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#OscarsSoWhite: Hollwoodstars sehen rot

22.01.16, 10:00 22.01.16, 10:38

Die Oscars sind zu weiss – und damit ein rotes Tuch, nicht nur für schwarze Stars. Wieder sind alle Kandidaten in den Schauspielkategorien Weisse, Afroamerikaner haben in Hollywood das Nachsehen. Die Kritik wächst.

«Black is beautiful» war der Tenor der 74. Oscar-Verleihung mit einem dreifachen Triumph schwarzer Stars: Als erste Afroamerikanerin überhaupt gewann damals Halle Berry («Monster's Ball») den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Denzel Washington wurde als bester männlicher Schauspieler gefeiert, Alt-Star Sidney Poitier für sein Lebenswerk mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet.

Denzel Washington und Halle Berry 2002.
Bild: ANDY CLARK/REUTERS

Doch das ist 14 Jahre her. Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung Ende Februar wird sich kein schwarzer Darsteller einen Preis abholen. Denn zum zweiten Mal in Folge wurden 20 weisse und überhaupt keine afroamerikanischen Schauspieler nominiert.

Halle Berry, die sich damals unter Tränen bedankte, glaubte noch: «Die heutige Nacht hat eine Tür aufgestossen.» Doch davon ist nicht viel geblieben, die Filmakademie ist mehr denn je unter Beschuss. Unter dem Twitter-Hashtag #OscarsSoWhite wächst die Entrüstung. Schwarze und weisse Stars – wie George Clooney, Michael Moore, Spike Lee und Lupita Nyong'o – melden sich zu Wort.

Die «New York Post» übt sich ob des anstehenden Schneesturms in den USA in Ironie.

Film-Familie Smith boykottiert geschlossen

Regisseur und Darsteller Spike Lee bekräftigte in einem Interview mit dem Sender ABC, dass er und seine Frau nicht zur Oscar-Show gehen würden. Im vorigen November hatte er von der Filmakademie einen Ehren-Oscar erhalten – und sich bei der Gala heftig über eine Unterrepräsentanz von Schwarzen in Hollywood beklagt. «Es ist einfacher, als Schwarzer Präsident der USA als Präsident eines Studios zu werden.»

Auch Jada Pinkett Smith will aus Protest fernbleiben und die Show auch nicht im Fernsehen anschauen. «Um Anerkennung zu betteln oder auch nur darum zu bitten, mindert Würde und Macht», sagte die Schauspielerin und Ehefrau von Will Smith in einem Facebook-Video. Smith gab seiner Frau Rückendeckung – auch er werde die Show boykottieren, sagte er dem US-Sender ABC.

«Wir gehören dieser Community an, aber zu diesem Zeitpunkt fühlen wir uns nicht wohl damit, dort zu stehen und zu sagen, dass dies in Ordnung ist.» Smith war für seine Rolle in dem Drama «Concussion» als Oscar-Kandidat gehandelt und dann übergangen worden. Er mache sich Sorgen über eine «rückläufige Bewegung zu Separatismus und zu rassistischer und religiöser Disharmonie», sagte Smith.

Weisse Rückendeckung

Der Ausschluss schwarzer Schauspieler sei «einfach verrückt», wetterte der Oscar-Preisträger Michael Moore («Bowling for Colombine»). Er wolle die Show boykottieren, sich als «stolzes» Academy-Mitglied aber weiter für eine Stärkung der Vielfalt einsetzen.

Oscar-Preisträger George Clooney klagte gegenüber der Filmzeitschrift Variety ebenfalls über die gegenwärtige Praxis. Auch Latinos und Frauen seien davon betroffen. Vor zehn Jahren habe es mehr Nominierungen für Schwarze gegeben, etwa für Don Cheadle und Morgan Freeman. «Wir gehen in die falsche Richtung», sagte Clooney.

Die schwarze Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong'o («12 Years a Slave») tat ihren Frust auf Instagram kund. «Ich stimme meinen Kollegen zu, die zu einem Wandel aufrufen», schrieb die Kenianerin.

