Ebola
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Vor Flug in Spezial-Klinik

Ebola-Krankenschwester verabschiedet sich von Ärzten: «Ich liebe euch»

17.10.14, 04:59 17.10.14, 08:48

Video/youtube/texas health resources

Die Krankenschwester, die sich in einem Spital im US-Bundesstaat Texas mit dem Ebola-Virus angesteckt hat, ist am Donnerstag zur Behandlung in eine Klinik in Maryland geflogen worden. In einem Video, das auf Wunsch der Patientin veröffentlicht wurde, ist zu sehen, wie sich die 26-jährige Nina Pham von ihren Betreuern und Ärzten verabschiedet. 

«Danke, dass Sie sich um unseren ersten Patienten gekümmert haben. Es bedeutet eine Menge. Wir sind stolz auf Sie.»

«Ich liebe euch», sagt Pham, wischt eine Träne weg und fügt hinzu: «Kommt alle nach Maryland.» Ihr Arzt Gary Weinstein sagt: «Danke, dass Sie sich um unseren ersten Patienten gekümmert haben. Es bedeutet eine Menge. Wir sind stolz auf Sie.» Pham hat sich bei der Behandlung eines liberianischen Staatsbürgers angesteckt, der von Liberia nach Dallas gereist war. Der Mann ist inzwischen verstorben.

Texas Health Presbyterian Hospital Dallas staff line the drive that exits the emergency room as they await an ambulance carrying Nina Pham to depart, Thursday, Oct. 16, 2014, in Dallas. Pham, a nurse at the hospital was diagnosed with the Ebola virus after caring for Thomas Eric Duncan who died of the same virus. (AP Photo/Tony Gutierrez)(AP Photo/Tony Gutierrez)

Mitarbeiter des Spitals vor Nina Phams Abreise. Bild: Tony Gutierrez/AP/KEYSTONE

Obama will Grenzen nicht schliessen

US-Präsident Barack Obama lehnt im Kampf gegen Ebola Einreiseverbote für Menschen aus den besonders betroffenen Ländern Westafrikas ab. Die gegenwärtigen Früherkennungsmassnahmen funktionierten, sagte Obama am Donnerstag nach einem Treffen mit Experten. 

Er sei zwar nicht grundsätzlich gegen Einreiseverbote, wie sie bereits von Abgeordneten gefordert wurden. Einige Reisende würden dann aber versuchen, unter Umgehung der Untersuchungen unerkannt ins Land zu gelangen. Dies würde möglicherweise zu mehr und nicht zu weniger Ebola-Fällen führen. 

Protestor Jeff Hulbert of Annapolis, Maryland holds a sign reading

Panik in den USA: Ein Demonstrant vor dem Weissen Haus fordert einen Stopp aller Flüge von den betroffenen Gebieten. Bild: JIM BOURG/REUTERS

Reservisten mobilisiert

Obama kündigte an, er erwäge die Ernennung eines Ebola-Beauftragten, der alle Massnahmen gegen die Ausbreitung der Seuche koordinieren solle. Dem Verteidigungsministerium gab er grünes Licht, für den Ebola-Einsatz in Westafrika auch Reservisten zu rekrutieren. Obama unterschrieb eine entsprechende Anordnung am Donnerstag, wie das Weisse Haus mitteilte. 

Washington hatte kürzlich beschlossen, bis zu 4000 Soldaten in die vom Virus besonders betroffenen afrikanischen Länder zu schicken. Sie sollen dort helfen, Ebola-Behandlungszentren einzurichten sowie lokale Gesundheitsexperten auszubilden. Das Pentagon teilte dazu mit, dass 500 US-Soldaten bereits eingetroffen seien. 

US-Schulen geschlossen 

Die Ebola-Angst führte in den USA zur vorübergehenden Schliessung von Schulen. In den Bundesstaaten Ohio und Texas fiel am Donnerstag US-Medienberichten zufolge in mehreren Einrichtungen der Unterricht aus, weil Schüler oder Lehrkräfte im selben Flugzeug gereist waren wie eine mit dem Virus infizierte Krankenschwester. «Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schüler ist meine oberste Priorität», begründete etwa die Leiterin des texanischen Schulbezirks Belton, Susan Kincannon, die Entscheidung. (rey/sda/dpa/afp)



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