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French Foreign Trade Minister Nicole Bricq, left, talks with European Commissioner for Trade Karel De Gucht, during the EU Trade ministers meeting in Luxembourg, Friday June 14, 2013.  France enters a key meeting of European Union trade ministers bent on keeping its audiovisual industry out of trans-Atlantic free trade negotiations, a move that would delay any opening of sweeping talks with the United States. (AP Photo/Yves Logghe)

Ins Fettnäpfchen getrampt: Frankreichs Aussenhandelsministerin Nicole Bricq. Bild: AP

Frankreich

Ministerin muss sich für Ekelkritik beim Chefkoch des Elysée entschuldigen

Die französische Ministerin Nicole Bricq hat ihre Lästerei über das «widerliche» Essen im Elysée-Palast zurückgenommen. Sie rief den Chefkoch des Präsidentensitzes persönlich an. Auch Staatschef Hollande liess das «vollste Vertrauen» in die Küche übermitteln.

29.03.14, 10:59 29.03.14, 15:25

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Zu Ehren des chinesischen Präsidenten Xi Jinping liess der Chefkoch des Elysée-Palastes französische Delikatessen servieren: getrüffelte Stopfleber, danach gebratenes Geflügel mit Pilzen und einer Kartoffelspezialität – begleitet von besten Weinen. Zum Dessert wurde ein Karamell- und Schokoladendessert gereicht.

Frankreichs Aussenhandelsministerin Nicole Bricq schmeckte es offenbar nicht. Sie war unter den Gästen des Festbanketts, lästerte anschliessend über das «widerliche» Essen – und wurde dabei von Kameras aufgenommen.

Ihre pikanten Äusserungen hat sie nach Spott und Kritik nun zurückgenommen. Die Ministerin habe den Chefkoch im Präsidentenpalast, Guillaume Gomez, angerufen und sich «persönlich entschuldigt», teilte die französische Präsidentschaft am Freitagabend mit. Zudem sei die Stabschefin von Staatsoberhaupt François Hollande, Sylvie Hubac, eigens in die Elysée-Küche gekommen, um Gomez und seinem Team das «vollste Vertrauen des Präsidenten» zu übermitteln.

Gomez bedankte sich bei Facebook für die Unterstützungen und Nachrichten, die ihn sehr bewegt hätten. «Wir werden unsere Arbeit mit derselben Leidenschaft und Hingabe fortführen.»

«Das war ihr letztes Essen im Elysée-Palast»

Bricq war am Donnerstag von Kameras aufgenommen worden, als sie mit Regierungschef Jean-Marc Ayrault und dessen Ehefrau Brigitte vor dem Amtssitz des Premiers stand. Da hatte Ayrault den chinesischen Staatschef gerade nach einem Mittagessen verabschiedet. Das Essen sei viel besser als das am Vorabend gewesen, sagte Bricq und fügte mit Blick auf das Dinner im Elysée-Palast hinzu: «Nein, das war widerlich. Das muss man so sagen.»

In sozialen Onlinenetzwerken fand die Äusserung der Ministerin viel Beachtung. Bei Facebook war Bricqs Kritik teils hämisch kommentiert worden: «Das war ihr letztes Essen im Elysée-Palast», schrieb ein Facebook-Nutzer. «Sie wird sowieso kommende Woche gefeuert».

Hollande dürfte nach der zweiten Runde der Kommunalwahlen am Sonntag, bei denen seinen Sozialisten eine herbe Schlappe vorhergesagt wird, eine Regierungsumbildung vornehmen. Nicht bekannt ist, ob Bricq in dem Fall ihren Posten behalten darf – unabhängig von ihrem Urteil über die Elysée-Küche. (kgp/AFP)

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