Ebola
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ebola - 1 million afrikaner in quarantäne

Uno-Report

Keine Entwarnung: Ebola-Epidemie in Westafrika breitet sich weiter aus 

Die Uno ist alarmiert: Die Ebola-Epidemie breitet sich im Westen Afrikas weiter aus, rund 6300 Menschen sind inzwischen an dem Virus gestorben. Aus Sierra Leona gab es aber auch eine gute Nachricht. 

10.12.14, 12:54

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Trotz ersten Erfolgen im Kampf gegen die Ebola-Epidemie breitet sich das Virus in Westafrika weiter aus. Der Uno-Koordinator des Einsatzes gegen die Krankheit, David Nabarro, sagte am Dienstag in Genf, der Krankheitsherd «brennt weiter im Westen Sierra Leones und in Teilen des Landesinnern von Guinea». Es bedürfe in diesen Regionen weiterhin mehr ausländischer Helfer, Betten und Behandlungszentren. »Wir können nicht ruhen", sagte Nabarro und warnte vor einem Nachlassen des internationalen Einsatzes.

Beim schlimmsten Ausbruch des Virus starben bisher mehr als 6300 Menschen, fast alle von ihnen in Sierra Leone, Guinea und Liberia. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge hat Sierra Leone inzwischen Liberia als Land mit den meisten Infektionen überholt. Nabarro würdigte aber, dass sich Sierra Leone dem Anfang Oktober von der WHO proklamierten Ziel nähere, 70 Prozent der Ebola-Patienten zu isolieren und 70 Prozent der hochansteckenden Leichen sicher zu begraben. In den kommenden Wochen sollten zudem hunderte weitere Betten verfügbar werden. 

Der Ebola-Ausbruch wirkt sich nach WHO-Angaben zudem «verheerend» auf die Malaria-Bekämpfung in den drei am schwersten von Ebola betroffenen Ländern aus. Das liege vor allem daran, dass viele Kliniken geschlossen und ambulante Einrichtungen seit Ausbruch von Ebola deutlich geringer besetzt seien, heisst es in dem am Dienstag veröffentlichten WHO-Jahresbericht zu der von Stechmücken übertragenen Krankheit. In den von Ebola betroffenen Gebieten sollten daher vorübergehend alle Fieber-Patienten Malaria-Medikamente erhalten, empfahl die WHO. 

Eine gute Nachricht gab es indes aus Sierra Leone: Dort meldeten die Behörden, dass erstmals ein an Ebola erkrankter Arzt nach einer Behandlung im Land geheilt wurde. Der 32-jährige Armeeoffizier war am 26. November positiv getestet worden, wurde nun jedoch aus der Behandlung östlich der Hauptstadt Freetown entlassen, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Guinea-Bissau teilte derweil mit, es werde seine seit August geschlossene Grenze zu Guinea wieder öffnen. Dutzende Lastwagen mit Waren, Medikamenten und Passagieren warteten bereits an der Grenze. (mxw/Reuters/AFP)

Ebola-Patient in Genf

Ebola Genf



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