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Super-Vegis, Regio-Beef oder Hawaii-Ceviche: Das sind die Food-Trends 2016

19.01.16, 12:01 21.01.16, 06:22

Marktanalysen, Google-Suchanfragen, Pinterest-Boards, Starkoch-Interviews und nicht zuletzt die Meinung schnoddriger Food-Blogger und Lügenpressen-Journis wie meine Wenigkeit: Sie alle wissen, von was wir 2016 mehr essen wollen.

In den USA, zum Beispiel, gibt es den jährlichen McCormick Flavor Trends Forecast, der oft nicht ganz falsch liegt – zumindest markttechnisch. Eines der grössten Trends laut dem Gewürze-Multi lautet:

Tropical Asian, ...

... womit hauptsächlich die malayische oder philippinische Küche gemeint ist: Rendang-Curry und dergleichen.

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Anders gesagt: Die Amerikaner entdecken endlich Curry. Wie dem auch sei, malaysisches Beef Rendang ist eines der grossartigsten Gerichte auf dem Planeten. Schön, wenn's zum Trend wird!

Ach ja, Sri Lanka wird auch trendy:

Sri Lankan Egg Hoppers

In der Schweiz kennt man von der sri-lankischen Küche vor allem die diversen Dosa, Kottu Roti und Thalis. Als the Next Big Thing werden nun Hoppers gefeiert: schalenförmige Pfannkuchen, die aus einem fermentierten Teig aus Reismehl, Kokosmilch und Gewürze gemacht werden. Darin werden Eier oder Chutneys serviert.

Kräuter sind King – für Cocktails

Rosmarin, Lavendel, Thymian – sie alle finden immer öfters ihren Weg in Cocktail-Gläser. Das Resultat ist in der Regel ziemlich lecker. Hier zum Beispiel ein Wodka-Thymian-Cocktail.

Beluga-Linsen und Co.

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Und die hübsch gefleckten Borlotti-Bohnen. Und das gelbe Toor-Dhal (das auf deutsch den wenig klingenden Namen Straucherbse trägt). Kurz: Leute, esst mehr Hülsenfrüchte! Eine Milliarde Inder können nicht irren!

Ist Pasta eine bedrohte Spezies?

Kein Witz. Die Verkaufszahlen von Teigwaren sind in den letzten fünf Jahren in den USA um 6% gesunken. In Australien um 8%. In Europa um 13%. In Italien – jetzt kommt's – um 25%!

Die Gründe? Eine Kombination von Wohl-stands- und Wohl-fühl-Ansprüchen. Einerseits essen immer mehr Menschen Fleisch, andererseits müssen immer mehr Menschen auf die Linie schauen. Low-Carb und Paleo sind die Schlagworte. Weg mit den Kohlenhydraten! Und glutenfrei auch noch gleich, wenn's geht bitte.

Blöd nur, dass Pasta-Rezepte so verdammt fein sind! Also weichen die Gesundernährer auf Zpaghetti aus:

Ja, das sind fein geschnittene Zucchini, die man dann wie Spaghetti zubereitet. Rezepte gibt es inzwischen noch und nöcher, doch theoretisch sollte jedes alt-ehrwürdige Spaghetti-Gericht auch mit der grünen Pseudopasta klappen.

Weiterhin: Gemüse ist auf dem Vormarsch

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Und zwar nicht nur bei Vegis. Der Omnivore, also Allesfresser, entdeckt häufiger denn je, dass er sich seltsam satt und glücklich fühlt, obwohl gar kein Fleisch im Spiel war. Und das Trendgemüse 2016 ist:

Blumenkohl. Für alles.

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Und auch hier geht es darum, mit diesem vermeintlichen Wundergemüse die Kohlenhydrate zu ersetzen: Blumenkohl-Fried-Rice, Blumenkohl-Kartoffelstock, Blumenkohl-Käse-Toast, Blumenkohl-Tabbouleh und so weiter. Rezepte gibt es inzwischen zuhauf

Regio-Beef

Während sich immer mehr Personen vom Fleischkonsum abwenden und Veganer werden, setzen gestandene Carnivoren immer mehr auf Qualität statt Quantität. Luma-Beef oder Dry Aged waren die Schlagworte der letzten Jahre. Heuer darf man erwarten, dass vermehrt wieder regionale Rinder-Rassen gehyped werden.

