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UEFA President Michel Platini (C) speaks with FIFA President Sepp Blatter (L) and Jerome Valcke, Secretary General of the FIFA, at the 65th FIFA Congress in Zurich, Switzerland, May 29, 2015. The embattled head of world soccer, FIFA President Sepp Blatter, is expected to be re-elected on Friday despite growing calls for his resignation amid a corruption scandal that has engulfed the sport's governing body.       REUTERS/Ruben Sprich

Sepp Blatter, hier mit Michel Platini (Mitte) und Jerome Valcke (rechts), äussert sich zu den Vorkommnissen der letzten Tage. Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Sepp Blatter: «Platini streckte sich gemütlich aus und sagte, ‹lass uns einen Whiskey trinken›»

31.05.15, 05:11 31.05.15, 08:43


FIFA-Präsident Sepp Blatter äussert sich zu der massiven Kritik, die ihm in den letzten Tagen entgegenschlug. «Es war schon sehr enttäuschend, was mir in den letzten Tagen passiert ist», sagt er zum «Sonntagsblick». Michel Platini, der Präsident des europäischen Fussballverbandes UEFA, habe in der Nacht vor der Wahl allen Verbänden ein E-Mail geschrieben, dass diese gegen Blatter und für Prinz Ali stimmen sollen. «Und das, obwohl Europa nicht mal einen eigenen Kandidaten hinbekommt! Ich habe mit Franz Beckenbauer telefoniert. Er sagte mir, er jedenfalls habe den deutschen Verbandspräsidenten zusammengefaltet, weil der gegen mich stimmte», sagt Blatter gegenüber der Zeitung weiter. 

Platini habe ihn am Donnerstag um ein persönliches Gespräch gebeten. «Also gingen wir in mein Büro. Er zog sein Jackett aus, streckte sich gemütlich aus und sagte: Lass uns einen guten Whisky unter Freunden trinken», erzählt Blatter. «Ich erwiderte: Nein, keinen Whisky, aber ich höre dir zu. Und dann meinte er allen Ernstes: ‹Sepp, du machst den Kongress und am Schluss gibst du bekannt, dass du zurücktrittst. Du bekommst ein gigantisches Fest und dein Büro hier bei der FIFA kannst du behalten.›» 

Sepp Blatter bleibt FIFA-Präsident

Zu den gehässigen Kommentaren vor und nach seiner Wahl äussert sich Blatter im «Sonntagsblick» so: «Lassen Sie es mich so sagen: Es war null Respekt gegenüber meiner Person da.» 

Sepp Blatters Tochter Corinne verteidigt ihren Vater gegen die Korruptionsvorwürfe. «Er würde nie ein Couvert mit Geld übergeben. Er ist nicht korrupt. Das ist einfach so», sagt sie im Artikel. Und weiter: «Mein Vater hat nie, nie, nie nur ein böses Wort gegen einen anderen Kandidaten gesagt.» (feb)

Die FIFA-Skandale unter Sepp Blatter

Die fragwürdigsten Sprüche von Sepp Blatter

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 31.05.2015 11:11
    Highlight Es war tatsächlich schon teilweise mehr als grenzwertig, was man sich Joseph Blatter gegenüber persönlich geleistet hat, das muss man zugeben. Tatsache ist zwar, dass es in seinem Laden etliche Funktionäre aus fernen Ländern und der Dritten Welt gibt, die sich schamlos die Taschen vollstopfen, etwas, in das man Blatter gerne mit einbezieht. Dabei muss man sagen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, in einem derart riesigen und weltweit verzweigten Koloss immer und in jedem Detail den Durchblick zu haben. Des Weiteren glauben nicht mal die Meisten von Blatters europäischen und US-Feinden, dass sich der FIFA-Präsident persönlich unstatthaft bereichert oder sich der Korruption schuldig gemacht hat. Die Europäer und die Amis sind die Einzigen, welche den Mann seit eh und je abschieben möchten, wobei Wadenbeisser Platini eine ganz miese Show abzog. Beckenbauer hätte eine bessere Figur als UEFA-Boss abgegeben, das scheint gegeben. Nicht ausgeschlossen, dass er eines nicht allzufernen Tages Blatters Nachfolger werden könnte. Obwohl auch er, als einstige deutsche Lichtgestalt des dortigen Fussballs, in seiner Heimat wegen seiner Treue zu Blatter in letzte Zeit auch vermehrt angefeindet wurde.
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