Cheryl Boone Isaacs bei der Verkündung der Oscar-Nominationen mit dem Schauspieler John Krasinski.
Bild: PHIL MCCARTEN/REUTERS

Fast die ganze Academy ist weiss

Der Oscar-Akademie gehören rund 7000 Mitglieder an – 94 Prozent seien weiss, 77 Prozent männlich, das Durchschnittsalter liege bei 62 Jahren, ermittelte die «Los Angeles Times». Die Vorsitzende Cheryl Boone Isaacs, eine Afroamerikanerin, setzt sich schon länger für eine grössere Vielfalt ein. Natürlich sei sie über die rein weissen Nominierungen «untröstlich und frustriert», sagte Isaacs.

Den Vorwurf des Rassismus will die Akademie aber nicht an sich hängen lassen. Sie habe für eine Reihe von schwarzen Schauspielern gestimmt und bedauere es, dass keiner nominiert wurde, sagte Akademie-Mitglied und Schauspielerin Penelope Ann Miller («The Artist») dem «Hollywood Reporter». «Aber zu unterstellen, dass wir alle Rassisten sind, ist sehr beleidigend.»

(sda/dpa)

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53
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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SeKu 22.01.2016 22:41
    Highlight Das erinnert mich an Frauen.
    7 7 Melden
    • SeKu 22.01.2016 22:51
      Highlight Oder wie wäre es mit diesem Spruch:

      Nicht Weisse gewinnen Oscars, sondern gute Schauspieler.
      25 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 22.01.2016 22:29
    Highlight Ich hab auch mal in die Statistiken geguckt. Bevölkerung der USA:

    0,9 % Natives (Ureinwohner, Indianer) / 2010
    4,8 % Asiaten / 2010
    12,2 % Afroamerikaner / 2010
    17 % Hispanics / 2012
    63 % Weisse / 2012

    Hispanics sind die am schnellsten wachsende Gruppe. Bis 2050 sollen sie 25% der US-Bevölkerung ausmachen.

    In Sachen Niedriglöhne, Arbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität sind die Afroamerikaner dann aber wieder überdurchschnittlich vertreten. Von wegen Rassentrennung aufgehoben.

