EU
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trotz Einigung auf Waffenruhe

Frankreich liefert Russland vorerst keine neuen Kriegsschiffe

13.02.15, 03:02

Der Verkauf von zwei französischen Mistral-Kriegsschiffen an Russland bleibt trotz der Einigung auf eine Waffenruhe im Ukraine-Konflikt weiter blockiert. Die Voraussetzungen für eine Auslieferung seien weiter nicht erfüllt, sagte Frankreichs Präsident François Hollande am Donnerstag beim EU-Gipfel in Brüssel.

France's President Francois Hollande arrives for an European Union leaders summit in Brussels February 12, 2015. Hollande said on Thursday that the deal agreed in Minsk by Germany, France, Russia and Ukraine aimed at ending the conflict in Ukraine was not a guarantee of long-term success.   REUTERS/Eric Vidal (BELGIUM - Tags: POLITICS)

François Hollande muss ist Umgang mit Russland momentan sehr vorsichtig. Bild: ERIC VIDAL/REUTERS

Er hoffe aber, dass dies «eines Tages» erfolgen könne. Wenn die Ukraine-Krise beigelegt werde, würden «auf europäischer Ebene auch Schritte ergriffen, um die Sanktionen zu lockern», die gegen Russland verhängt wurden. «Aber an diesem Punkt sind wir noch nicht.»

Nach harschen Protesten von NATO-Bündnispartnern, darunter die USA, hatte Frankreich die ursprünglich für den Herbst vergangenen Jahres vorgesehene Übergabe eines ersten Mistral-Helikopterträgers an Moskau ausgesetzt. Das französisch-russische Rüstungsgeschäft mit einem Gesamtvolumen von 1.2 Milliarden Euro sieht auch die Lieferung eines zweiten Mistral-Schiffs in diesem Jahr vor. Vor allem östliche NATO-Partner befürchten, dass Moskau die Schiffe für Landeoperationen einsetzen könnte.

Hollande und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten vor dem EU-Gipfel in einem nächtlichen Verhandlungsmarathon in der weissrussischen Hauptstadt Minsk mit Russlands Präsident Wladimir Putin über ein Friedensabkommen für die Ukraine verhandelt. Dieses wurde am Donnerstagmorgen mit der Ukraine und den prorussischen Separatisten aus dem Osten des Landes geschlossen. Es sieht insbesondere eine Waffenruhe ab Sonntag 00.00 Uhr vor. Allerdings gibt es in der EU grosse Skepsis, ob die Vereinbarung auch umgesetzt wird. (feb/sda/afp)



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Der Gipfel zwischen Trump und Putin war zum Gruseln

Männerfreundschaft statt klarer Worte für den russischen Alleinherrscher: Der kumpelhafte Auftritt von Donald Trump mit Wladimir Putin in Helsinki war der Tiefpunkt der desaströsen Europareise des US-Präsidenten.

Die frohe Botschaft vom Helsinki-Gipfel zuerst: Mit dem Treffen in Finnland beendet Donald Trump seine Europa-Reise und fliegt zurück in die Heimat. Das ist positiv zu bewerten, denn jeder Tag, den dieser US-Präsident nicht mit Aussenpolitik verbringt, ist ein guter Tag.

Trumps Europa-Trip war ein Desaster in jeder Hinsicht, er hat alte Alliierte wie Deutschland oder Grossbritannien vor den Kopf gestossen und die Kluft zwischen Europa und den USA vertieft. Das Treffen zwischen Trump und …

Artikel lesen