Frankreich
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nicolas Sarkozy, conservative UMP political party leader and former French president, attends a news conference after the close of polls in France's second round Departmental elections of local councillors at their party's headquarters in Paris March 29, 2015. Ex-president Sarkozy's conservative UMP party and its allies led in the second and final round of French local elections on Sunday, a BFMTV exit poll by pollsters CSA showed.   REUTERS/Christian Hartmann

Der grosse Sieger der Départementswahlen in Frankreich: Das konservativ-bürgerliche Lager um Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy gewann zwischen 64 und 70 von 101 Départements. Bild: CHRISTIAN HARTMANN/REUTERS

Nicolas Sarkozy ist zurück im Spiel – die Linke fährt eine schwere Schlappe ein

29.03.15, 20:26 29.03.15, 20:42


Frankreichs regierende Sozialisten haben bei den Départementswahlen eine schwere Schlappe erlitten: Das linke Lager konnte am Sonntag laut ersten Schätzungen nur in etwa einem Drittel von Frankreichs 101 Départements eine Mehrheit erzielen. 

Das oppositionelle konservativ-bürgerliche Lager gewann zwischen 64 und 70 Départements; unklar war, ob der rechtsextreme Front National in einem Département eine Mehrheit erzielen würde. 

Der Chef der konservativen Partei UMP, Nicolas Sarkozy, sprach in einer ersten Reaktion von einem historischen Sieg für die Rechte. Das Ergebnis zeige die deutliche Ablehnung der Politik des sozialistischen Präsidenten François Hollande. 

French President Francois Hollande leaves the polling booth as he votes in Tulle, central France, March 29, 2015. France goes to the polls in a two-round departmental election for local officials on March 22 and March 29.      REUTERS/Mehdi Fedouach/Pool

Der Wahlverlierer: Präsident François Hollande von den Sozialisten. Bild: POOL/REUTERS

Regierungschef Manuel Valls versprach, dass seine Regierung noch mehr Anstrengungen unternehmen werde mit einer einzigen Priorität, nämlich der Beschäftigung. Mit der Wahl hätten die Franzosen ihren Erwartungen und ihrer Wut Ausdruck gegeben. 

Die Départementswahlen galten als wichtiger Stimmungstest - und werden von vielen Bürgern genutzt, um der Regierung einen Denkzettel zu verpassen. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise mit Rekordarbeitslosigkeit sind viele Franzosen höchst unzufrieden mit Hollande und seiner Regierung. 

Die Wahlen haben vor allem eine symbolische Bedeutung, denn der politische Einfluss der Départementräte ist begrenzt. Seit Hollandes Sieg bei den Präsidentschaftswahlen im Mai 2012 gegen Sarkozy und den folgenden Parlamentswahlen haben die Sozialisten fast nur Wahlniederlagen erlitten. 

Anders dagegen der rechtsextreme Front National: Er gewann bei den Kommunalwahlen vor einem Jahr rund ein Dutzend Rathäuser und wurde bei den Europawahlen im Mai 2014 mit knapp 25 Prozent erstmals in ihrer Geschichte stärkste Kraft in Frankreich. (sda/afp) 

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 29.03.2015 21:34
    Highlight "Front National: Er gewann bei den Kommunalwahlen vor einem Jahr"
    Europa befindet sich noch in den Ausläufern einer Wirtschaftskrise. Ein Rechtsschwenk bei Wahlen ist da nichts ungewöhnliches.
    Frankreich kommt schlecht mit der Globalisierung klar, und sucht sich Sündenböcke wie Migranten. Aber man kann aus der Globaliserung nicht aussteigen.
    Der FN scheint nicht den Erfolg erzielt zu haben wie erwartet wurde. Auch UKIP in GB wird keinen Durchbruch bei den Wahlen im Mai erzielen. Und selbst wenn Le Pen Präsidentin werden würde, ist eine FN-Mehrheit in der Nationalversammlung unwahrscheinlich.
    1 1 Melden

Hat Trump wirklich den «grössten Atomknopf»?

Das Jahr 2018 hat mit einem verbalen Showdown zwischen dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump begonnen. Zuerst drohte Kim in seiner Neujahrsansprache den USA: «Die gesamten Vereinigten Staaten liegen in Reichweite unserer Kernwaffen und auf meinem Schreibtisch steht immer ein Atomknopf.» Darauf schoss Trump per Twitter zurück: 

Tatsächlich hat Trump – mal abgesehen von der martialischen Rhetorik – recht: Das nukleare Arsenal der USA ist, trotz des …

Artikel lesen