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Recht auf Privatsphäre verletzt

Jugendliche verklagt Schule wegen Facebook-Kontrolle

28.03.14, 20:04

Weil sie eine Schülerin wegen deren Facebook-Einträgen bestrafte, muss eine Schule im US-Staat Minnesota einer heute 15-Jährigen 70'000 Dollar (rund 62'000 Franken) zahlen. Darauf einigten sich das Mädchen und die Schulleitung in der Nähe von Minneapolis in einem gerichtlichen Vergleich. Das Mädchen hatte laut Medienberichten von ihrem Computer vor drei Jahren einen abfälligen Kommentar über eine Aufsichtsperson der Schule auf Facebook gepostet – und musste dafür nachsitzen.

Später habe die Schule sogar verlangt, dass sie ihr Facebook-Passwort preisgebe, sagte die Schülerin dem TV-Sender ABC am Freitag. Mit den Zugangsdaten habe die Schulleitung die privaten Facebook-Nachrichten durchsucht. Nach Ansicht der Bürgerrechtsbewegung «American Civil Liberties Union», die das Mädchen vor Gericht vertrat, verletzte die Schule mit ihrem Vorgehen das Grundrecht auf freie Meinungsäusserung und das Recht auf Privatsphäre. Dies stritt die Schule zwar ab und machte geltend, die Eltern der Schülerin hätten ihr Einverständnis zur Durchsuchung des Accounts gegeben. Dennoch ist die Schule bereit zu zahlen. Ausserdem wolle sie ihre Richtlinien zum Umgang mit sozialen Medien überarbeiten. (dwi/sda/dpa)



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Brikne, 20.7.2017
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