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Der Niederšsterreicher Martin Unger hat den weltweit ersten
Kohlegrill mit Touchdisplay und App-Steuerung konstruiert.

Elektronikexperte Martin Unger mit seinem High-Tech-Grill: Temperatursteuerung bis 400 Grad. bild: Activegrill

Schluss mit verbrannten Würstchen und halbgarem Fisch: Diesen Grill steuert man per Smartphone

Das Grillen mit Kohle soll per Smartphone künftig einfacher werden – wenn man es sich leisten kann.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Wer am Wochenende den sogenannten Activegrill auf die Terrasse rollt, kann sich verwunderter Blicke der Nachbarn sicher sein. Das Gerät, das aussieht wie eine Kreuzung aus Endlospapier-Nadeldrucker und «Star Wars»-Kampfmaschine, soll tatsächlich der Zubereitung heisser Speisen dienen. Allerdings auf andere Art, als man es von einem Grill gewohnt ist.

activgrill

Selbst der Grill wird dem Smartphone-Joch unterworfen. bild: activgrill

Beim Activegrill bestimmt man die Temperatur nicht etwa, indem man ein paar Kohlen nachlegt oder eine Klappe öffnet. Bedient wird das Gerät über ein eingebautes Touch-Display oder per Smartphone-App. Laut Hersteller ist das Gerät der weltweit erste Kohlegrill, der eine solche Steuerung ermöglicht.

«Mit unserer digitalen Unterstützung wird Kohlegrillen zum Kinderspiel. Die Temperatureinstellungen sind von 80 bis 400 Grad einfach einzustellen und auf Knopfdruck kann zwischen direkter und indirekter Grillmethode gewählt werden», sagt Firmenchef Martin Unger.

Die Hitze exakt dosieren

Möglich werden soll das hochautomatisierte Grillen durch ein System von Luftkanälen, Klappen, Gebläsen und Hitzeschilden, als Material kommt neben Stahl auch Keramik zum Einsatz. Den Durchbruch bei der Entwicklung soll eine als Heatflap bezeichnete Vorrichtung gebracht haben, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens. Sie funktioniere wie ein Ventil und ermögliche es, die Hitze exakt zu dosieren.

Auf diese Weise könnte es dann auch Grillanfängern möglich sein, neben Bratwurst und Nackenkarbonade auch mal einen ganzen Lachs oder gar Pulled Pork zuzubereiten.

Das Design des High-Tech-Grills wirkt fast schon fast steril und derart aufgeräumt, dass man als Neubesitzer des Garten-Kochgeräts wohl ein wenig Mut aufbringen muss, um die edle Grillmaschine mit Grillkohle, Asche und Bratfett zu beschmutzen.

Mehr als 3000 Arbeitsstunden und einen sechsstelligen Euro-Betrag soll die Entwicklung des Activegrill gekostet haben. Eine Investition, die sich jetzt im Preis niederschlägt: Zwischen 5800 und 7400 Euro müssen Interessenten für das Gerät aus dem niederösterreichischen Pitten aufbringen. (mak)

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