachte Bürger in einer Facebook-Gruppe zusammen, um gegen das Vorhaben zu protestieren. «In weiter entwickelten Ländern wird Breitbandinternet als Teil der Menschenrechte gesehen», schrieb ein Nutzer. Andere Kommentatoren befürchten, dass die Provider die Kosten an die Kunden weitergeben. Für Sonntag ist eine Demonstration gegen die neue Steuer geplant. 

Von der Abgabe wäre auch die Telekom-Tochter Magyar Telekom betroffen. Analysten vom Wertpapierhändler Equilor Securities erklärten, ohne Deckel müsste das Unternehmen mit einer Belastung von umgerechnet 3,2 Millionen Euro rechnen. (mbö/Reuters)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 22.10.2014 18:19
    Highlight Durchgeknallt !
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