Ebola
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Heimweg via Brüssel

Ebola-Erkrankter in den USA: Zustand kritisch

01.10.14, 20:17 02.10.14, 11:45

Der Patient in Dallas, Texas, war bei seiner Abreise aus Liberia am 19. September auf Fieber geprüft worden. Sein Weg führte ihn mit Zwischenstopp in Brüssel nach Dallas. Am Mittwoch bestätigte die liberianische Regierung, dass er zu dem Zeitpunkt kein Fieber hatte. Am 24. September fühlte sich der Mann zum ersten Mal krank, am 26. September suchte er erstmals ärztliche Hilfe, die Ärzte schickten ihn aber zunächst wieder nach Hause. Am 28. September wurde er auf die Isolierstation eines Krankenhauses in Dallas eingewiesen. Am 30. September bestätigten Labortests, dass er sich mit dem Ebola-Virus infiziert hatte.

A general view of Texas Health Presbyterian Hospital in Dallas, Texas October 1, 2014. U.S. health experts in Dallas on Wednesday were examining how many people may have been exposed to Ebola, just one day after the first case of the deadly virus was diagnosed in the United States, the nation's top public health official said. The patient, who was not identified for privacy reasons, arrived in Texas on Sept. 20, and sought treatment six days later at Texas Health Presbyterian Hospital in Dallas, according to the CDC.  REUTERS/Mike Stone (UNITED STATES - Tags: HEALTH DISASTER)

Auf der Isolierstation dieses Spitals wird der Ebola-Erkrankte behandelt: Über den genauen Gesundheitszustand geben sich die Ärzte bedeckt. Bild: MIKE STONE/REUTERS

«Kritischer Zustand»

Nach Angaben einer Krankenhaussprecherin befindet sich der Mann in einem kritischen Zustand. Die USA haben bereits mehrere Patienten erfolgreich behandelt, die sich nach dem Ebola-Ausbruch in Westafrika infiziert hatten. Allerdings stellte man das Virus bei ihnen noch vor Ort fest, so dass sie mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen in die USA transportiert werden konnten. 

Die US-Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hat nach Angaben ihres Chefs Thomas Frieden ein siebenköpfiges Team zusammengestellt, das alle Menschen identifizieren sollte, die mit dem Erkrankten Kontakt hatten. Dazu gehörten Familienmitglieder und medizinisches Personal. Demnach sind die drei Mitglieder der Besatzung des Rettungswagens, in dem der Patient in die Klinik eingeliefert worden war, inzwischen negativ auf Ebola getestet worden. Dennoch stehen sie für die nächsten 21 Tage unter Quarantäne. Das ist die maximale Spanne vom Zeitpunkt der Infektion bis das Ebolafieber ausbricht. 

Warum wurde der Mann erst wieder nach Hause geschickt?

«Ich habe keinen Zweifel, dass wir diesen Ebola-Fall kontrollieren und dafür sorgen werden, dass sich die Krankheit in diesem Land nicht weiter ausbreiten wird», hatte Frieden am Dienstag bei einer ersten Pressekonferenz gesagt. Gleichwohl blieben aber einige Fragen danach offen: Warum etwa wurde der Mann bei seinem ersten ärztlichen Besuch wieder nach Hause geschickt?

Nach Ansicht des Leiters des US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, reagierten die Mediziner zu spät. Der Arzt in der Notaufnahme hätte den Patienten fragen müssen, ob er kürzlich ins Ausland gereist sei, sagte Fauci dem US-Sender CNN. Der Hinweis auf den Aufenthalt in Liberia wäre dann ein "gewaltiges Warnsignal" gewesen. (spon/tat)



Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Schon fast böswillig»: Wie der Bund Medizinal-Cannabis-Firmen schikaniert

Immer mehr Schwerkranke setzen auf Cannabis, der internationale Markt für die Arznei würde boomen. Warum nur behindern Bundesjuristen die Hersteller zunehmend?

In Deutschland herrscht ein Notstand. «Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Niederlande um Unterstützung bei der Versorgung von schwerkranken Patienten mit Medizinalhanf gebeten», schilderte der «Spiegel» die Lage Ende August. Bis zu 1.5 Tonnen Cannabis soll Holland künftig jährlich nach Deutschland liefern. Bisher waren es 700 Kilo pro Jahr.

Auch in der Schweiz herrscht Notstand. Ein Notstand der anderen Art. An Medizinalcannabis würde es hier nicht fehlen, und zahllose Bauern …

Artikel lesen