Bild: The Foodist

Obige Stücke, zum Beispiel, entstammen 16-jährigen galizischen Rindern. «Wie bitte?», fragt sich nun der Laie, «Eine alte, pensionierte Milchkuh soll gutes Fleisch abgeben?» Und wie sie das tut! Wir müssen noch viel, viel lernen!

Pacific Rim Cuisine

Was sich theoretisch als die Küche aller Pazifik-Anreiner-Staaten definiert, konsolidiert sich am ehesten mit der Fusion-Küche Hawaiis: Indigene, japanische, portugiesische, chinesische und US-Einflüsse ergeben Gerichte wie das allseits beliebte Poke (poh-keh ausgesprochen) – einen Salat aus rohem Fisch (vorzugsweise Gelbflossen-Thun):

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Das hawaiianische Ceviche gewissermassen.

Tja, Ceviche – das bringt uns zum nächsten Trend:

Peruanische Küche

Das hier abgebildete Lomo Saltado, etwa: Fleisch, Zwiebeln, Tomaten und Ají-Chilli mit gebratenen Kartoffeln und Reis. Ja, Peru hat mehr zu bieten als Hipster-Quinoa.

Wir werden in Zukunft mehr Seetang essen

Bild: the larder

Seetang-Crackers im Supermarkt, Wakame auf der Speisekarte des schicken Restaurants: Seetang wird immer mehr zum Grundnahrungsmittel. Reich an Proteinen, Kalzium und Eisen – Algen werden als eine der nachhaltigsten Nahrungsmittel der Zukunft gefeiert.

Ramen FTW!

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Nein, wir reden hier nicht von den 1-2 Nudelsuppen-Variationen, die neben Sweet and Sour Chicken und Pad Thai auf der panasiatischen Hans-wie-Heiri-Speisekarte aufgelistet sind. Wir sprechen hier von veritablen Ramen-Restaurants, welche die herzhafte japanische Nudelsuppe in zig Variationen anbieten; allesamt duftend, frisch und herzhaft.

New-ish Jew-ish

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Die moderne Abwandlung traditioneller jüdischer Essenskultur. Gegenwärtig in den USA und Grossbritannien gross im Kommen. Kreative Restaurant-Chefs besinnen sich auf die Gerichte ihrer Grossmütter und verleiben diese ihrem modernen Fusion-Food ein. So kann es durchaus passieren, dass Hering, Latkes oder Kohlwickel (Bild oben) mit Kimchi oder Curry gepaart werden. 

Haferflocken, Porridge und Co. ... und meistens mit Acai-Beeren

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Müesli war gestern. Die urbanen Fitness-Girls dieser Welt essen immer mehr Porridge oder – noch besser – Acai Bowls: Hafer mit diversen frischen Früchten und dem Superfood der Stunde, Acai-Beeren. Bekanntlich ist dessen Gehalt an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen sehr hoch. Die versprochenen Wirkungen, von Gewichtsabnahme bis zur sexuellen Stimulation, sind indes nicht wissenschaftlich bewiesen.

Retro-Desserts

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Wenn die Trend-Forscher richtig liegen, dann kann das nur eins bedeuten: Die Rückkehr der Roulade!

Entwarnung: Egal, was behauptet wird, so schnell werden wir keine Insekten essen

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Ja, sie sind proteinreich. Ja, global gesehen nimmt der Verzehr von Insekten zu. Und trotzdem: Krabbelviecher werden sich nicht so schnell zur Alltagskost mausern, wie uns dies gewisse Presseprodukte immer wieder mal weismachen wollen. «Wenn man es mit dem Fuss zerquetschen kann, sollte man es nicht essen», pflegte meine Grossmutter zu sagen. Sie ass Steak.

