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Das Weihnachtsgeschäft lief rekordmässig. Bild: Ng Han Guan/AP/KEYSTONE

Apple bleibt die grösste Gewinnmaschine der Welt, wie diese Infografiken zeigen

Der iPhone-Hersteller hat vergangene Nacht bessere Quartalszahlen als erwartet präsentiert. Nur ein Produkt schwächelt.

01.02.17, 00:27 01.02.17, 07:33

Im wichtigen Weihnachtsgeschäft hat Apple zum Wachstum zurückgefunden – dank dem iPhone 7 und vor allem dank des XL-Modells, dem iPhone 7 Plus mit 5,5-Zoll-Display.

Das US-Unternehmen verkaufte in drei Monaten 78,3 Millionen Stück seiner Smartphones.

screenshot: sixcolors

Das sorgte für ein Umsatzwachstum um 3,3 Prozent auf 78,4 Milliarden Dollar.

screenshot: sixcolors

Der Gewinn verfehlte mit 17,9 Milliarden Dollar nur leicht das Rekordergebnis des Vorjahres von knapp 18,4 Milliarden Dollar, wie Apple nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte.

Apple bleibe die grösste Gewinnmaschine, die die Welt je gesehen habe, schreibt «Spiegel» Online. Trotz eines geringen Marktanteils (rund 13 Prozent weltweit) streiche der US-Konzern im Smartphone-Geschäft den Löwenanteil (91 Prozent) ein.

Die Aktie stieg in einer ersten Reaktion nachbörslich um knapp drei Prozent, weil Apple die Erwartungen der Analysten übertraf.

Das iPhone ist das wichtigste Apple-Produkt und machte im vergangenen Quartal fast 70 Prozent des Geschäfts aus.

screenshot: sixcolors

Im vorherigen Jahresverlauf waren die Verkäufe der Geräte in einem insgesamt abgekühlten Smartphone-Markt gesunken.

Ein Problem waren vor allem die Rückgänge in China, wo die meisten Computer-Telefone verkauft werden. Dort sah es für Apple auch zuletzt nicht rosig aus mit einem Umsatzrückgang um zwölf Prozent auf 16,2 Milliarden Dollar.

Das Geschäft mit dem iPhone 7 läuft. Bild: LUCY NICHOLSON/REUTERS

Dienste boomen

Das weltweite Service-Geschäft, auf das der Konzern vor allem setzt, um die Abhängigkeit vom iPhone zu verringern, wuchs um 18 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar. Dazu gehört der Online-Speicherdienst iCloud, der Streaming-Dienst Apple Music sowie Einnahmen aus dem Verkauf von Apps und Speicherplatz sowie Filmen, Büchern und Musik zum Herunterladen.

Die Verkäufe der Mac-Computer legten in dem Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um ein Prozent auf knapp 5,4 Millionen Geräte zu.

Das iPad bleibt ein Sorgenkind: Die Verkäufe der Tablets sanken im Jahresvergleich um 22 Prozent.

Beim im September gestarteten iPhone 7 zweifelten viele Marktexperten an, ob es diese Rückgänge stoppen kann, da es weitestgehend das Aussehen der noch 2014 eingeführten 6er-Serie beibehielt. Bis zur voraussichtlichen Präsentation des iPhone 8 im nächsten Herbst wird sich zeigen, ob Apple die früheren iPhone-Quartalsrekorde ebenfalls pulverisieren kann.

Der wichtigste Rivale Samsung hatte sich das Weihnachtsgeschäft selbst vermiest mit den Batteriebränden bei seinem «iPhone-Killer» Galaxy Note 7, das nach einer weltweiten Austauschaktion schliesslich ganz aus dem Verkehr gezogen werden musste.

Und die Apple Watch? Konzern-Chef Tim Cook sagte, auch bei der Apple Watch gebe es ein Rekordquartal zu verzeichnen, was den Umsatz und die Anzahl verkaufte Uhren betreffe. Konkrete Verkaufszahlen oder den Umsatz verrät Apple aus strategischen Gründen (so wie es die Konkurrenz tut) nicht.

(dsc/cma/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MarkusSvN 06.02.2017 00:10
    Highlight Irgenwann in naher Zukunft wird sich dies ändern .
    0 0 Melden
  • Majoras Maske 02.02.2017 10:33
    Highlight Und wie hoch wär der Gewinn wenn sie irgendwo Steuern zahlen würden...?
    4 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 02.02.2017 14:37
      Highlight Steuern war gestern. Heute nennt es sich Dividenden.