    2060 soll der Bevölkerungsanteil der Weissen nur noch 43% ausmachen.
    4 5 Melden
  • Captain Downtown 22.01.2016 15:31
    Highlight Die Statistik am Ende des Artikels zeichnet dann doch ein etwas anderes Bild. 10% der Nominationen stehen 12,6% des Bevölkerunganteils (BA) gegenüber.
    Aber 15%+ Wins übertreffen dann die Bevölkerungsproportionen wieder.
    Auch die Toprollenbesetzung hinkt dem BA 10-20% hinterher.
    Natürlich müsste man jetzt ansehen, wie gross die Verteilung bei den Schauspielern und -schulen ist..
    Aber offensichtlich scheinen die Proteste wenig gerechtfertigt.
    Aber nach Prozentzahlen hätten die Latinos hingegen ein ultramassives Recht auf Protest: Extrem unterrepräsentiert und noch viel weniger Wins.
    34 0 Melden
    • Sagnik Dhar (1) 22.01.2016 19:29
      Highlight Ich kann nur teilweise zustimmen, schau dir doch das Verhältnis von Latinos zur Bevölkerung an und dann die Nomination/Gewinne.
      4 0 Melden
    • Sagnik Dhar 22.01.2016 19:54
      Highlight Wollte damit sagen, dass Latinos wohl eher an die Spanisch sprachige Filmindustrie interessiert sind. Daher weniger Schauspieler -> weniger Nominationen
      4 0 Melden
  • Luca Brasi 22.01.2016 14:35
    Highlight Naja, die Afroamerikaner machen 13% der US-Bevölkerung aus und zudem ist der Oscar ein internationaler Preis, womit auch Engländer, Deutsche, Österreicher, etc. die Chance haben nominiert zu werden. Die Latinos beschweren sich weitaus weniger und die Italoamerikaner könnten auch bei jedem US-Präsidenten jammern, daß es kein Giuliani, etc. wird. In der Schweiz sind Tessiner auch unglücklich, wenn sie keine Preise gewinnen oder keinen Bundesrat stellen, aber machen sie deswegen einen Boykott oder Hashtags?
    28 3 Melden
    • Bluetooth 22.01.2016 19:32
      Highlight 1. Nein, der Oscar ist ein nationaler Preis der USA.
      2. Die Latinos sind die einzigen, die man mit den Schwarzen vergleichen könnte. Und die stellen genau das schlechte Beispiel einer machtlosen diskriminierten Minderheit aus, weil sie sich eben zu selten beschweren.
      Heute hat die USA eine schwarzen Präsidenten., währenddessen darf sein möglicher Nachfolger Trump jeden rassistischen Unsinn über die Latinos rauslassen und der besitzt immer noch reelle Wahlchancen? Hätte Trump die Schwarzen mal angegriffen, wäre er heute kein Kandidat mehr. Unterdrückung bekämpft man nicht, indem man schweigt.
      8 11 Melden
    • Luca Brasi 22.01.2016 20:43
      Highlight 1. Ich gebe Ihnen insofern Recht, daß die Zulassungskriterien nationale Produktionen begünstigt, aber es gibt auch einen Oscar für besten nicht-englischsprachigen Film und die US-Staatsbürgerschaft ist kein Kriterium für einen Ausgezeichneten.
      2. Das Schwarze im amerikanischen Alltag noch immer diskriminiert werden, bestreite ich nicht, aber sollen wir so tun als hätten Afroamerikaner noch nie einen Oscar gewonnen? Sie glauben ernsthaft, daß Trump von Schwarzen gewählt wird, weil er bis jetzt nichts über sie gesagt hat? Trump ist bei einem 1/4 der GOP beliebt. Das ist nicht die ganze USA.
      6 0 Melden
    • Bluetooth 22.01.2016 23:45
      Highlight Was ich mit Trump zeigen wollte, ist viel mehr, wo die Afroamerikaner im Gegensatz zu den Latinos in der USA stehen. Während jede öffentliche Aussage gegen Schwarzen selbst bei den Republikaner absolut tabu ist, kann man Latinos ohne grosse Probleme als "faul" bezeichnen.
      Insofern finde ich eine Verharmlosung von Diskriminierung mit dem Argument "die Latinos beschweren sich weniger" schlecht.
      Die Oscar-Jury zum Beispiel wird sich nächstes Mal bei den guten schwarzen Schauspieler zweimal überlegen, ob seine Leistung nicht auch nominationswürdig wäre, bei den Latinos aber eher weniger.
      1 0 Melden
    • Luca Brasi 23.01.2016 09:52
      Highlight @nanjo: Also wollen Sie einfach Druck machen. Hat ja bereits funktioniert. Die Academy hat angekündigt für nächstes Jahr Änderungen einzuführen um die Vielfalt zu fördern. Ich finde es einfach bedenklich, wenn wir jedes Jahr eine Diskussion über "Wer wurde nicht nominiert führen?" und sich dann die Italos, Asiaten, etc. beschweren. Am Schluß geht es nicht mehr um die effektive schauspielerische Leistung, sondern nur darum ja niemanden zu verärgern. Ich hätte lieber eine Diskussion über sozioökonomische Probleme in den USA gehabt, anstatt sie nun jedes Jahr mit einem Goldmännchen abzuspeisen.
      3 0 Melden
    • Bluetooth 23.01.2016 17:53
      Highlight @Luca Brasi
      Wieder diese Angst davor, dass irgendwann jede Minderheit anfängt sich zu beschweren.
      Wenn es berechtigt ist, dann warum nicht? Warum sollte sich eine Minderheit diskriminieren lassen, nur weil es die anderen Minderheiten auch ertragen.
      Hier geht es, um ein Kompromiss, das man als demokratisches Land machen muss, das wir z.B. in der Schweiz mit den drei Sprachgebieten auch immer wieder spontan tun.
      0 0 Melden
    • Bluetooth 23.01.2016 18:12
      Highlight Die Weissen in der USA sind auch nur ungefähr 2/3 der Bevölkerung. Da kann man nicht so tun, als wären 100% Weisse Oscars normal.
      Natürlich geht es immer noch um die Leistung, doch diese ist bei Schauspielerei eher subjektiv. Es gibt kein Grund, warum die Leistung von Schwarzen oder Latinos schlechter sein sollte als die von Weissen.
      Rein statistisch gesehen wären 1/3 aller Nominierten teil einer Minderheit. Hier beschwert man sich gerade mal für eine einzige Nomination.
      Dieser Druck ist erforderlich, damit überhaupt mal eine Diskussion begonnen wird.
      0 0 Melden
    • Luca Brasi 23.01.2016 18:58
      Highlight Werter nanjo, nochmals: Bei den Oscars werden nicht nur US-Amerikaner ausgezeichnet, sondern auch Briten, japanische Animationsfilme, ausländische Dokumentar- und Kurzfilme, etc. Haben sich die Italoamerikaner je beschwert? Und dieses Jahr bekommen Stallone, etc. jede Menge Oscars. Ich sehe schon Probleme, nämlich dass Afroamerikaner schweren Zugang zu Schauspielschulen haben und die Filmstudios von Weissen geführt werden und auch die Mehrheit der Kinobesucher weiss ist.

