EU

Europawahl

Rechtsextreme holen in Frankreich den Sieg

25.05.14, 20:21 26.05.14, 08:07

Der rechtsextreme Front National (FN) hat bei der Europawahl in Frankreich mit 24,4 Prozent der Stimmen kräftig zugelegt und liegt damit zurzeit an erster Stelle. Das geht aus einer Prognose hervor, die am Sonntag auf einem Nachrichtenblog des EU-Parlaments veröffentlicht wurde.

Bei der vorangegangenen Wahl 2009 war er auf 6,3 Prozent gekommen. Die konservative Oppositionspartei UMP sei mit 21 Prozent (2009: 27,8 Prozent) zweitstärkste Kraft, hiess es auf dem Blog. Eine herbe Niederlage mussten die in Frankreich regierenden Sozialisten hinnehmen. 

Auch in Finnland legte die rechtspopulistische Partei zu. Die Wahren Finnen erhielten 12,8 Prozent der Stimmen. Das geht aus einer Prognose des Nachrichtenblogs hervor. Die europaskeptisch eingestellte finnische Partei erhält demnach zwei Sitze im künftigen EU-Parlament – einen mehr als bislang. 

Am stärksten schnitt in Finnland mit 22,7 Prozent die zu den europäischen Konservativen gehörende Nationale Koalitionspartei ab. 2009 hatte sie allerdings noch 23,2 Prozent erzielt. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 25.05.2014 23:27
    Highlight Wenn watson den FN als rechtsextrem bezeichnet, dann bezeichnen sie das näche mal die SP bitte auch als linksextrem - so von wegen Armee abschaffen und Kapitalismus überwinden.

    Oder lassen sie das Wort «extrem» doch einfach ganz weg - es passt nicht zu Politik. Eher zu Religion oder sonstigen Spinnereien...
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    • DonMollardo 26.05.2014 06:10
      Highlight Ach kom schon diese Partei geht ja wohl komplett über das normale rechte Raster hinaus, da ist extremismus ganz klar inhalt der Parteipropaganda.
      Die FN auf dem selben Mass rechts einzustufen wie die SP im linken ist schlicht nicht realistisch.
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    • sewi 26.05.2014 07:55
      Highlight Genauso ist es. Der FN vertritt absolut keine Rechtsextremen Positionen. Auch wenn Frau Le Pen von marxistischen dt Schreiberlingen als Rechtsextrem bezeichnet wird. Die Wirtschaftspolitik des FN ist eher links. Ob die angestrebte Zuwanderungsbeschränkung noch etwas bringt darf bezweifelt werden, die nordafrikanischen Migranten sind alle eingebürgert und multiplizieren sich über Geburtenraten die höher sind als die der echten Franzosen
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