      Dividenden fliessen an die Aktionäre, darunter auch die Schweizer Nationalbank (sie hält 15 Millionen Apple-Aktien). Das stärkt dann den Frankenkurs, was die Nationalbank wiederum veranlasst, noch mehr Franken zu drucken, um damit Apple-Aktien zu kaufen, um den Franken wieder zu schwächen...
      --> und so steigert sich das dann weiter und weiter.... bis die Blase platzt.
      1 0 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 01.02.2017 04:35
    Highlight Die Schweizer Nationalbank besitzt rund 10 mal mehr Apple-Aktien als Tim Cook, das gesamte Apple-Management und alle Apple-Mitarbeiter zusammen.

    http://www.investopedia.com/articles/markets/120115/top-5-apple-shareholders.asp
    https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1582202/000158220216000008/xslForm13F_X01/InfoTable_Q32016_V1.xml

    Die Fragen, die sich mir hier auftun:

    1. Was geschieht mit den Stimmrechten?

    2. Ist es evtl. bedenklich (Interessenskollision), wenn die Nationalbank massiv in Unternehmen investiert, deren Geschäftsgebahren und Steuerpraktiken unter massivem Beschuss stehen?
    7 10 Melden
    • fcsg 01.02.2017 21:02
      Highlight 1. Ist völlig irrelevant, weil die Beteiligung nicht einmal 1% der Kapitalisierung von Apple ausmacht.
      2. Jede Nationalbank ist in einem breiten Spektrum von Aktien in Fremdwährungen investiert, um die Devisenkurse unter Kontrolle zu halten. Die SNB hat über 2000 Aktienpositionen. Die SNB hat zwar einen Auftrag von der Regierung, ist aber in ihrer Tätigkeit unabhängig und die Regierung hat keinen direkten Einfluss auf Entscheidungen der SNB.
      1 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 01.02.2017 22:51
      Highlight fcsg: Es ist auch irrelevant, wieviele Prozent der Kapitalisierung das ist. Es sind immerhin 15 Millionen Aktien. Also 15 Millionen Stimmrechte. Das wären rund 2 Stimmen pro Einwohner.

      Eine einzige Aktie genügt, um (nebst Dividenden und Bezugsrechte) folgende Rechte zu erhalten:

      1. Teilnahme an Hauptversammlung;
      2. Auskunftsrecht;
      3. Stimmrecht.

      Warum bunkert man diese Rechte nutzlos im Tresor der SNB? Sind etwa Stimmrechte nichts wert? Ist das schweizerisch?

      Die Nationalbank ist ans Nationalbankgesetz gebunden. Der Souverän darf/soll Gesetze bei Bedarf anpassen und/oder verbessern.
      0 0 Melden
    • fcsg 02.02.2017 02:10
      Highlight Genau, 15 Millionen Stimmen von etwa 5257 Millionen. Das sind etwa 0.002%aller Apple-Aktien. Um deine Fragen zumindest teilweise zu beantworten empfehle ich: http://www.snb.ch/de/iabout/assets/id/qas_assets_1#t23
      2015 wurden erstmals Stimmrechte ausgeübt. Die SNB nimmt grundsätzlich ihre Aufgabe in der Geld- und Währungspolitik unabhängig wahr, dies ist verfassungsmässig festgelegt. Die weiteren Aktionärsrechte sind bei an der Börse gehandelten Publikumsgesellschaften pra
      ktisch irrelevant, weil die Gesellschaften sowieso zur Publikation von diversen Informationen verpflichtet sind.
      0 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 02.02.2017 11:20
      Highlight Du verstehst meinen Einwand nicht, fcsg:

      Im Konzept der Aktiengesellschaft können Sparer investieren UND mit-bestimmen. So soll sichergestellt werden, dass Geld sinnvoll eingesetzt wird.

      Denn Geld ist Mittel zum Zweck.

      Wenn Aktionärsrechte grösstenteils bei anynomen Institutionen landen, die nicht ihr eigenes Geld sondern das von Zwangssparern einsetzen, dann diffundiert die Eigenverantwortung. Das Konzept der Aktiengesellschaft verpufft. Die Ideen hinter Aktien verlieren Wirkung.

      Geld wird zum Selbstzweck, zum Mittel für Geld. Geld ist nicht mehr Mittel sondern Zweck. Das birgt Risiken.
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 02.02.2017 11:29
      Highlight Kommt noch dazu, dass die Nationalbank nicht irgendwelches erspartes Geld einsetzt, sondern einfach Franken druckt, die sie dann in Dollar umwandelt, um sich in US-Aktienfirmen (und anderes) einzukaufen. Sie schwächt damit den Schweizer Franken, was auch durchaus ihre Absicht ist.

      Aber: Geld ist nicht mehr mittel zum Zweck sondern Selbstzweck. Dadurch entsteht eine Eigendynamik. Solchen Eigendynamiken lassen Blasen entstehen.

      Die SNB hält mehr Anteile an Facebook als Mark Zuckerberg, während wir uns wegen Massenüberwachung, Datenschutz und Privatsphäre Sorgen machen.
      0 0 Melden

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