      Die Schweiz ist ein perfektes Beispiel. Kein Tessiner boykottiert das Parlament, nur weil kein Bundesrat Tessiner ist.
      0 0 Melden
    • Bluetooth 24.01.2016 13:49
      Highlight Anscheinend muss ich auch zum bereits dritten Mal erwähnen, dass die Aussage "die anderen beschweren sich auch nicht" kein Argument ist.
      Sie sprechen von Italoamerikaner und Briten? Jeder Weisse in der USA hat einen europäischen Hintergrund. Sobald ein Europäer akzentfrei englisch spricht, ist er von anderen weissen Amerikaner nicht mehr zu unterscheiden.
      Was dem Ausland betrifft: Japan, Bollywood, etc haben alle ihre eigene nationale Preise. Ein Oscar ist zwar eine Ehre, aber nie ein wirklich angestrebtes Ziel. Andersrum ist es z.B. Disney auch egal, dass in Japan Animes mehr Erfolg haben.
      0 1 Melden
    • Bluetooth 24.01.2016 14:14
      Highlight Zur Schweiz: Die Schweiz ist eben ein perfektes Beispiel eines Kompromisses. Tessin ist sowohl im Kantonsrat als auch im Nationalrat und somit doppelt im Parlament vertreten.
      Mit weniger als 10% Tessiner ist ein ständiger Tessiner Bundesrat auch nicht zu erwarten. Dafür wird aber immer gesorgt, dass mindestens ein Bundesrat Welsche ist.
      Dass ist nicht nur in der Politik sondern auch bei allgemeine nationalen Wettbewerbe so. Sei es Miss Wahl, Swiss Music oder Sport Awards, die Nominierten werden niemals zweimal infolge 100% Deutschweizer sein. Falls doch, würde es auch Beschwerde geben.
      0 1 Melden
    • Luca Brasi 24.01.2016 15:11
      Highlight @nanjo: Wir reden aneinander vorbei, aber ok. Der Oscar ist kein reiner nationaler Preis. Somit sind nicht nur die 2/3 weiße Amerikaner im Rennen, sondern auch Briten wie Christian Bale, etc. und es geht den Filmschaffenden nicht am A vorbei, ob sie einen Oscar gewinnen, denn Filme wie La vita e bella oder Tiger & Dragon schreiben jedesmal die Anzahl Oscars auf die DVD. Es ist einer der bedeutendsten internationalen Filmpreise. Ihre Haltung ist eine "everyone gets a trophy"-Haltung. Latinos haben übrigens Erfolg (Lopez, Gomez, etc.) im Musikbusiness und stammen auch von Europäern ab.
      0 0 Melden
    • Bluetooth 24.01.2016 21:02
      Highlight Wir reden aneinander nicht vorbei. Sie versuchen jedoch die Position von afroamerikanischen US-Bürger mit der Position vom Ausland zu vergleichen.
      Solange Sie die Oscars als internationaler Preis ansehen, wie Miss Universe oder Eurovision, wird diese Diskussion nie enden. Schon allein die eigene Kategorie "bester fremdsprachiger Film" zeigt auf, dass ausländische Filme nicht gleich gewertet werden wie die aus Hollywood.
      Mir geht es nicht, darum dass jeder mal gewinnt, es geht mir darum, dass jeder die gleiche Chancen hat zu gewinnen und das fängt schon mit einer ausgeglichenen Jury an.
      0 0 Melden
    • Luca Brasi 24.01.2016 22:11
      Highlight Schauen Sie sich als ein Beispiel unter vielen den chinesischen Film Tiger & Dragon mal unter wikipedia an. Er wurde nicht nur mit mehreren Oscars ausgezeichnet, sondern u.a. auch nominiert für den besten Film. Noch einmal, der Oscar ist eine int. Filmauszeichnung, die einen hohen Stellenwert für die internationale Filmindustrie hat (gewisse Kriterien begünstigen aber US-Produktionen, was ich ja geschrieben habe). Vergleichbar nur noch mit Cannes.
      Wo wir beide uns einig werden könnten, ist bei der Zusammensetzung der Jury. Hier hat ja die Jurypräsidentin Änderungen in Aussicht gestellt.
      0 0 Melden
  • Ehringer 22.01.2016 12:55
    Highlight Ja, Hollywood (und Amerika) hat ein Rassismusproblem. Dennoch: mir kommt schlichtweg kein afroamerikanischer Schauspieler in den Sinn, der in den letzten beiden Jahren mit seiner Rolle einen Oscar wirklich verdient hätte. Ich sehe das Problem nicht bei der Academy, sondern beim Hollywoodbusiness selber, da dort noch immer nur selten grosse Rollen an Schwarze vergeben werden.

