EU
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

EU-Gipfel

EU-Staats- und Regierungschefs gedenken der Weltkriegs-Toten

26.06.14, 19:25 26.06.14, 21:59
epa04283543 European heads of states attend a ceremony marking the centenary of the outbreak of World War I, in Ypres, Belgium, 26 June 2014. During the war, hundreds of thousands of soldiers and civilians from all over the world lost their lives around the Belgian town of Ypres. To mark the occasion, the European Union is donating a symbolic bench with bronzed copper plates reading the word 'Peace' in the EU's 24 official languages.  EPA/JULIEN WARNAND

Die Vertreter der 28 EU-Staaten gedenken dem ersten Weltkrieg vor der gotischen Tuchhalle in Ypern: Hier sind die Namen von fast 55'000 vermissten Commonwealth-Soldaten eingraviert. Bild: JULIEN WARNAND/EPA/KEYSTONE

Gemeinsames Erinnern an eine schreckliche Vergangenheit: Die EU-Staats- und Regierungschefs haben zum Auftakt ihres Gipfels im belgischen Ypern am Donnerstag der Opfer des Ersten Weltkrieges gedacht.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy erinnerte an die Millionen Opfer des Konflikts und sprach von einer «Spirale der Selbstzerstörung», durch die Europa damals «in den Abgrund» gerissen worden sei.

Der EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy (links) hielt eine bewegende Rede. Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Die Vertreter der 28 EU-Staaten zogen gemeinsam zu Fuss durch das historische Zentrum der Stadt in Westflandern von der gotischen Tuchhalle zum Menentor, in das die Namen von fast 55'000 vermissten Commonwealth-Soldaten eingraviert sind. Dort hielten sie eine Schweigeminute ab und wohnten dem traditionellen Zapfenstreich bei, mit dem an die Toten des Krieges von 1914 bis 1918 erinnert wird.

«Bei dieser Zeremonie geht es nicht um das Ende des Krieges oder einer Schlacht oder den Sieg, sondern um das schlafwandlerische Taumeln in einen Krieg. Und vor allem um die Millionen, die getötet wurden, auf allen Seiten, an allen Fronten.»

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy

Van Rompuy und EU-Kommissionschef José Manuel Barroso legten an dem Tor einen weissen Blumenkranz nieder. Von der Decke des Tores regneten auf die Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Staaten rote Klatschmohn-Blätter herab, die symbolisch für die hunderttausenden Gefallenen auf den Feldern von Flandern stehen.

Im Anschluss weihten die Gipfelteilnehmer eine runde Friedensbank aus weissem Stein ein, die an das Treffen in Ypern erinnern soll.

«Bei dieser Zeremonie geht es nicht um das Ende des Krieges oder einer Schlacht oder den Sieg», sagte der Flame Van Rompuy mit bewegter Stimme. Es gehe um das schlafwandlerische Taumeln in einen Krieg. «Und vor allem um die Millionen, die getötet wurden, auf allen Seiten, an allen Fronten.»

Die Region um die belgische Stadt Ypern im Nordwesten Belgiens steht in besonderer Weise für die Schrecken des Ersten Weltkriegs. In Flandern setzten die Deutschen 1915 zum ersten Mal Giftgas ein. 

Bei den Stellungskämpfen in der Region starben hunderttausende britische und deutsche Soldaten. Viele Leichen versanken im Schlamm der Felder von Flandern und wurden niemals identifiziert oder offiziell bestattet. (rar/sda/afp)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Trump wirft EU unfaire Handelspraktiken vor

US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union unfaire Handelspraktiken vorgeworfen und mit Konsequenzen gedroht. «Wir können unsere Produkte da nicht reinbekommen», sagte Trump in einem Interview mit dem britischen Sender ITV laut Vorabauszügen vom Sonntag.

«Und trotzdem schicken sie ihre Produkte zu uns – keine Steuern, sehr wenige Steuern. Es ist sehr unfair», sagte Trump.

Trump schien anzudeuten, dass er zu einer Auseinandersetzung in Handelsfragen mit der EU bereit sei: «Ich hatte …

Artikel lesen