Ebola

In abgeschiedener Region

«Grauenvoller Fund»: WHO-Team entdeckt Dutzende Ebola-Leichen in Sierra Leone

11.12.14, 19:33

Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO haben in einem Spital im abgeschiedenen Osten Sierra Leones Dutzende hochansteckende aber ohne adäquate Sicherheitsvorkehrungen gelagerte Ebola-Tote gefunden.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln wird zunehmend schwieriger: Britischer Navy-Helikopter im Einsatz in Sierra Leone. Bild: Michael Duff/AP/KEYSTONE

«Sie fanden eine grauenvolle Situation vor», teilte die WHO mit. Die Spezialisten begruben insgesamt 87 Leichen. Der Fund nährte auch Befürchtungen, dass die Zahl der Ebola-Fälle in den betroffenen westafrikanischen Ländern weit höher sein könnte, als offizielle Statistiken nahelegen.

Bislang 6400 Ebola-Tote

Der an Guinea angrenzende Diamant-reiche Bezirk Kono hatte seit Ausbruch der Epidemie im März bislang nur 119 Ebola-Fälle gemeldet, wie die WHO am Mittwochabend mitteilte.

Der Leiter des Seuchenbekämpfungszentrums von Sierra Leone sagte laut WHO, der Fund lege nahe, dass offizielle Statistiken nur die Spitze des Eisbergs zeigten. In Westafrika sind laut WHO bereits fast 6400 Menschen an Ebola gestorben. (sda/dpa/tat)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Tumulte in Liberia

Sturm auf Ebola-Klinik – Infizierte Patienten fliehen 

In Liberias Hauptstadt Monrovia hat eine aufgebrachte Menschenmenge eine Quarantäne-Station für Ebola-Patienten gestürmt. Infizierte Patienten flohen. Die Behörden befürchten nun eine weitere Ausbreitung des Virus. 

Aufregung in Liberias Hauptstadt Monrovia: 17 Ebola-Patienten sind von einer Quarantäne-Station geflohen. Sie hätten das zu einer Klinik umfunktionierte Schulgebäude in einem Armenviertel der Hauptstadt Monrovia am Samstagabend verlassen – mit Hilfe von aufgebrachten Bürgern, die zuvor in die Klinik eingedrungen seien. Das berichtete die Zeitung «Front Page Africa» am Sonntag. Unter den Patienten befänden sich bestätigte Fälle und Verdachtsfälle, hiess es. 

Der Slum West Point, in …

Artikel lesen