    Und zum Schluss kann ich es als 9gagger nicht lassen: wenn es ein Aufstand der Schwarzen gibt, dann will ich auch einen Aufstand für Leonardo DiCaprio!
    41 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.01.2016 15:04
      Highlight Hier ein Beispiel: Beasts of no nation
      7 2 Melden
    • Selfshooter 22.01.2016 16:26
      Highlight @worldofjem
      Können Eigenproduktionen von Netflix für die Oscars nominiert werden?
      7 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.01.2016 17:53
      Highlight @selfshooter Ja, sie hatten zeitgleich auch in einigen Kinos Premiere. Es gab dazu einen Artikel bei Watson (Suchwort: Beasts).
      4 0 Melden
    • Selfshooter 23.01.2016 12:27
      Highlight @worldofjem
      Vielen Dank für die Info :)
      2 0 Melden
  • Radiochopf 22.01.2016 12:18
    Highlight Ihr habt schon gelesen das es das 2. Mal in Folge ist? 1mal kann ja noch Zufall sein aber 2 Jahre hintereinander? Die Amerikaner haben definitiv ein Rassismus Problem und wir anscheinend auch, wenn man gewisse Kommentare liest.. Oder haben die Blick und 20min-Leser watson entdeckt?
    19 43 Melden
    • Selfshooter 22.01.2016 13:08
      Highlight Es geht bei den Oscars klar um die Arbeit, welche ein Schauspieler geleistet hat und nicht um die Hautfarbe oder die Herkunft. Da kann es halt sein, dass im letzten Jahr die Weissen ihren Job besser erledigt haben als die Schwarzen.
      26 9 Melden
    • Gigle 22.01.2016 23:04
      Highlight @Selfshooter hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, dass evtl viele schwarze Schauspieler garnicht erst eine Chance bekommen auf eine grosse Rolle? Man kann keinen 'Job besser machen', wenn man nicht gefragt wird, ob man ihn machen will.
      7 1 Melden
    • Selfshooter 25.01.2016 09:27
      Highlight @Gigle
      John Boyega bei Star Wars, oder alle Schauspieler bei Straight Outta Compton, oder Idris Elba bei Beasts of no Nation. Sind alles gute Filme mit schwarzen Schauspielern, jedoch reichen sie nicht an die anderen heran.
      1 0 Melden
  • Macke 22.01.2016 12:07
    Highlight Das Schlagwort heisst hier "homosoziale Kooptation", kurz mit dem Sprichwort "Gleich und gleich gesellt sich gern" zusammengefasst. Je ähnlicher eine Person einem selbst ist, desto qualifizierter wird sie wahrgenommen. Das Prinzip ist aus Bewerbungsverfahren bekannt. Sind mehrheitlich ältere weisse Männer in einem Gremium, werden mehrheitlich ältere weisse Männer nachgezogen. Die Kritik an der Oscarverleihung ist durchaus berechtigt.
    21 9 Melden
  • seventhinkingsteps 22.01.2016 11:53
    Highlight Bei einer Wahl, in der es um subjektive Meinungen über Kunst geht, ist Diskrimierung halt sehr schwer nachzuweisen. Ich finde es auch bedenklich, dass das Wahlkommittee nur aus alten, weissen Säcken besteht. Ist ja fast wie unser Bundesrat ;). Das Problem ist nur, dass schwarze Mitglieder im Wahlkommittee auch voreingenommen wären und eher für schwarze Schauspieler stimmen werden, auch wenn ein Weisser besser war. Naja, was man glaube ich ohne Zweifel sagen kann, ist, dass da eine Menge Geld im Spiel ist, kommt mir vor wie die Länderlöslete bei der Fifa.
    26 3 Melden
    • peeti 22.01.2016 12:07