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20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LubiM 23.01.2016 09:19
    Highlight Bezüglich Peruanischem: Probiert mal papa a la huancaina. Ich bin sonst kein Kartoffel-Fan aber das ist der hammer!
    3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.01.2016 23:33
    Highlight Leute die Blumenkohl mögen sind mir ja schon sehr suspekt.. aber es soll tatsächlich Leute geben die essen Rosenkohl ಠ_ಠ
    7 3 Melden
  • chirschi 19.01.2016 17:40
    Highlight Juhu, Herr Baroni ist zurück! Darauf stoss ich gleich mit êinem Zitronenthymian-Kaffirlimetten-Vodka an.
    16 1 Melden
  • Triumvir 19.01.2016 15:17
    Highlight Hmmm lecker. Viele Gerichte sehen aus, wie bereits einmal vorverdaut resp. einfach ziemlich schei..., da muss man sich echt zuerst überwinden...:-P
    4 35 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.01.2016 14:49
    Highlight zu Nr 7 epfehle ich mal eine Art "Reis" aus Blumenkohl zu machen, sehr lecker :)
    6 0 Melden
  • Pond 19.01.2016 13:55
    Highlight Ich bin seit ein paar Jahren auf dem "alte-Gemüsesorten-Tripp". Es ist erstaunlich, wie sehr sich verschiedene Gemüsesorten unterscheiden können. Linsen essen wir 1-2 wöchentlich, Man kann sie unheimlich gut kombinieren. Im Sommer schmecken sie am besten zu Salat. Probiert es aus. Am besten schmecken die Berglinsen.
    17 1 Melden
    • Mokka Sofi Scout 20.01.2016 06:26
      Highlight mmmmhhhh!!! Ja!! Und im Winter einen Eintopf mit Berglinsen, Chili, Knoblauch, Ananas und Poulet! Herrlich...
      4 0 Melden
  • frankyfourfingers 19.01.2016 13:24
    Highlight Das Fleisch der 16 jährigen galizischen Rindern sieht ja pervers aus. @Baroni: weisst du evtl. wo's in ZH sowas gibt?
    10 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.01.2016 13:09
    Highlight Ich glaube, ich bleib bei meinem Schnitzel 😂
    5 19 Melden
  • Luca Brasi 19.01.2016 13:04
    Highlight Herr Baroni ist ein Sadist! Da kommt man gerade vom Essen in der Kantine zurück und...plopp! erzählt mir der feine Herr von der Lügenpresse etwas von leckerer philippinischer, malaiischer oder peruanischer Küche oder delikaten einheimischen Trends (ok, meine Pasta bleibt Pasta, sorry Gluten- und Low-Carb-Fans)). Jetzt grummelt der Magen mal wieder. Besten Dank auch...

    ;)
    21 3 Melden
  • Androider 19.01.2016 12:51
    Highlight Das abgebildete Lomo Saltado sieht aber etwas gar "fancy" aus. Lecker ist es aber auf jeden Fall, vor allem das von Don Cucho, einer der bekanntesten Köche Perus.
    5 1 Melden
  • Kstyle 19.01.2016 12:32
    Highlight Alles reine Dekazenz. Was ist schlecht an einem Apfel oder Birne? Muss es immer exotischer werden das wir uns gut fühlen? Stichwort Superfood. Laut Studien deckt eine ganz normale Ernährung alle unsere Bedürfnisse an Vitaminen und Spurenelementen egal ob Vegi oder Fleischesser.
    29 13 Melden
    • DarlaSoSo 19.01.2016 22:12
      Highlight Apfel ist super, Birne auch:) Auch viele Menschen mögen auch beim Essen Abwechslung und probieren gerne neue Dinge... Es geht ja nicht nur um Gesundheit, sondern auch um Genuss. Und Genuss macht halt irgendwie glücklich. Ich würde mich am liebsten einmal um die Welt essen!
      Ps. Toller Artikel!
      11 0 Melden
  • Sesam 19.01.2016 12:22
    Highlight Ich habe Hunger.
    24 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.01.2016 12:19
    Highlight Omi-Baroni for President!
    16 1 Melden

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