EU
Former Luxembourg's Prime Minister and European Commission President candidate Jean-Claude Juncker listens to the media before a panel discussion on European affairs in Riga in this April 16, 2014 file photo. Juncker, who was nominated as the next European Commission president on June 27, 2014, over fierce British opposition, has been a skilled fixer and bridge-builder at the heart of Europe's monetary union for 25 years. REUTERS/Ints Kalnins/Files   (LATVIA - Tags: POLITICS HEADSHOT)

Bild: INTS KALNINS/REUTERS

Gegen den Willen der Briten

Jean-Claude Juncker wird EU-Kommissionspräsident

27.06.14, 16:35 27.06.14, 19:55

Der Luxemburger Jean-Claude Juncker soll neuer EU-Kommissionspräsident werden: Die EU-Staats- und Regierungschefs haben am Freitag in Brüssel wie erwartet den konservativen Politiker nominiert. Dies schrieb EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy auf Twitter.

Der britische Premier David Cameron und Ungarns Regierungschef Viktor Orbán stimmten nach Angaben von Diplomaten gegen Juncker. 

Als nächstes wird das EU-Parlament voraussichtlich am 16. Juli über Juncker entscheiden. Bestätigt es den ehemaligen luxemburgischen Ministerpräsidenten, ist dieser definitiv als EU-Kommissionspräsident gewählt. 

Dann wird sich der 59-Jährige daran machen, zusammen mit den Hauptstädten die neue insgesamt 28-köpfige EU-Kommission zusammenzustellen

Über die übrigen EU-Spitzenposten, etwa den des neuen EU-Aussenbeauftragten, des Eurogruppen-Vorsitzenden oder der Ratspräsidentin oder des Ratspräsidenten, werden die EU-Chefs zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Gerüchten zufolge könnte es am 17. Juli einen Sondergipfel geben. (rar/aeg/sda)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • ex00r 27.06.2014 20:53
    Highlight Die politischen Geschicke Europas werden für die nächsten paar Jahre eingelenkt und die Schweiz kann nur zuschauen. Ob Juncker der beste Kandidat war, will ich hier nicht beurteilen, wohl eher nicht. Ich hätte einen progressiveren, neuen für besser gehalten. Wichtig ist aber, dass Juncker auf mehr Europa setzt statt weniger, das war den Engländern nicht ganz geheuer, ist aber für Europa sicherlich die richtige Stossrichtung.
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  • Gelöschter Benutzer 27.06.2014 17:05
    Highlight Hat Merkel offenbar den Juncker durchgeboxt.
    Juncker ist eine schlechte Figur im abfallenden Trend der EU. Es bräuchte jüngere und unverbrauchte Typen, um die Europäische Gemeinschaft aus dem Dreck zu ziehen.
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    • Michèle Seiler 27.06.2014 18:31
      Highlight Aber auch jemanden, der trotz seines jungen Alters Geschichtsverständnis mitbringt und aus ihr gelernt hat, finde ich.
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    • sewi 27.06.2014 19:58
      Highlight Genau.... ein Zentralist der die Vision der Vereinigten Staaten von Europa als USA Konkurrenz im Kopf hat. Einer der die Probleme der Menschen negiert. Ich befürchte dass der Dampfkochtopf der in der EU Verwaltung eingekochten Völker irgendwann explodiert.....
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    • Michèle Seiler 28.06.2014 11:39
      Highlight Ach, sewi, immer die gleiche Hetze gegen die EU, mit einer einseitigen, unvollständigen und verzerrten Darstellung der Situation.

      Aber inzwischen glaube ich, dass mit dir eine Diskussion darüber sinnlos ist. Deshalb nur das eine Anliegen: Kannst du mir sagen, inwieweit sich der Inhalt deines Beitrags auf den Inhalt der anderen beiden Beiträge bezieht? Ich sehe nämlich nichts, was Bezug darauf nimmt, obwohl du das augenscheinlich tun wolltest.
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    • sewi 28.06.2014 18:54
      Highlight @Michelle: ok Du hast recht. Ich habe nicht auf Deinen Beitrag geantwortet. Ich bitte gnädige Frau mir das zu verzeihen. Also: was für ein Geschichtsveständnis soll Junker trotz seiner nach Deiner Meinung jugendlicher 59 Jahren haben? Ich glaube nämlich eher das Gegenteil ist der Fall. Je grösser das Gebilde umso eher bricht es auseinander. Deshalb bitte ich Dich zum widerholten Male Geschichte nachzulesen....wo ist Ägypten, Griechenland oder Rom? Wo ist die Sowjetunion? Ein paneuropäischer Staatenbund mit verschiedenen Währungs und Sozialsystemen hat meiner Meinung nach bessere Überlebenchancen als der europäische Bundesstaat den Junker und Gesinnungsgenossen anstreben.... Und eben, genau der Mangel an Geschichtsbewusstsein lässt Leute wie Dich zu solchen Aussagen hinreissen wie Du geschrieben hast.... Es entbehrt so jeglicher Logik dass ein 59 jähriger jung ist oder der Verfechter eines europäischen Einheitsstaates Geschichtsbewusstsein haben soll, dass ich es wagte, gnädiger Frau nicht ergebenst beigestimmt zu haben. Vielleicht möchte sich Madame bevor sie wieder ihre mangelde Allgemeinbildung demonstriert, sich mit dem Schicksal der Reichsmark in der Inflationszeit befassen dann kann sie sich ausmalen wie es mit dem Euro kommen kann...
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