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Dieses kleine Gadget soll das iPhone in eine High-End-Kamera verwandeln

Geht es Kompaktkameras jetzt endgültig an den Kragen? Ein französisch-amerikanisches Unternehmen hat ein Gerät entwickelt, das die Fotoqualität von iPhones und iPads auf das Niveau von Spiegelreflexkameras bringen soll.

21.06.15, 17:51 21.06.15, 18:02


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Gerade erst hat Apple-Marketingchef Phil Schiller klargestellt, wie wichtig die Kamera im iPhone ist. In einem Interview mit Apple-Blogger John Gruber erklärte er, wie viel Arbeit sein Unternehmen in die Entwicklung eigener Linsen, spezieller Fotosoftware und modifizierter Fotochips steckt. Mit dem Ergebnis sind viele iPhone-Nutzer dann auch zufrieden. Das neue Aufsteckmodul DxO One soll an i-Geräten nun eine Fotoqualität ermöglichen, die es sogar mit Spiegelreflexkameras aufnehmen können soll.

Entwickelt wurde das Gerät von der in den USA und Frankreich beheimateten Firma DxO, die auf Software für Fotografen und Hersteller von Kameramodulen spezialisiert ist.

Im Grunde handelt es sich um eine fast komplette Kamera, der nur ein Sucher, Bildschirm und die Elektronik zur Bildverarbeitung fehlen. Diese Aufgaben übernimmt das iPhone oder iPad, an das die Kamera über Apples Lightning-Port angeschlossen wird. Gesteuert wird sie per App.

Grosser Sensor, kleines Gehäuse

Passend zu Apples Smartphones und Tablets steckt die DxO One in einem Aluminiumgehäuse, das es allerdings offenbar nur in der Farbe Silber gibt. Im Gehäuse selbst steckt ein aus sechs Linsen aufgebautes asphärisches Objektiv mit einer Lichtstärke von f/1.8. Der Fotosensor im Ein-Zoll-Format hat eine Fläche von 13.2 mal 8.8 Millimeter, auf der 20.2 Megapixel versammelt sind. Damit dürften zumindest die technischen Grundbedingungen für gute Fotos erfüllt sein.

In dem 108 Gramm schweren Gehäuse stecken ausserdem noch ein Micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus sowie ein Steckplatz für microSD-Speicherkarten. Auf der Oberseite befindet sich ausserdem ein zweistufiger Auslöser.

Aufnahmen speichert das Kameramodul wahlweise auf einer Speicherkarte oder im Speicher des iPhones oder iPads ab. Dabei hat man die Wahl zwischen verschiedenen Bildformaten, kann die Aufnahmen auch im RAW-Format sichern lassen, dass eine intensive Nachbearbeitung ermöglicht.

Der Vorverkauf beginnt

DxO bietet für schlecht ausgeleuchtete Motive ausserdem ein als DxO-SuperRAW bezeichnetes Format an. Dafür werden kurz nacheinander vier RAW-Bilder aufgezeichnet und erst beim Überspielen auf einen Computer zu einem Bild verrechnet. Laut Hersteller soll so das Bildrauschen minimiert werden.

Videos zeichnet das Kameramodul wahlweise in 720p-Auflösung mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde oder in Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Weil die DxO One über keinen optischen Bildstabilisator verfügt, sollen die Aufnahmen elektronisch entwackelt werden.

Neben einem Automatikmodus bietet die zur Kamera bereitgestellte Foto-App verschiedene Motivprogramme sowie Modi mit Blenden- oder Zeitpriorität.

Ausgeliefert werden soll die DxO One allerdings erst im vierten Quartal des Jahres, also gerade noch reitzeitig vor Weihnachten. Der Hersteller nimmt Vorbestellungen derzeit nur in den USA entgegen. Wann der Vorverkauf bei uns beginnt, ist unklar. Mit rund 650 Franken wird das Gerät aber nicht gerade billig – für diesen Preis bekommt man auch eine sehr ordentliche Kamera.

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(mak)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MaskedGaijin 22.06.2015 01:07
    Highlight Man könnte auch einfach ein Handy mit guter Kamera kaufen.
    5 4 Melden
    • zettie94 22.06.2015 08:24
      Highlight Das iPhone 6 hat bereits eine der besten in Handys verbauten Kameras. Es gibt aber bis heute keine Handykamera, welche an eine bessere Kompaktkamera herankommt, schon alleine wegen dem wenigen vorhandenen Platz, der in der Regel nur einen sehr kleinen Sensor erlaubt.
      6 1 Melden
  • zettie94 22.06.2015 00:02
    Highlight Das wichtigste am Artikel ist eigentlich der letzte Satz. Für CHF 650.- gibt es bereits einige relativ gute Spiegelreflex-Kameras, deren Sensor fast 4 mal so gross ist (z.B. Pentax K-50 oder Nikon D5300). Auch im Bereich der guten Kompaktkameras gibt es einige sehr gute, teilweise sogar deutlich günstigere Geräte, an die das Kästchen wohl nicht rankommen wird (z.B. Sony RX100).
    6 0 Melden
    • zettie94 22.06.2015 09:27
      Highlight Dafür fehlt ihr das Zoomobjektiv.
      1 0 Melden
    • zettie94 23.06.2015 09:04
      Highlight QX100? Das ist doch ein Quatsch. Die Datenverbindung zum Handy ist bei dem Teil viel zu instabil. Ich rede von der RX100, das ist eine richtige Kamera. Mit den halben Kameras kann ich nichts anfangen.
      0 0 Melden
  • vision27 21.06.2015 18:48
    Highlight Den wichtigsten Vergleich habt Ihr vergessen: mit dem Huawei, das hat eine Super-Kamera.
    2 9 Melden

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