Franken
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Starker Franken

Wildwest-Methoden: Bündner Firma informiert Mitarbeiter via SMS, dass die Löhne künftig in Euro ausbezahlt werden

29.01.15, 16:02 30.01.15, 14:07

Nach dem Ende des Euro-Mindestkurses haben über ein Dutzend Firmen Massnahmen aufgegleist, um Löhne zu senken oder diese in Euro auszuzahlen. Dreist agierte eine Bündner Transportfirma, die ihre Mitarbeiter via SMS informierte, dass Löhne künftig in Euro bezahlt werden.

Illegal und völlig unverständlich ist das Vorgehen der Della Santa Transporte AG in Landquart GR. Die Transportfirma hat, wie die Gewerkschaft Syna belegen kann, ihren Beschäftigten via SMS mitgeteilt, dass sie umgehend die IBAN-Nr. für ein Eurokonto melden sollen, damit ihnen der Monatslohn überwiesen werden kann. 

Grenzgänger betroffen

Della Santa Transporte wurde 1978 gegründet und beschäftigt rund 100 Mitarbeitende, davon nach eigenen Angaben eine grössere Anzahl italienischer Grenzgänger. Da die Grenzgänger bei gleicher Lohnzahlung eine Lohnerhöhung um 20 Prozent hätten, würden nun neue Verträge mit einem Umrechnungskurs von 1,22 abgeschlossen, erklärte Geschäftsführer und Inhaber Romano Della Santa auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Beschäftigten würden immer noch davon profitieren, dass die Kinderzulagen in Franken ausbezahlt würden.

Das Unternehmen erzielt rund die Hälfte des Umsatzes in Euro. Der derzeitige Wechselkurs ist nach Angaben des Geschäftsführers für die Firma existenzbedrohend. Della Santa stellte fest, dass voraussichtlich Stellen abgebaut werden müssten.

Im Südtessin gibt es nach Gewerkschaftsangaben über ein Dutzend Firmen, die nach dem Ende des Euro-Mindestkurses Massnahmen aufgegleist haben, Löhne zu senken oder diese in Euro auszuzahlen. (whr/sda)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MediaEye 30.01.2015 10:16
    Highlight Das ist rechtswidrig; der Lohn und das Gehalt sind in LANDESWÄHRUNG zu entrichten! steht so im Gesetz!
    1 0 Melden
  • blueberry muffin 29.01.2015 22:00
    Highlight Grundsätzlich gibts da nur eins: sich nach einem anständigeren Arbeitgeber umsehen und wenn was gefunden wurde kündigen.
    11 0 Melden
  • Frau Bissig 29.01.2015 20:11
    Highlight Mir hat vor einigen Jahren meine ältere Schwester,die anscheinend besser " vom Fach " ist,mitgeteilt,dass man wichtige Angelegenheiten nicht per SMS oder e-mail kundtut !
    8 0 Melden
    • M_gelli 30.01.2015 08:42
      Highlight Zu aller erst, das Arbeitsrecht wird im OR und nicht im StGB geregelt. Wenn ich den Text richtig deute ist es, falls es im Arbeitsvertrag nicht anders abgemacht ist, nicht zulässig den Lohn in Euros auszubezahlen.
      OR Art. 323b
      3. Lohnsicherung
      1 Der Geldlohn ist dem Arbeitnehmer in gesetzlicher Währung innert der Arbeitszeit auszurichten, sofern nichts anderes verabredet oder üblich ist; dem Arbeitnehmer ist eine schriftliche Abrechnung zu übergeben.
      2 0 Melden
    • M_gelli 30.01.2015 08:45
      Highlight OR Art. 322
      1 Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer den Lohn zu entrichten, der verabredet oder üblich oder durch Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag bestimmt ist.

      Vielleicht ist es aber auch dieser hier. Naja laufen wohl beide auf das selbe hinaus. :)
      2 0 Melden
  • Hugo Wottaupott 29.01.2015 19:17
    Highlight Das ja mal geil! Die Rechnungen in CHF. ausstellen und die Angestellten in € auszahlen!
    10 0 Melden
  • Roghino 29.01.2015 18:55
    Highlight Klarer Vertragsbruch! Nicht lange fackeln: Anwalt einschalten!
    24 3 Melden
  • hoorli 29.01.2015 17:49
    Highlight Die Firma ist auch in anderen Belangen (in der Region) bekannt dafür, nicht gerade Zimperlich mit den Mitarbeitern umzugehen. Aber mit Grenzgängern kann man das ja machen.
    22 1 Melden
  • Der Tom 29.01.2015 17:26
    Highlight Spielt doch keine Rolle! Das geht doch viel schneller und ist persönlicher als ein eingeschriebener Brief den man umständlich auf der Post (Öffnungszeiten beachten falls es überhaupt noch eine Post in der Nähe gibt) abholen muss.
    5 34 Melden
    • Adonis 29.01.2015 18:22
      Highlight Tom, hoffentlich erlebst du nie wie damals bei den Nazis, oder der DDR, wenn deine Person rstlos demontiert wird. Dann wirst du Recht, Gesetz + Sheriff herbeisehnen.
      13 4 Melden
    • Der Tom 29.01.2015 18:57
      Highlight Ui Adonis? Was hat das denn jetzt mit Nazis zu tun bitte? Es geht doch darum, dass die Firma per SMS mitteilt die Löhne in Zukunft in Euro zu bezahlen. Oder verstehe ich da etwas falsch?
      5 9 Melden
    • saukaibli 29.01.2015 19:34
      Highlight Also wenn du Schluss machen per SMS auch als ok betrachtest, dann hast du wohl recht. Mit Anstand hat beides für mich nichts zu tun.
      9 0 Melden
    • Der Tom 29.01.2015 21:40
      Highlight Hätten die das politisch korrekt gemacht würde sich jetzt niemand darum kümmern. Jetzt hat die Firma Presse und Gewerkschaften am Hals. Also doch Glück im Unglück finde ich.
      3 1 Melden
  • jakob 29.01.2015 17:03
    Highlight wenn eine Firma dadurch überleben kann, ist dem Grenzgänger mehr geholfen als wenn er wegen Betriebsschliessung entlassen wird. Tatsache ist auch, dass jeder Grenzgänger mit SFr-Entlöhnung 15 % Lohnsteigerung hat.
    16 10 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 29.01.2015 16:23
    Highlight Mit SMS ist das nicht in Ordnung. Aber ich habe viel Verständnis für die Probleme der Firma. Die Konkurrenz ist knallhart. Immer mehr Firmen kaufen im Ausland günstig ein. Dies ist die Quittung dafür. Der hohe Franken wird uns noch viel Freude bereiten!
    13 24 Melden
  • sewi 29.01.2015 16:05
    Highlight Aber 1:1...... Wer andern eine Grube gräbt fällt selbst hinein....
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