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Wer sich keine Zahlen merken kann, darf hoffen. Künftig könnten PIN-Nummern aus einer Reihe von Emoji bestehen.  gif: hopesandfears

Emoji sollen Passwörter ersetzen: Was nach einem Witz klingt, macht durchaus Sinn

Viele Nutzer können sich Bilder besser merken als Ziffernfolgen. Eine britische Softwarefirma will deshalb auf bunte Emoji setzen statt auf PIN-Codes. Das Verfahren soll sicherer sein – das ist aber auch kein Kunststück. 

17.06.15, 13:51

Ein Artikel von

Es ist schon eine lustige Vorstellung: Beim Geldziehen am Bankautomaten gibt man nicht mehr eine vierstellige Ziffernfolge ein, sondern eine Reihe von Emoji. Kombinationen wie Smiley, Pizza, Sonnenbrille, Lippenstift oder eine Auswahl aus 40 anderen Symbolen könnten der PIN-Code der Zukunft werden, wenn die Idee von Intelligent Environments Schule macht.

Das britische Unternehmen entwickelt Finanzsoftware und meint diesen Vorstoss ganz ernst. Intelligent Environments stellte jetzt die Banking-App vor, für die es jedoch noch keine Kunden gibt: Sie liefert 44 Emoji in vier Reihen, die man statt der üblichen vierstelligen Zahlenfolge eintippen muss.

«Wenn Sie Emoji in WhatsApp nutzen, warum dann nicht auch zum Einloggen in das Bankkonto?» fragt Geschäftsführer David Webber im Imagefilm des Unternehmens. Die Firma präsentiert sich gern als unkonventionell, machte 2013 mit einer Banking App für die Smart Watch Pebble auf sich aufmerksam und prüft in Hackathon-Veranstaltungen die Widerstandsfähigkeit ihrer Produkte gegen Angriffe.

So sicher wie eine PIN

«Unsere Forschung zeigt, dass 64% der Millennials regelmässig nur mit Emoji kommunizieren,» zitiert die britische Zeitung The Guardian Webber, «also haben wir beschlossen, den Passcode für die neue Generation durch die Entwicklung der weltweit ersten Emoji-Sicherheitstechnik neu zu erfinden.» Mit «Millennials» bezeichnen Soziologen die Generation Y – also Leute, die zwischen 1990 und 2010 Teenager waren.

Rund 500 mal so sicher wie eine PIN soll das Verfahren sein. Aber das ist auch nicht schwierig: Eine vierstellige PIN gehört mit ihren gerade einmal 10'000 Kombinationsmöglichkeiten zu den unsichersten Schlüsseln. Die 44 Emojis hingegen kommen rechnerisch auf 3,8 Millionen, wenn man keinen Smiley wiederholt. Die Sicherheit solch eines Passworts liesse sich noch durch das Hinzufügen von Ziffern, Sonderzeichen und Buchstaben erhöhen. Nur muss man sich die dann eben noch zusätzlich merken.

Das könnte dich auch interessieren: 9 Emojis, die im realen Leben einfach besser sind

abr

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Frohes Locken 17.06.2015 21:31
    Highlight Kleine Anmerkung zum Satz: Die 44 Emojis hingegen kommen rechnerisch auf 3,8 Millionen, wenn man keinen Smiley wiederholt.

    Wenn jedes Emoji nur einmal benutzen darf kommt man nur auf 3'258'024 mögliche Kombinationen (44*43*42*41). Nur wenn man jedes Emoji so viele Male benutzen kann wie man will kommt man auf die 3,8 Millionen Kombinationen!
    1 0 Melden
  • Dan Ka 17.06.2015 18:58
    Highlight \m/ 😎 \m/
    1 0 Melden
  • Luesae 17.06.2015 14:57
    Highlight 💩💩💩
    13 0 Melden

Schwarze Magie? Nope. Es ist nur dein Hirn, das dir einen krassen Streich spielt

Das Audio-Rätsel «Laurel oder Yanni» war ganz ok. Aber nun wirds richtig unheimlich: Denn nun kannst du durch reine Gedankenkraft bestimmen, was du hörst. Einfach unten aufs Video klicken, abwechslungsweise an das Wort «Brainstorm» oder «Green Needle» denken (!) und staunend lauschen ...

(dsc)

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