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Da liegt was in der Luft: Der neue Lindholm-«Tatort» im Schnellcheck

Fliegen, lieben, töten: Charlotte Lindholm ermittelt auf einem Luftwaffenstützpunkt. Ein «Tatort», der leider nur manchmal abhebt.

22.11.15, 17:41 23.11.15, 07:41

Ein Artikel von

Das Szenario:

Lieben und Sterben auf einem Fliegerhorst der Bundeswehr. Die Ex-Frau eines Piloten wurde erschlagen, Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) ermittelt zwischen Soldaten, für die Fliegen das Höchste ist, und deren Angehörigen, die sich auf dem Boden die Zeit totschlagen müssen. Lindholm selbst kommt in einem Flugsimulator einem feschen Oberst nahe, mit dem sie dann auch noch einen unverfänglichen One-Night-Stand hat.

Der blutigste Moment:

Neben der blau angelaufenen Leiche des Opfers liegt auf dem Nachbarobduktionstisch eine weitere Leiche. Der Gerichtsmediziner hebt die Decke an, darunter tut sich eine aufgerissene Bauchdecke auf. Der Mediziner: «Da ist richtig was schief gelaufen.» Der Darsteller des Toten ist übrigens der «Bild»-Herausgeber Kai Diekmann. Leiche kann er.

Hinten liegt «Bild»-Herausgeber Diekmann.

Der gesellschaftspolitische Auftrag:

Beim Thema Bundeswehr müsste doch eigentlich Musik drin sein für eine schöne, schmissige Gesellschaftskritik. Einmal fällt der Begriff «Bankrottarmee». Doch insgesamt interessiert sich dieser «Tatort» eher für die privaten Implikationen statt für die grossen politischen Zusammenhänge.

Ein Dialog zum Heulen:

«Ich liebe es, wenn die Maschinen hier nachts runterdonnern. Mit einem Höllenlärm, und die Erde bebt. Dafür lebe ich», sagt der Luftwaffenoberst, während er mit Charlotte Lindholm im Auto unter der Einflugschneise sitzt. Dann sagt er noch: «Küssen?» Und sie: «Ich wusste, dass das kommt.»

Der Plausibilitätsfaktor:

Passabel. Manchmal schleppt sich die Geschichte, aber die Figuren aus der Parallelwelt des Fliegerhorstes sind schlüssig gestaltet.

Die Bewertung:

6 von 10 Punkten

Und wenn ich mehr über diesen «Tatort» wissen will?

Dann lies bitte hier weiter!

«Tatort: Spielverderber», Sonntag, 20.05 Uhr, SRF1; 20.15 Uhr, ARD

cbu

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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