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Liveticker

Former Ukrainian Prime Minister Yulia Tymoshenko is greeted by supporters shortly after being freed from prison in Kharkiv, Ukraine, Saturday, Feb. 22, 2014. One of her close allies said Tymoshenko was travelling directly to address the crowds on Kiev's iconic Independence Square - occupied since President Yanukovych's decision in November to spurn an agreement with the European Union in favour of closer ties with Russia. (AP Photo/ Sergey Kozlov)

Bild: AP/AP

Julia Timoschenko: «Helden sterben niemals!»

Das ukrainische Parlament hat Präsident Viktor Janukowitsch abgesetzt und Neuwahlen für den 25. Mai angesetzt. Unterdessen ist Oppositionsführerin Julia Timoschenko freigekommen.

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Ticker: Erneut Krawalle in Kiew am 20.02.14

Ukrainische Oppositionsführerin Timoschenko freigelassen

Die seit mehr als zwei Jahren inhaftierte ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko ist nach Angaben mehrerer Quellen frei. Die frühere Regierungschefin verliess am Samstag ein Spital in Charkiw, in dem sie zuletzt festgehalten worden war.

Kurz zuvor hatte das ukrainische Parlament Präsident Viktor Janukowitsch für abgesetzt erklärt und Neuwahlen für den 25. Mai angeordnet. Der Staatschef übe sein Amt nicht aus und habe sich widerrechtlich Vollmachten angeeignet, erklärten die Abgeordneten. 328 Abgeordnete stimmten für den Beschluss. Das Fernsehen übertrug die Entscheidung live. Schon bevor das Ergebnis offiziell war, brachen die Parlamentarier in lauten Jubel aus und klatschen Beifall. Dann sangen sie die Nationalhymne.

Janukowitsch spricht von «Staatsstreich»

Janukowitsch hatte kurz zuvor in einem Fernsehauftritt seinen Rücktritt abgelehnt und der Opposition einen «Staatsstreich» vorgeworfen. «Ich werde das Land nicht verlassen, ich habe nicht vor zurückzutreten», sagte Janukowitsch einem Lokalsender in der ostukrainischen Stadt Charkiw, wo er sich aufhielt. Er sei weiterhin «der rechtmässig gewählte Präsident» des Landes. «Das Land erlebt einen Staatstreich», sagte Janukowitsch. Die am Samstag vom Parlament in Kiew verabschiedeten Gesetze nannte er «rechtswidrig».

Die Abgeordneten hatten früher am Samstag unter anderem für die sofortige Freilassung der Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko votiert und zwei ihrer Vertrauten zum Parlamentspräsidenten und zum Innenminister gewählt. Die Gegenspielerin Janukowitschs war 2011 wegen Amtsmissbrauchs im Zusammenhang mit Verträgen mit Russland über Erdgaslieferungen zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Westliche Regierungen sprachen von einem politischen Prozess.

Mindestens 77 Tote

Die Ukraine drohte in den vergangenen Tagen in einen Bürgerkrieg abzugleiten. Mindestens 77 Menschen waren bei Kämpfen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften getötet worden, bevor es unter der Vermittlung von europäischen Spitzendiplomaten am Freitag doch noch gelang, eine politische Lösung auszuhandeln. Die Führung in Kiew machte darin zwar umfangreiche Zugeständnisse, doch vielen Demonstranten ging das nicht weit genug. Insbesondere der Punkt, wonach es erst Ende des Jahres Neuwahlen geben soll, stiess auf massive Kritik.  (whr/sda)

Anti-government protesters carry an injured man on a stretcher in Independence Square in Kiev February 20, 2014. Ukrainian anti-government protesters on Thursday seized back control of Kiev's Independence Square, television pictures showed, after fresh clashes broke out there with riot police. REUTERS/Vasily Fedosenko (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST TPX IMAGES OF THE DAY)

Schwarzer Rauch liegt auch am 20. Februar über dem Maidan in Kiew. Bild: Reuters



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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 22.02.2014 19:27
    Highlight Highlight Ukraine besinne dich auf deine Vorzüge und Stärken die für andere unverzichtbar sind. Du bist nach wie vor die Kornkammer für Asien. Sei bitte auch die Kornkammer für die freie Demokratie anstelle einer Diktatrie. ut (dp)
  • papparazzi 22.02.2014 19:25
    Highlight Highlight Na endlich, das wurde ja auch Zeit:-) Hoffentlich missbraucht Sie Ihre Popularität nicht und bildet zusammen mit Klitschko eine Regierung zum Wohle der Ukraine. ut (dp)
  • Michel Künzli 22.02.2014 19:12
    Highlight Highlight Nikolas scheint der einzige zu sein, der die Sache durchschaut
  • GaebuWe 22.02.2014 17:01
    Highlight Highlight
    Europa & Russland sollten jetzt ihre eigenen Interessen in den Hintergrund stellen!

    Die Ukraine könnte sich sehr schnell wieder erholen & endlich anfangen, das eigene Potential zu nutzen.
    may it suceed!
  • Schwyzer 22.02.2014 16:32
    Highlight Highlight Ins Gefängnis stecken und verantwortlich machen für die vielen Toten in Kiew.
  • nikolas 22.02.2014 13:10
    Highlight Highlight Subventioniertes Gas gekauft und an den Westen verkauft und mrd. damit gemacht. Die eigene Bevölkerung hatte kalt und konnte nicht mehr kochen. 1mrd. ins Ausland geschmuggelt. Nach dem Fall der UdSSR Staatsbetriebe unter den Nagel gerissen und wieder verkauft und damit mrd. gemacht. Raub am eigenen Volk. Korruption. Dies sind nur einige Stichworte zu Julia Timoschenko. Aber sie ist ja pro EU und USA, klar wird sie in unseren Medien gefeiert und die Freilassung verlangt. Schon krass, wäre sie pro Russisch, würde sie hier als Schwerverbrecherin bezeichnet werden. Wo bleibt der unabhänige Journalismus? Wo bleibt die objektivität und wieso wird nicht mit den selben Ellen gemessen?
  • Dietmar Jobst 22.02.2014 13:01
    Highlight Highlight congratulations Julia, welcome to the free world, the EU, Europe will support the Ukrainian people, in freedom, peace and prosperity, congratulations to Klitschko, France, Poland and Germany
    User Image
  • zombie1969 20.02.2014 12:50
    Highlight Highlight Die Tragödie in der Ukraine entwickelt sich genau nach Handbuch "Destabilisierung von Staaten". Nun ist das Land in der Phase "unbekannte Scharfschützen" angekommen, die mit Toten auf beiden Seiten die Fronten festigen und Lösungen abwürgen. In der Westukraine hat inzwischen der Mob der Nationalisten die staatliche Macht gebrochen und
    Waffendepots geplündert.
    Jeder weitere Tag der Gewalt bringt das Land ein Stück weiter auf den
    syrischen Weg.

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