      Highlight Hä? Weil schwarze Mitglieder in einer Jury voreingenommen sein könnten, lassen wir lieber alles beim Status quo und lassen Weisse Weisse wählen??
      4 26 Melden
    • Pond 22.01.2016 12:52
      Highlight So habe ich den Kommentar nicht verstanden. Eher als Erklärungsversuch, warum hauptsächlich Weisse nominiert werden. Mit dem Hinweis versehen, dass auch Schwarze dazu tendieren würden, eher Schwarze zu nominieren. Das ist nicht gut oder fair, aber eben auch menschlich und ein Stück weit evolutionsbedingt. Das soll nicht als Legitimation, sondern als Erklärungsansatz hier stehen. Ich finde es auch nicht zeitgemäss. Der Mensch sollte weiter sein.
      17 0 Melden
    • seventhinkingsteps 22.01.2016 15:26
      Highlight Ich habe nicht gesagt, man solle alles beim alten lassen. Nur, was willst du tun? Eine Schwarzenquote einführen im Wahlkommittee? Weisst du was das für ein Aufruhr geben würde, wenn dann ein Schwarzer, der wegen dieser Quote dort drin sitzt einen weissen Schauspieler wählen würde? Die grundsätzliche Frage ist doch: Ist das Wahlkommittee so undurchmischt weil Schwarze dort eh nicht reinkommen oder weil noch kein Schwarzer wollte oder wegen Beidem und noch ein bisschen Money Money? Ich weiss zu wenig über die Academy dass ich das beantworten könnte.
      4 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 22.01.2016 11:33
    Highlight Einer der grossen Irrtümer, die sich dank Gummiworten wie Inklusion, Chancengleichheit und Minderheitenrechten eingebürgert haben, ist, dass man dadurch auch das RECHT hätte, überall mitmachen oder berücksichtigt zu werden unabhängig von der Leistung, die man erbracht hat.
    35 6 Melden
    • Pond 22.01.2016 12:54
      Highlight Das stimmt. Aber woher nimmst Du die Sicherheit, dass es seit 2 Jahren keine würdigenswerte Leistungen von Schwarzen gab?
      9 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.01.2016 13:32
      Highlight Nun, nenn mir einen Film, der dafür hätte ins Rennen geschickt werden müssen. Die Leute schiessen sich auf die völlig falschen ein mit der Oscar-Jury. Wenn schon müssten sie die Frage stellen, wieso von den Produktionsfirmen keine anspruchsvollen Stellen mit Schwarzen besetzt werden. Aber auch da könnte die Antwort unangenehm werden. Könnte.
      12 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.01.2016 13:33
      Highlight Ausserdem: Wieviele ostasiatische, indianische, tamilische, arabische oder samoanische Schauspieler wurden den in den letzten Jahren mit Oscars ausgezeichnet?
      9 4 Melden
    • Pond 22.01.2016 14:14
      Highlight Ich masse mir nicht an, dies zu beurteilen. Ganz einfach, weil ich kaum aktuelle Filme anschaue. Dein Vergleich hinkt, denn du nennst ausländische Darsteller. Es ist eine amerikanische Verleihung und es werden hauptsächlich amerikanische Produktionen und Darsteller gewürdigt. Werden keine Schwarzen nominiert, weil keine Schwarzen bei der Produktion berücksichtigt werden? Oder ist es doch eher so, dass Schwarze nicht berücksichtigt werden, weil sie nicht nominiert werden? Wie erklärst du, dass die meisten Mitglieder weiss sind?
      5 9 Melden
    • Bluetooth 22.01.2016 16:37
      Highlight @Hitz
      "...unabhängig der Leistung..."

