Europa

Massaker von Srebrenica

Kriegsverbrechertribunal hält an Anklagepunkten gegen Mladic fest

15.04.14, 16:17 15.04.14, 16:41
FILE - In this April 15, 1995 file photo, Bosnian Serb wartime leader, Radovan Karadzic, second right, and his general Ratko Mladic, first left, walk accompanied by bodyguards on Mount Vlasic frontline in Serbia. Mladic has slammed the United Nations' Yugoslav war crimes tribunal as a "satanic court" and refused to testify as a defense witness for his former political master Karadzic in the Hague, Netherlands, Tuesday, Jan. 28, 2014. A courtroom reunion of the two alleged chief architects of Serb atrocities during Bosnia's 1992-95 war, lasted only about an hour as Mladic told judges repeatedly he would not answer former Bosnian Serb President Karadzic's questions. (AP Photo/Sava Radovanovic, File)

Ratko Mladic (links) und Radovan Karadzic (rechts) 1995 an der Front. Bild: AP/AP

Das UNO-Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien hat heute sämtliche Anklagepunkte gegen den früheren bosnisch-serbischen Armeekommandanten Ratko Mladic beibehalten. Ein Antrag Mladics auf Freispruch zur Halbzeit des Prozesses wurde abgewiesen. Nach sorgfältiger Prüfung der Beweislage sei diese als ausreichend für die Anklage bewertet worden, wie Richter Alphons Orie mitteilte.

Mladic werden Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Er muss sich wegen «ethnischer Säuberungen» in Teilen Bosniens verantworten. Insbesondere wird ihm das Massaker von Srebrenica zur Last gelegt, bei dem im Juli 1995 insgesamt 8000 muslimische Jungen und Männer ermordet wurden. Es war das schlimmste Massaker in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. (tvr/sda/afp)

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