Film
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Er hat seinem «Zukunfts-Ich» als 18-Jähriger Fragen gestellt – die er jetzt mit 56 beantwortet

23.11.15, 14:37 23.11.15, 15:42

Wie wird mein Leben wohl aussehen, wenn ich mal erwachsen bin? Werde ich mit 30 schon verheiratet sein? Kinder haben? Reich und berühmt sein? Alles Fragen, die sich wohl jeder Teenager mal stellt. So auch der Amerikaner Peter «Stoney» Emshwiller – mit dem kleinen Unterschied, dass er sich als 18-Jähriger nicht einfach damit abfindet, dass die Zeit ihm irgendwann alle Antworten liefern wird. Er will seine Fragen genau beantwortet haben. So setzt sich der junge Emshwiller 1977 vor die Kamera und fängt an, sein zukünftiges Ich zu interviewen.

Das Interview beginnt der damals 18-Jährige mit dem charmanten Einstieg:

«Ich habe nicht damit gerechnet, dass du aussiehst – äh, ja, dass du so aussiehst, wie du eben aussiehst ...»

Jetzt, als 56-Jähriger, sitz er diesem Besserwisser mit löchrigem Bart also gegenüber und muss ihm antworten. Selbstironisch kontert Emshwiller:

«Ich bin alt, ich bin fett und deiner Meinung nach ein Versager. Wieso glaubst du, sträube ich mich schon seit 38 Jahren dagegen, mit dir zu reden?!»

Guckt es euch an: Emshwiller Junior interviewt Emshwiller Senior

YouTube/Stoney Emshwiller

Lange hat er sich vor diesem Gespräch gedrückt. Er glaubte, sein Leben wäre nicht interessant genug, um darüber zu sprechen. Ihm wurde allerdings auch bewusst, dass ihm die Zeit davon rennt. Er kann nicht einfach dasitzen und warten, bis sein Leben iiirgendwann vielleicht mal «interessant» wird. Was heisst schon «interessant»?

Für die einen mag das nicht interessant sein, für die Katze allerdings schon.

Und Emshwiller hatte Angst. Angst vor Fragen wie: Hat er alles erreicht, wovon er als Teenager geträumt hat? Wird er enttäuscht von sich selbst sein? Ist er zufrieden mit seinem jetzigen Leben? Alles Ängste, denen er sich jetzt gestellt hat. Das Gespräch will er nun als Film veröffentlichen.

Um sein Filmprojekt fertigzustellen, ist Emshwiller allerdings auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Auch wenn er viele Filmfreunde hat, die ihn unterstützen, ist so eine Produktion nicht gerade günstig. Auf seiner Homepage «Later That Same Life» nimmt er Spenden entgegen >>

Emshwiller erklärt genauer, wie es zu diesem Filmprojekt kam und warum er so lange gezögert hat – und wieso wir ihn unterstützen sollen:

YouTube/Stoney Emshwiller

Was würdest du deinem jüngeren Ich sagen? Bist du zufrieden, mit dem, was aus dir geworden ist?

Passend zum Thema Film: Die meistgezeigten Schweizer Filme seit 1.1.1990

(lis)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 23.11.2015 20:05
    Highlight Tja tiefe Erwartungen werden selten entäuscht. ;-)
    6 0 Melden
  • royal 23.11.2015 14:56
    Highlight Genial. Die Art von Selbstreflexion dürfte wohl einzigartig sein.

    Mein 18 Jähriges ich währe wohl "betrübt" und ich bin erst 25 Jahre alt.

    Äusserst spannend :)


    17 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.11.2015 15:56
      Highlight Mein Jüngeres und Derzeitiges ich würden und wohl wegen dem einen oder anderen gegenseitig in die Eier treten xD
      14 0 Melden

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