      Hier ist das Problem. Eine Bewertung einer schauspielerischen Leistung wird nie anders als subjektiv und oberflächlich sein. Aber im Gegensatz zu den Regisseuren, die frei sind ihr eigenes Wert so zu gestalten, wie ihr Recht sein soll, erwartet man von einer Oscar-Jury Objektivität und Neutralität. Dass in 2 Jahren kein einziger Schwarzer nur mal nominiert wurde, berechtigt die Zweifel, an einer aus 94% Weissen bestehenden Jury.
      Die neutralste Bewertung ist die der Mehrheit, sprich der Erfolg des Films. Da spielt die Hautfarbe auch keine Rolle (StarWars)
      3 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.01.2016 17:03
      Highlight Also gut: Vorschlägesind gefragt für Filme mit Oscarwürdigen Leistungen: "Straight outta Compton" mit dem grossartigen Jason Mitchell
      4 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.01.2016 17:36
      Highlight Sassenach, ich nannte nNationalitäten und Ethnien, die alle in den USA vertreten sind. Die Latinos hab ich noch vergessen.

      Nanjo: das sind alles nur Interpretationen, aus demen dann bequemerweise der Rassismusvorwurf gebastelt wird.
      2 3 Melden
    • Macke 22.01.2016 20:22
      Highlight @Hitz: Ich finde deinen Kommentar grundsätzlich fragwürdig. Ich kenne keine Personengruppe, die aufgrund von Chancengleichheit annimmt, dass sie ein Recht auf alles haben. Du verwechselst das Anprangern von Ungerechtigkeiten damit. Die Forderung bei den Oscars ist lediglich, dass eine schwarze Person in den Hauptkategorien nominiert wird-nachdem im letzten Jahr darauf verzichtet wurde. Nicht dass 90% der nominierten afroamerikanischer Herkunft sind etc. Ich finde diese Kritik durchaus gerechtfertigt. Dein Kommentar führt dazu, dass eine Kritik nicht ernst genommen wird.
      3 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.01.2016 23:37
      Highlight Ja, ich nehme diese kritik nicht ernst. Es gibt kein Recht auf eine Nomination qua Hautfarbe.
      1 1 Melden
  • Fumo 22.01.2016 10:22
    Highlight Wie wäre die Sichtweise dass anstatt weisse oder schwarze einfach nur Menschen nominiert wurden?
    Wenn es im letzten Jahr keine "nennenswerte" Rollen gab die, von schwarzen besetzt, einer Nomination würdig waren muss es ja nicht an der Hautfarbe liegen.
    49 5 Melden
    • Asalato 22.01.2016 11:36
      Highlight Genau. Wie nennt man das schon wieder? Positive Racism? Inverted Racism?...
      17 6 Melden
    • Failai 22.01.2016 18:00
      Highlight Zu leugnen dass Rassismus in der Filmbranche vorhanden ist, ist unakzeptabel. (Wenn die Hautfarbe keine Rolle spielen würde gäbe bei Rollenverteilungen nicht so genaue Angaben welche Hautfarbe der Charakter haben soll usw). Es geht um Einbeziehug und Repräsentation der ganzen Gesellschaft. Genug Repräsentation von Afro-Amerikanern ist kaum vorhanden, von Native Americans und Asian Americans ganz zu schweigen&Latino-Amerikaner sind zu wenig vertreten
      7 4 Melden
    • Failai 22.01.2016 18:01
      Highlight Hollywood hat ein Diversitätsproblem. Bitte nenn mir 10 banale Hollywoodfilme/serien in denen eine WoC die Hauptrolle spielt oder wieviele WoCs einen Award für eine Hauptrolle gewonnen haben?? Viola Davis?? Und?? Noch ein paar andere sicher aber ich kann sie 100% an 2 Händen zählen und das ist problematisch!
      6 2 Melden
    • Fumo 25.01.2016 08:04
      Highlight @Failai
      Das die Charaktere in den Rollen eine bestimmte Hautfarbe haben muss liegt eher in der Natur der Rolle selbst. Stell dir mal vor der schwule Vampir in Twillight oder seine Bella wären schwarz...
      0 0 Melden
  • Tiny Rick 22.01.2016 10:19
    Highlight Halle und Denzel 2020? Habt ihr einen delorean? Wenn ja, darf ich mal mit in die Zukunft fahren/fliegen 😉
    6 0 Melden
  • Hierundjetzt 22.01.2016 10:12
    Highlight Wow. Wenn wir am ESC so ein (pardon) "gschiss" machen würden. "Ich boykottiere den ESC, da es zuwenig Eurasier hat" sagt niemand bei uns.

