Ebola
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Resolution verabschiedet

UNO-Sicherheitsrat stuft Ebola als Bedrohung für den Weltfrieden ein

Der UNO-Sicherheitrat sieht in der Ebola-Epidemie eine Gefahr für den Weltfrieden. Er hat einstimmig eine Resolution verabschiedet und fordert mehr Nothilfe.

19.09.14, 00:19

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Der Uno-Sicherheitsrat hat die Ebola-Epidemie in Westafrika als "Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit" eingestuft. Konfliktherde in der Krisenregion könnten neu aufflammen und bereits erzielte Fortschritte zunichte gemacht werden, warnte das Gremium in einer einstimmig verabschiedeten Resolution.

Wegen des historisch beispiellosen Ausmaßes der Ebola-Epidemie in Westafrika forderte der Sicherheitsrat in seiner Resolution mehr Nothilfen aus dem Ausland. Benötigt würden etwa Feldlazarette mit medizinischem Personal und Vorräten, Labore, Kliniken sowie Hilfen für Lufttransporte. Außerdem wurden Drittstaaten aufgefordert, Reisebeschränkungen und Grenzschließungen aufzuheben. Ferner dürften Fluggesellschaften und Reedereien ihre Beziehungen zu den betroffenen Krisenländern nicht abbrechen. 

Die Staaten im UNO-Sicherheitsrat, hier an der Sitzung heute Donnerstag in New York, sind sich einig: Ebola gefährdet den Weltfrieden. Bild: JUSTIN LANE/EPA/KEYSTONE

«Die Situation verlangt nach nie dagewesenen Schritten»

Zuvor hatte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon gesagt, dass sich die Zahl der Ebola-Infektionen mittlerweile alle drei Wochen verdopple. Die Uno wolle daher noch im September eine Sondermission zur Bekämpfung der Epidemie nach Westafrika schicken. "Die beispiellose Situation verlangt nach nie dagewesenen Schritten, um Leben zu retten und Frieden und Sicherheit zu bewahren", sagte er. Die Mission solle sich darum kümmern, den Ausbruch der Epidemie zu stoppen, Patienten zu behandeln und notwendige Versorgungsgüter nach Westafrika zu bringen. Um die weitere Verbreitung der Seuche zu stoppen, benötigen die Vereinten Nationen etwa eine Milliarde US-Dollar.

Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist die schlimmste seit der Entdeckung des Virus. Seit Jahresbeginn starben laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits 2630 Menschen an der hochansteckenden Krankheit. Mehr als 5300 Menschen wurden infiziert. Besonders betroffen sind die drei westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone.

Zuletzt hatte sich US-Präsident Barack Obama mit einem Appell an die Weltgemeinschaft gewandt und zum gemeinsamen Handeln gegen das Virus aufgefordert. Die USA wollen 3000 Soldaten nach Westafrika schicken, um beim Aufbau von Gesundheitszentren zur Bekämpfung der tödlichen Seuche zu helfen. In den kommenden sechs Monaten sollen pro Woche bis zu 500 örtliche Pflegekräfte im Umgang mit Ebola geschult sowie Medikamente und Desinfektionsmittel an Hunderttausende Haushalte verteilen werden. Im Zentrum der Bemühungen steht das am schlimmsten betroffene Liberia. (trs/mxw/AFP/dpa/Reuters)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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