    Es geht doch um Leistung und nicht um eine Hautfarbe. Und dann haben wir auch noch die Ureinwohner. Die hat Will Smith glatt vergessen. Was? Hergott als ob das eine Rolle spielt. Nächstes Jahr sind vielleicht alles nur Schwarze und Latinos. Wäre doch auch wunderbar.

    Amerikaner und Ihre Gartenhagprobleme.
    21 8 Melden
    • Bluetooth 22.01.2016 11:23
      Highlight Naja, dein Vergleich ist ziemlich schlecht. Finde überhaupt kein Zusammenhang zwischen Eurasier im Kontinent Europa und Afroamerikaner in der USA.

      Die Situation würde ich eher so vergleichen. Es ist so als würde, während der SwissMusic Awards kein einziger Welsche nominiert werden und zwar zwei Jahre hintereinander. Die Jury, die die Nominierten auswählt, besteht aus 90% Deutschschweizer. Denkst du etwa die Welschen würden einfach so cool bleiben und die Erklärung akzeptieren "in diesen zwei Jahre hatten wir einfach nicht das Niveau". Die Ureinwohner kannst du mit den Rumantsch vergleichen.
      17 5 Melden
    • Hierundjetzt 22.01.2016 11:45
      Highlight Ich habe bewusst nicht die Schweiz als Beispiel genommen, weil wir mit 4 Kulturen / Sprachen ein feines Sensorium für Ungerechtigkeiten haben.

      Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Würden Sie umgekehrt einen Aufstand machen, weil 2 Jahre hintereinander nur Welsche gewonnen haben? Selbstverständlich nicht. Wir begreifen uns als Nation und betonen auch nicht die Unterschiede in der Herkunft sondern die Gemeinsamkeiten in der Geschichte. Zudem wäre (im Fall CH) eine Sperrminorität (es braucht zwingend x "Lateiner") zurecht klar definiert und kein Hahn krähe danach.
      14 2 Melden
    • peeti 22.01.2016 12:05
      Highlight Nein, wenn alles die Romands gewinnen - kein Problem. Aber wenn die Jury eines nationalen Preises zu 90% Romands wäre, hätte ich schon meine Bedenken. Und das ist wohl der Hauptvorwurf an den Oscars: Weil überall (Studios, Produktion, Jury) mehrheitlich Weisse die hohen Posten innehaben, schaffen es am Schluss sehr selten Minderheiten in die Nomination.
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Streaming-Gigant Sky kommt in die Schweiz: 6 Dinge, die du wissen musst

Am 2. März startet der Streaming-Anbieter Sky in der Schweiz und steigt damit in den hart umkämpften Streaming-Markt ein. Punkten will Sky mit einem einfachen Abo und exklusiven Serien. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Sky ist ein Multimediakonzern, der ursprünglich aus England kommt. Sky ist vor allem im Bereich Bezahlfernsehen mit Sportübertragungen dick im Geschäft. Seit einigen Jahren betreibt der Unterhaltungskonzern auch zwei eigene Streaming-Portale. Auf der einen …

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